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Nachrichten

Einladung zur Community-Befragung 2017

ContemplativeKitten.jpg

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren bitten wir auch heuer wieder um Teilnahme an unserer jährlichen Community-Befragung:

Die Befragung ist anonym. Die Ergebnisse helfen uns dabei, noch besser auf die Bedürfnisse speziell der österreichischen Wikimedianerinnen und Wikimedianer eingehen zu können. Die Ergebnisse veröffentlichen wir bis 14. Juli 2017 hier im Mitgliederwiki.

Vielen Dank für deine Teilnahme!

Vergangene Ergebnisse:

Raimund Liebert, 20. Juni 2017


Wikimedia Hackathon 2017: Ereignis, Erlebnis, Erfahrung

Wikimedia Hackathon 2017

Der Wikimedia Hackathon 2017 war ein sehr interessantes mehrtägiges Ereignis (Event) mit internationaler Wirkung und Ausrichtung, für mich ein beeindruckendes persönliches Erlebnis (erste Teilnahme bei einem Hackathon) und eine wichtige Erfahrung für meine weitere Tätigkeit als eingeschriebenes Vereinsmitglied des österreichischen Wikimedia-Chapters. Das ganze „Event team“, bestehend aus Annemarie Buchmann, Claudia Garád und Raimund Liebert, verstärkt durch Sonja Fischbauer, die sich speziell um das Mentoring-Programm kümmerte, hat hervorragende Arbeit geleistet, welche Respekt und Anerkennung verdient!

Der Konferenzort, das verkehrstechnisch günstig gelegene JUFA Hotel Wien City in 1110 Wien, Mautner-Markhof-Gasse 50 (ein Dreistern-Hotel), war eine gute Wahl. Es wird gerne von Schulklassen belegt, welche einige Tage in Wien verbringen. Das Hotel gehört zu einer größeren Kette, die mehr als 50 Etablissements in Österreich, Deutschland, Ungarn und dem Fürstentum Liechtenstein hat.

Die Online-Kommunikation der Teilnehmer(innen) wurde über den sicheren Messenger Telegram abgewickelt - die schon länger populäre WhatsApp-Alternative https://telegram.org/ verschlüsselt die komplette Kommunikation per 256 Bit AES und schützt so die Privatsphäre.

Ich nahm am „Wikimedia Movement Strategy Workshop“ teil, in welchem versucht wurde, Antworten zu fünf Fragenbereichen zu finden - siehe https://www.mediawiki.org/wiki/Project:Wikimedia_Strategy_2017 - mit Blick auf das Jahr 2030. Die Zielsetzungen sind sehr ambitioniert - alle Wikimedia-Projekte sollen bis dahin die weltweit verlässlichsten neutralen Quellen freien Wissens darstellen, die „Freiwilligenkultur“ soll massiv ausgebaut und verstärkt werden, dies auch in Weltgegenden, die bisher nicht erfasst wurden bzw. aus verschiedenen Gründen nicht erfasst werden konnten etc. Die „Wiener Zeitung“ führte zum Thema „Leben 2030“ einen „Future Challenge“-Videowettbewerb für Schüler und Schülerinnen durch - siehe http://www.wienerzeitung.at/futurechallenge/ - es gab rund 70 Video-Einreichungen, erarbeitet von Schulen aus ganz Österreich. Das Jahr 2030 wirft also schon jetzt seinen Schatten voraus- national und international! Der Historiker hat es bekanntlich leichter als der Prophet besagt ein bekanntes Sprichwort. Was die Zukunft tatsächlich bringen wird, wissen wir nicht, wir können aber schon heute Zukunftsstrategien entwickeln.

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Hackathons in Wien konnten die Teilnehmer(innen) bei „City Walks“ Wien näher kennenlernen. Ich optierte für den 1874 „provisorisch“ eröffneten Zentralfriedhof mit seiner 1908 bis 1911 von Max Hegele erbauten „Lueger-Kirche“ - siehe http://www.luegerkirche.at/ - in welcher Dr. Karl Lueger (1844 - 1910, Wiener Bürgermeister von 1897 - 1910) bestattet wurde. Dieser Jugendstilbau trägt seit dem Jahr 2000 den offiziellen Namen „Friedhofskirche zum Hl. Karl Borromäus“. Die Gräber von Beethoven, Schubert, Brahms, der Strauss-Familie etc. wurden fleißig fotografiert, ein Teilnehmer aus Jerusalem erklärte uns einige Inschriften auf dem Sektor des alten jüdischen Friedhofs. Am Abend konnte dann das Metalab in 1010 Wien, Rathausstraße 6, als „Hacker und Maker-Space“ besucht werden.

Ich machte mich vertraut mit dem Projektmanagement-Tool Phabricator - siehe https://phabricator.wikimedia.org - und nahm, assistiert von zwei freundlichen Mentoren, Installationen von MediaWiki an zwei Laptops vor, die unter Ubuntu und Linux Mint laufen. Alles klappte! Beeindruckt war ich, dass weltweit schon weit über 2.000 Extensions registriert sind, einige davon werde ich sicher nützen.

Die Vorträge zu den „Wikimedia Cloud Services“ und den „Open Knowledge Maps“ fand ich besonders interessant - das Projekt https://openknowledgemaps.org mit seinen ausgefeilten Visualisierungs-Features bildet einen großen Fortschritt bei der optimalen Darstellung und auch Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, siehe auch https://github.com/OpenKnowledgeMaps. Man erfuhr auch viel Neues von Wikidata http://wikidata.org, betrieben von Wikimedia Deutschland - www.wikimedia.de. Wikimedia Deutschland fördert auch das „Freie Kinderlexikon“ - siehe www.klexikon.de - wo jede(r) mitschreiben kann. Die sehr nützliche „Wikimedia Commons Android App“ ermöglicht es Userinnen und Usern, Fotos von Android-Smartphones oder Android-Tablets direkt und schnell auf Wikimedia Commons hochzuladen, erhältlich ist sie unter https://commons-app.github.io.

Die Hackathon-Party am Samstag ab 21 Uhr in der „Arena“ soll toll gewesen sein, aus persönlichen Gründen konnte ich leider nicht an ihr teilnehmen. Die Fotos, die über Telegram bei mir eintrudelten, waren jedenfalls sehr lustig und stimmungsvoll. Fotos vom Hackathon kann man unter https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wikimedia-Hackathon_Vienna_2017 einsehen, Blogs vom Event unter https://phabricator.wikimedia.org/T165466 nachlesen. Es wurde bereits ein „Feedback Survey“ an alle Teilnehmer(innen)verschickt.

Das sehr gut vorbereitete Mentoring-Programm war in jederHinsicht erfolgreich - es war auch eine hervorragende Idee, die Mentoren mit Maria-Theresia-Talern zu beschenken, sie haben sich über diese Aufmerksamkeit, aber auch werthaltige Erinnerung an Wien, sichtlich sehr gefreut. Das Wiener Hackathon wurde von Google, zwei Fachhochschulen (FH Technikum Wien und der FH St. Pölten) und der Wirtschaftsagentur der Stadt Wien unterstützt.

Bei einem Hackathon hat man die Möglichkeit, mit zum Event angereisten Vertretern der Wikimedia Foundation aus Kalifornien in persönlichen Kontakt zu treten und sich etwa über Förderungen etc. aus erster Hand zu informieren. Auch der freundschaftliche Austausch mit den Repräsentanten der Wikimedia Chapters aus den Nachbarländern stellt eine wertvolle Gelegenheit zum Networking dar - oft ergeben sich aus solchen Gesprächen spätere Kooperationen bei einzelnen Projekten, die gemeinsam besser gelingen.

Igor Celman, 29. Mai 2017


So werden IP ernst genommen

Editathon an der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt

Nachdem die angehenden Geschichtslehrer bereits im letzten Semester regional interessante Artikel in Wikiversity, vollkommen auf sich allen gestellt und ohne Vorkenntnisse geschrieben haben, (siehe Kurs:Propädeutikum (WS 2016/17)) wollte der Projektleiter Dr. Brettl einen Editathon durchführen und ersuchte um Unterstützung. Das Problem war wie es immer in Schulen ist, der mögliche Zeitrahmen, denn im Gegensatz zu Hochschulen ist es an der Pädagogischen Hochschule und auch in Fachhochschulen nur in den vorgegebenen Stundenrahmen möglich Veranstaltungen durchzuführen. So waren insgesamt nur etwa eineinhalb Stunden zur Verfügung. Über das Thema und die Quellen kümmerte er sich, was ihm als Historiker nicht schwer viel. Er wählte einen sowohl regional als auch generell interessanten Artikel über das letzte Opfer am Eisernen Vorhang, nämlich w:Kurt-Werner Schulz, der nur mit einem kurzen Artikel in Wikipedia vertreten war.

Im Vorfeld organisierte er Quellen, eine der Studentinnen lud auch schon Themen entsprechend Fotos hoch, also alles gut vorbereitet. Es ergaben sich vier Gruppen zu je vier Studierende, die ich bisher auch nur von Wikiversity kannte und ihnen das erste Mal persönlich gegenüber stand. Die Zeit wurde gut genutzt und es entstand ein informativer Artikel in dieser Zeit.

Wie bei allen Veranstaltungen dieser Art speicherten wir den neu entstandenen Artikel unangemeldet unter der IP-Adresse der Hochschule. Sicherheitshalber schrieben wir noch den Kommentar: Überarbeitung durch PH Burgenland im Rahmen einer Lehrveranstaltung noch in der letzten Minute und ich versprach ihn zuhause sofort zu sichten.

Da allerdings hatte ich ein Aha-Erlebnis besonderer Art. Der Artikel wurde mit dem Argument -OR nach einer Minute zurückgesetzt - hier der Beleg [1] - So lernte ich die Erfahrung kennen, wie man bei Wikipedia mit IP-Adressen umgeht. Die Erklärung verlinke ich nur hier, selbst kann ich nur den Kopf schütteln. Ich setzte dann den Artikel neuerlich zurück und sichtete ihn. So sollte es wieder passen und es haben die Studierenden hoffentlich nicht mitbekommen :-(

K@rl (Diskussion) 18:36, 2. Mai 2017 (CEST)

Nachtrag: Auch das sind leider IP-Beiträge: Leider wurden am nächsten Tag, eine der Studierenden, die dankenswerter ein Foto bereits vorbereitet hochgeladen hat, ebenso wie ich der Geschichtsfäschung an mehreren Stellen bezichtigt, da der dargestellte Grenzstein gar nicht am Tatort stehe, sondern drei Kilometer entfernt sei. Obwohl keinerlei Zusammenhang im Artikel dazu steht - also reine Pöbelei, die man aber dank dynamischer IP nicht verhindern kann.

K@rl (Diskussion) 13:44, 3. Mai 2017 (CEST)


Eventbericht Throne of Cards IV

Throne of Cards IV
Die Hearthstone Pros Ostkaka (links) und Crane333 (rechts)

Am 8. und 9. April 2017 haben Martin Maier und Patrick Berger mit der Unterstützung von Hi-Tech, Strivewire, der Respawn E-Sport Bar in Wien, Blizzard Entertainment, Adrian und Mirjiam Koy sowie Wikipedia ein Hearthstone Event und Turnier in Wien organisiert. Die ganze Veranstaltung mit Aufbau und Abbau nahm über 3 Tage hinweg rund 30 Stunden in Anspruch.

Zu den Zielsetzungen gehörte mehr Aufmerksamkeit für den österreichischen E-Sport und der E-Sport-Sparte der deutschen Wikipedia zu erzeugen. Zu diesem Zweck wurden 8 international bekannte Spieler eingeladen, um die internationale Aufmerksamkeit zu garantieren. In Bezug auf die Herausforderer wurde ein besonderer Fokus auf Österreich gesetzt. 2 Qualifikanten kamen aus einem „Austria only“ Online Turnier mit 16 eingeladenen Teilnehmern, die zu dem Who is Who der lokalen Szene gehörten. Weitere 3 Qualifikanten kamen von einem Offline Turnier aus Wien, welches in der Respawn E-Sport Bar veranstaltet wurde. Zu diesem Turnier reisten aber auch viele Teilnehmer aus den Nachbarländern Ungarn, Tschechien und Kroatien an. Die 3 letzten Qualifikanten kamen aus einem EU weiten Online Qualifier von Strivewire.

Das Event konnte gesamt 257.940 Unique Visitors auf Twitch.tv begeistern. Die durchschnittliche Zahl der gleichzeitigen Zuschauer betrug 6.407 und die Zuschauerspitze belief sich auf 19.235 gleichzeitige Zuschauer.

Gesamt waren ständig zwischen 20 und 25 Personen aus 8 verschiedenen Ländern vor Ort. Zu den 16 Spielern hinzu kamen die Gastgeber (Adrian und Mirjiam Koy) und das Produktionsteam (Patrick Berger, Martin Maier, Bernhard Prochazka, Martin Dam). Sporadisch kamen auch noch weitere Gäste zeitweise hinzu, wie Philip aka Braveheart, der auch für Wikipedia zahlreiche Fotos mit entsprechender CC Lizenz schießen konnte (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Throne_of_Cards_IV). Darunter befinden sich viele Porträts von relevanten Persönlichkeiten. Darüber hinaus geben die Bilder auch Einblick in die improvisierte Produktionsarbeit im E-Sport. Durch die Teilnahme als Kommentator bei vielen ESport Events in Österreich kann ich bestätigen, dass es sich großteils um repräsentative Einblicke handelt. Nur wenn professionelle Produktionsfirmen wie ESL dahinter stehen, wirkt die Produktion anders.

Darüber hinaus wollten wir Zuschauer auch dazu motivieren auf Wikipedia tätig zu werden. Um diese Motivation zu erreichen, haben wir ein Wiki-Projekt angelegt (https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:E-Sport/ThroneOfCards) und Blizzard Entertainment hat Fanartikel gesendet, die wir mit Autogrammen der Profis als Dankeschön für die Mitarbeit an der deutschen Wikipedia versenden möchten. Leider war wegen dem überraschend hohen Produktionsaufwand, der sich durch viele Last-Minute Änderungen durch die Gastgeber ergab, kein ausführliches Briefing der Pros möglich, damit diese wiederholt im Stream über das Wikipedia-Projekt sprechen.

Ein Beispiel für eine dieser Änderungen wäre die Versetzung der Caster Area. Ursprünglich war geplant, wie beim letzten Mal vom Heimbüro des Hauses aus zu streamen und zu kommentieren. Wir mussten jedoch kurzfristig die ganze Produktion in die Pool Area verlegen. Dadurch hatten wir auch weniger Hardware zur Verfügung usw.

Wir haben jedoch das Wikipedia-Projekt mehrfach auf dem Twitch Kanal einblenden können. Wegen den zahlreichen englischsprachigen Zuschauern hat sich die Mitwirkung jedoch bisher als gering herausgestellt. Um nun doch noch junge E-Sport Fans zu der Mitwirkung am Projekt zu motivieren, werden wir die Kontaktdaten, die wir durch das sonstige Gewinnspiel sammeln konnten, für eine Rundmail einsetzen. Das Projekt selbst kann so lange laufen, wie der Vorrat an Fanartikeln reicht.

Weiters wurde das Projekt in der Beschreibung des Trailers zu lesen:

und es wurde versucht das Projekt über soziale Medien und reddit zu pushen.

Die Fanartikel selbst wurden sehr bereitwillig von den internationalen Pros unterschrieben und wir haben derzeit 10 attraktive Objekte in Verwahrung. In Sachen Verpflegung boten wir 2 Brunches mit Obst, Käse, Wurst, Gemüse und Brot. Zusätzlich gab es am Samstag Abend Wiener Schnitzel mit hausgemachtem Kartoffelsalat und am Sonntag gegrillte Würste und Koteletts mit Knoblauch Baguette und eine Tiroler Spezialität, nämlich Prügeltorte, als süßen Abschluss. Die Gesamtkosten für die Verpflegung beliefen sich 290 Euro (brutto) und hier danken wir für den Beitrag von 100 Euro von Wikipedia. Der Rest wurde aus dem Produktionsbudget entnommen.

In Sachen Zuschauerwirkung wurde das Event sehr positiv ausgenommen, wie auch zahlreiche Kommentare zeigen:

In Sachen Organisation war viel zu lernen, um es positiv auszudrücken. Mit dem Wikipedia-Projekt wurden bestimmt tausende Menschen erreicht. Der Erfolg war dabei leider auch überschaubar, weshalb wir nun hoffen über die direkte Ansprache per E-Mail noch mehr Feedback und Mitarbeit zu erreichen.

Es handelt sich aber bestimmt um ein wertvolles Learning, dass sich die Zielgruppen von E-Sport und Wikipedia-Autoren trotz gemeinsamer Affinität zu digitalen Medien, weniger überlappen als ursprünglich angenommen. In dieser Hinsicht wurde bestimmt ein wichtiges Pionierprojekt versucht, für das die Zeit wohl noch nicht ganz reif ist.

Patrick Berger, 19.4.2017

Notizen von der Wikimedia Conference 2017

Gruppenfoto

Die Wikimedia Conference 2017 fand von 31. März bis 2. April in Berlin statt. Die Konferenz ist das jährliche internationale Treffen der Wikimedia-Organisationen und dient dem Austausch über die Zukunft der Wikimedia-Bewegung bezüglich Kooperationen, Strukturen und Organisationsentwicklung. Aus Österreich waren für den Vorstand Philip Kopetzky und von den Mitarbeitern Claudia Garád und Raimund Liebert vertreten.

In diesem Jahr stand insbesondere die Entwicklung der Wikimedia Movement Strategy im Mittelpunkt. Rund 350 Teilnehmer - neben Vertretern der Wikimedia-Organisationen auch Themenexperten von innerhalb und außerhalb des Wikiversums - erarbeiteten in interaktiven Workshops strategische Handlungsfelder für die Wikimedia-Bewegung bis 2030.

Notizen von Philip

Allgemeine Notizen

Workshop zu den Grundlagen der Strategiearbeit in den Chaptern...
... mit Repräsentanten von Wikimedia Antarctica

Die Erweiterung der diesjährigen Wikimedia Conference um einen Diskussionsstrang zur Strategie brachte es mit sich, dass die Konferenz mit 350 Teilnehmern dann doch mehr den Charakter einer kleinen Wikimania annahm. Zwar wurde auch das bisherige Programm zu den Partnerschaften und dem Wissensaufbau beibehalten, Dreh- und Angelpunkt der ganzen Konferenz mit täglichen Anfangs- und Endveranstaltung war aber das Programm zur Strategieentwicklung. Über drei Tage wurde dabei über alle möglichen Aspekte und Themen diskutiert, die uns als Wikipedia und ihre Schwesterprojekte bis 2030 herausfordern werden, und wie wir diesen Herausforderungen begegnen können. Das Endergebnis dieser drei Tage war dann eine gewichtete Liste von 36 Erklärungen in 18 Themengebieten, die als "Teil A" (oder in schönem Neudeutsch "Track A") der Konsultierung der einzelnen Interessensgruppen in jener strategischen Ausrichtung münden wird, die auf der Wikimania in Montreal im August vorgestellt werden wird.

Diese Arbeit stellt jedoch nur ein Zwischenergebnis dar, das nun auf meta.wikimedia.org noch aufgearbeitet und präzisiert werden muss. Denn der tatsächliche Schritt dazu, die eigentlichen Themen für die Ausrichtung zu wählen, wurde auf der Konferenz nicht gesetzt, weshalb es auch in den nächsten Monaten wichtig sein wird, sich online in die Diskussionen (die hauptsächlich auf Englisch stattfinden) einzubringen.

Neben der Strategiearbeit gab es auch verschiedensten Arbeitsmeetings zu den momentanen Prozessen im Wikiversum, sei es die Zusammenarbeit der Chapter untereinander, die Zusammenarbeit mit der Wikimedia Foundation (WMF) oder die Zusammenarbeit mit externen Partnern.

Persönliche Notizen

Die Konferenz war für mich geprägt durch die vielen Kontakte zu Leuten aus den unterschiedlichsten Regionen der Welt, ähnlich einer Wikimania. Im Gegensatz zur Wikimania jedoch wird aus meiner Sicht deutlich intensiver an Ideen, Prozessen an Problemen gearbeitet, die auf internationaler Ebene stattfinden. Persönlich konnte ich gemeinsam mit Mattias Blomgren mit einem Workshop zum Aufbau eines Strategieprozesses in einer Organisation zum Wissensaufbau und -transfer der Konferenz beitragen.

Ein großer Schwerpunkt für mich war der Kontakt zu Teilnehmern aus Mittel- und Osteuropa, wo der gerade laufende internationale Artikelwettbewerb CEE Spring 2017 und das im September stattfindende CEE Meeting in Warschau. Es macht immer wieder Spaß, mit dieser Gruppe an gemeinsamen Ideen zu arbeiten, weil sie sehr viel Enthusiasmus mitbringen. Die vielen weiteren Gespräche mit Mitarbeitern der WMF, Freiwilligen der WMF-Gremien, Teilnehmern aus dem DACH-Raum und vielen anderen zeigten zudem auf, dass sich auch das Klima innerhalb der internationalen Zusammenarbeit deutlich gebessert hat, selbst eine gemeinsame öffentliche Erklärung der Vorsitzenden der Vorstände der Wikimedia-Chapter zur Unterstützung des Strategieprozesses findet sich darunter.

Daneben war auch die Arbeit im Strategie-Track zwar anstrengend, aber großteils zielgerichtet. Die Tendenzen vor der Konferenz, sich in den Bereichen Bildung, Engagement in Entwicklungsländern und dem vereinfachten Zugang zu den Wikiprojekten mehr einzubringen, wurden auf der Konferenz verstärkt, was man (wahrscheinlich) auch an der Gewichtung der Erklärungen (engl. "Statements") ablesen kann.

Notizen von Claudia

Was habe ich mit nach Berlin gebracht?

Nachdem WMAT oft als positives Beispiel für gelungene Grantanträge und -berichte angeführt wird, habe ich im Rahmen der sog. Learning Days der Pre-Konferenz einen Vortrag und einen Workshop über unsere Erfahrungen der letzten Jahre in diesem Bereich gehalten. Auf der Hauptkonferenz habe ich zusammen mit meinen Kolleginnen aus Großbritannien und den Niederlanden einen Vortrag zum Thema Mitarbeitermanagement gehalten, wobei ich in meinem Teil insbesondere auf die flexiblen Modelle kleinerer Organisationen wie WMAT eingegangen bin. Neben meinen Vorträgen habe ich mich insbesondere in den Strategie-Track eingebracht, wobei mir unsere Vorbereitung gemeinsam mit Vorstand und Community im Rahmen der Ideenwerkstatt sehr geholfen hat. Für diese Vorbereitung wurden wir auch gelobt und einige andere Wikimedia Organisationen wie WMCH planen ein ähnliches Modell.

Was hat mir die Konferenz gebracht?

Wie bereits im letztjährigen Bericht erwähnt ist der größte Mehrwert einer jeden Konferenz für mich stets die Gelegenheit, neue Kollegen und Freiwillige aus anderen Ländern und Communities persönlich kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und ein gemeinsames Verständnis für Themen und Herausforderungen zu entwickeln, die wir mit anderen Menschen und Organisationen im Wikiversum teilen. In diesem Jahr konnten wir vier neue Kolleg*innen im Rahmen der Runde der Geschäftsführer*innen begrüßen. Bei einem gemeinsamen Treffen ging es u.a. um die neue Safe-Space- und Event-Ban-Richtlinien, die wir laut unseren Verträgen mit der Foundation künftig bei unseren Veranstaltungen einführen müssen. Darüber hinaus konnte ich neue spannende Kontakte rund um Wikipedia for Peace knüpfen, dem Art+Feminism Team Feedback geben und mich mit Kollegen aus dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) zu aktuellen Themen austauschen. Auch der Hackathon war ein allgegenwärtiges Thema und unsere Ideen (Mentor*innen-Programm für Neulinge etc.) stießen auf reges Interesse.

Notizen von Raimund

Auswahl an Mitgenommenem aus besuchten Veranstaltungen:

  • Die Event Ban policy wird für WMAT (und zumindest auch WMDE und WMUK) auf folgende Schritte reduziert:
    • Wir bekommen von der Wikimedia Foundation formlos eine Liste der von Veranstaltungen ausgeschlossenen Personen (einschließlich Realnamen und Fotos). Wenn die Liste überarbeitet wird, schickt uns die Foundation die neue Version.
    • Wenn wir irgendeine Wikimedia-Veranstaltung unterstützen, schicken wir diese Liste an den Veranstalter weiter, mit a) der Bedingung, dass es den genannten Personen, die eine Gefährdung darstellen, nicht gestattet ist an der Veranstaltung teilzunehmen, und b) der Auflage, die in der Liste angeführten persönlichen Informationen vertraulich zu behandeln.
    • Davon unabhängig sind wir weiterhin verpflichtet, eine eigene Safe Space Policy auszuarbeiten und für von uns unterstützte Wikimedia-Veranstaltungen verpflichtend zu machen. (aus Arbeitsgruppe Safe space and event ban policies)
  • Es gibt eine neue Definition von Emerging Communities, die zugleich ein Abschied der vorherigen Zuordnung auf Grundlage von Global North/Global North und ähnlicher „externer“ Definitionen ist. (aus Session Community Capacity Development: Results and Future)
  • Die Wikimedia Foundation ist dabei ein neues Wikimedia Resource Center auf Meta einzurichten, das derzeit als Beta-Version besteht. Das Ziel ist es, alle Wikimedia-„Ressourcen“ wie z. B. Learning Patterns an einem Ort zu bündeln. Interessant könnte das in erster Linie für eine Einbindung der Ressourcen des Volunteer Support Network sein, in zweiter Linie für von WMAT erstellte Ressourcen. Ich habe entsprechend angeregt, dass die Ressourcen auch nach jeweiligen Ersteller auffindbar sein sollten, wenn es sich dabei um Chapter handelt. (aus Session Give feedback on the Wikimedia Resource Center)
  • Die Wikimedia Foundation hat, in erster Linie für den eigenen Gebrauch, eine Vielzahl an neuen gebrandeten Materialien nach den neuen visuellen Richtlinien erstellt. Dazu gehören z. B. Vortragsfolien, Briefköpfe, Kuverts. Die Materialien sind für unseren Gebrauch adaptierbar. (aus Session Introduction to Wikimedia Foundation brand materials (including what we learned))
Präsentationsfolien The 99 dimensions of community events

Veranstaltungen mit mir als Host:

Sonstige Treffen (Auswahl):

  • Christof und Julia (Wikimedia Deutschland)
    • Erfahrungsaustausch über Evaluation und Reporting.
  • Gereon (Wikimedia Foundation)
    • Austausch über Strategy-2030-Prozess.
  • Jenny (Wikimedia Schweiz)
    • Austausch über Vorstandsarbeit.
    • Austausch über Strategy-2030-Prozess.
  • Julian (Wikimedia Deutschland)
    • Hat Interesse „bilaterale“ Community-Treffen von Leuten aus dem DACH-Raum mit Leuten von außerhalb des DACH-Raums zu fördern bzw. zu initiieren und möchte diesbezüglich den Dialog mit WMAT aufrechterhalten.
  • Toni (Wikimedia Mazedonien)
    • Erfahrungsaustausch bzgl. Real-Life-Treffen mit dem Wunsch, sich gemeinsam dem Problem zu stellen, dass (mazedonische) Wikimedianer kein Interesse an solchen Treffen haben bzw. trotz niederschwelligen Angeboten nicht teilnehmen.
    • Erfahrungsaustausch bezüglich neuer WikiCamps für Neulinge in Mazedonien (Besonderheiten: starker Fokus auf Foto-„WikiExpeditions“ sowie auf die drei Projekte Wikipedia, Wikidata und Wikimedia Commons) und österreichischer Wikipedia-for-Peace-Camps.
  • Vira (Wikimedia Ukraine)
    • Beratung bzgl. Akkreditierungen aus Anlass des Eurovision Song Contest in der Ukraine.
  • div. Teilnehmer des Hackathons in Wien:
    • Vermittlung von Reise- und Teilnahmeinfos.


Berichte von der AdminCon 2017 in Salzburg

Erstmals gastierte die sogenannte AdminCon 2017, ein Treffen der deutschsprachigen Wikipedia-Community, das sich primär an Administratoren und solche, die es werden wollen, richtet, am vergangenen Wochenende in Österreich. Und dabei nicht irgendwo in Österreich – auf besonderes Betreiben von Man77, der sich dabei im Orga-Team engagierte und dem an dieser Stelle mein besonderer Dank gilt, fand das Treffen in der wunderschönen Stadt Salzburg statt. Dass diese Stadt nicht nur verkehrstechnisch ideal gelegen ist, sondern gleichzeitig auch perfekt als Kulturbotschafterin für Österreich glänzt, bewiesen die begeisterten Kommentare der deutschen Kolleginnen und Kollegen. Das großartige Orga-Team ließ dann auch nichts unversucht, diese Kulturbotschaft weiter in die Veranstaltung hineinzutragen, etwa indem bereits am ersten Abend der Wochenendveranstaltung mit dem Auftritt eines bezaubernden Streicher-Trios bestehend aus drei jungen Studentinnen des Mozarteums, die Musik Wolfgang Amadeus Mozarts in die Konferenzräume getragen wurde.

Natürlich wurde auch intensiv gearbeitet und nachgedacht, was ja der primäre Sinn einer solchen Veranstaltung ist, wobei aber stets der harmonische Ton des Willkommensabends über der AdminCon 2017 schwebte. So arbeiteten sich die gut 50:50 verteilten Admins und Nicht-Admins an typischen und atypischen Admin-Fragestellungen, wie etwa Löschdiskussionen und Sperrprüfungen, aber auch etwa Verstößen gegen das Prinzip der Anonymität, ab. Besonders gelungen fand ich insbesondere den Programmpunkt zur letztgenannten Thematik, der durch eine besonders interaktive, kleingruppengeleitete Konzeption aus dem Programm hervorstach und erstaunliche und teilweise auch befremdliche Ergebnisse zutage brachte. Die bunte Mischung der Themen, verbunden mit einem gut durchdachten Zeitplan und daraus resultierenden Gelegenheiten zum persönlichen Besprechen mit anderen Wikipedianerinnen und Wikipedianern machten die AdminCon 2017 in meinen Augen zum absoluten Erfolg und Maßstab für zukünftige AdminConventions. Auch wenn nicht jede AdminConvention in Österreich stattfinden kann und soll.

Eine ausführliche Dokumentation der inhaltlichen Schwerpunkte der AdminCon sowie das Protokoll der einzelnen Einheiten finden sich hier.

Plani, 20. Februar 2017


Ein wesentlicher Schwerpunkt der AdminCon 2017 lag im Bereich der Konfliktfelder und Konfliktfehler: "Wie können wir bessere Konflikte haben?" fragte Asaf Bartov von der Wikimedia Foundation bei seinen Workshops im vergangene Jahr in verschiedenen Ländern und Erdteilen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Dafür gibt es je nach Konfliktebene und Konflikteskalation verschiedene Lösungsansätze. "Komponenten des Konflikts" war daher am Samstag Nachmittag auch der Titel meines Beitrags zur AdminCon. Der Ansatz, nicht nur Administratoren für die Lösung von Konflikten verantwortlich zu machen, fand Anklang in den Diskussionen. Methoden der "außeradministrativen" Konfliktbewältigung innerhalb der Wikipedia wurden erörtert. Dazu zählen die Dritte Meinung und der Vermittlungsausschuss. Die Workshops zur Nichtadministrativen Konfliktbewältigung ("Guide Camps") haben die Idee des Einsatzes von "Moderatoren" innerhalb der Wikipedia hervorgebracht. Diese Idee wurde bei der AdminCon 2017 wiederbelebt.

Obwohl die Zeit zur Diskussion nach jedem Vortrag wie immer (zu) kurz war, zog sich das Thema Konflikte wie ein roter Faden auch durch die folgenden Vorträge und konnte von verschiedenen Seiten her beleuchtet werden. Der Vortrag von Neozoon zum Thema "Vandalismusmeldung" beleuchtete eine der in letzter Zeit am häufigsten genutzten Wikipedia-Seiten. Aber nicht nur Schülervandalismen landen hier, sondern auch sogenannte "Edit-Wars" zwischen langjährigen Benutzern, unpassender Umgangston und persönliche Angriffe bis Beleidigungen und Verstöße gegen die Anonymität der Benutzer. Die Seite sollte meiner Meinung nach schon längst "Konfliktmeldung" heißen. Flexible und angepasste Reaktionen der Admins könnten eher zur Konfliktlösung führen, als eine generelle Sperrung bestimmter Mitarbeiter.

Genauso umstritten ist das Thema Löschdiskussionen und Artikellöschungen, dem sich Kritzolina widmete. Die Anzahl der mit Löschantrag versehenen Artikel ist zwar in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen, die Löschquote, also die Anzahl der gelöschten Artikel im Verhältnis zu den behaltenen, dürfte aber gleich geblieben sein. Viele Artikel schmoren lange in der "Löschhölle", bevor über sie entschieden wird. Vermeiden die Administratoren diese "Minenfelder"? Sind die Entscheidungen schwieriger und die Diskussionen unübersichtlicher geworden oder gibt es bloß zu wenige Admins? Ausführliche und sachliche Löschbegründungen vermindern die Frustration der Beteiligten und erleichtern die Diskussion in der "Löschprüfung", wo einzelne Fälle in Revision gehen können.

Eine kleine "Trollologie" bot Alnilam in ihrem Vortrag über Benutzersperren. Anders als in der nordischen Sage treten aber die Trolle in der Wikipedia nicht nur kurz auf und verschwinden wieder, sie regenerieren sich und kommen immer wieder. Sie wechseln ihre Benutzernamen, können aber durch ihr auffälliges Verhalten meist schnell identifiziert werden. Sie bekommen von den Admins "Arbeitstitel" wie z. B. der "Klotroll", der in seinen Benutzernamen immer wieder das Wort "Klo" einzubauen versucht. Auseinandersetzungen mit Trollen reichen manchmal bis weit außerhalb der Wikipedia, wo die Administratoren manchmal bis ins Real Life nachverfolgt werden. Aber das ist schon das nächste Thema. Der Nachmittag über das Thema Konflikte war mit zwei Vorträgen von Adminas und zweien von Admins sehr ausgewogen strukturiert und ergab einen guten Überblick. Die Diskussionsbeiträge ergaben nicht nur ein Stimmungsbild zur Situation der Administratorinnen und Administratoren in der Wikipedia, sondern enthielten viele Lösungsmodelle und Verbesserungsvorschläge.

Beppo, 20. Februar 2017


So, meine erste AdminCon. Ich bin nur hingefahren, weil sich so viele Nicht-Admins angemeldet haben. Unter lauter AdminAs wäre ich mir mit meiner Admin-Performace etwas fehlt am Platze vorgekommen. Danke an Man77 für die eindringliche Erinnerung.

Ich habe in Salzburg viele persönliche Kontakte knüpfen können, tw. zu Menschen, die ich aus der WP schon seit Jahren kenne und schätze. Ein Gesicht zum Account hilft dann doch. Das war für mich der Kern des Treffens. Die Vorträge und Diskussionen waren für mich interessant, konkretes Hintergrundwissen zu Auswirkungen auf RL für mich neu, wenn auch nicht unerwartet. Im Detail war es hilfreich, wenn auch nicht prinzipiell neu, verschiedene Aspekte des Admin-Handbuchs durchzubesprechen. Interessant dabei waren die technischen Informationen zu z.B. IP-range Sperren.

Die Erfahrungsberichte standen mE unter dem Motto: Wie tuen andere Admins in konkreten Situationen. Sehr konkret die Handlungsmaximen von Rax. Interessant war der ANON Aspekt, einerseits im Workshop von Sargoth, und das Gefühl, viele hier sind sehr besorgt, keine Details aus dem RL preiszugeben (Vornamen, Beruf, Familie waren nicht Thema). Und mein ANON-clash gleich am ersten Abend wo AdminCon und RL aufeinanderprallten.

Prinzipielle Probleme in der WP und wie man sie denn lösen könnte, kamen eher nicht oder nur am Rande zur Sprache. In diese Richtung hätte ich mir mehr erwartet.

Die Selbstwahrnehmung der Adminschaft unterscheidet sich doch sehr von der Außenwahrnehmung (vulgo Adminbsshing). Nur drei zusätzliche Knöpfe und nix ist kaputtbar. Von Macht wenig Spur.

Die AdminCon hat mich motiviert, noch einen Versuch zu starten, als Admin aktiver zu sein. Danke an Itti, Alraunenstern und Man77 für die Orga.

Herzi Pinki, 16. März 2017


Als Teil der Orga und de facto als Gastgeber separier ich jetzt einfach meinen Bericht von denen der anderen Teilnehmer ;)

Zur inhaltlichen Ebene lass ich gerne den anderen den Vortritt in der Berichterstattung, berichten möchte ich insbesondere aus organisatorischer Sicht: Die AdminCon gastierte in diesem Jahr zum ersten Mal in Österreich, nachdem die bisherigen vier Ausgaben alle in der nördlichen Hälfte Deutschlands stattgefunden hatten. Mein Ziel bei der Übernahme einer Orga-Rolle war es, den „Schas“ weiter in den Süden zu holen, und zwar nicht zuletzt deswegen, weil die österreichische Adminschaft bisher nur kaum auf AdminCons Präsenz gezeigt hatte.

Dass man sich knapp, aber eben doch außerhalb des deutschen Bundesgebiets traf, kam erstmals auch WMAT eine tragende Rolle zu, und erstmals seit doch einigen Jährchen konnte sich WMAT als Gastgeber einer größeren deutschsprachigen Wikipedia-Veranstaltung beweisen. Für die tolle Unterstützung aus der Geschäftsstelle sowie durch einzelne Vorstandsmitglieder sei an dieser Stelle noch einmal gedankt. Ich glaube, dass 2017 in mancher Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt hat: Die Vorbereitungen liefen professioneller ab bzw. hatten einen professionelleren Rahmen, als ich dies von früheren AdminCons kenne, und geboten wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein absolut würdiges Umfeld, sodass Österreich, WMAT sowie die anwesenden Kolleginnen und Kollegen aus der heimischen Community positiv im Gedächtnis bleiben. Glaube ich. Und ich hoffe, dass man hier ansetzen kann und will, wenn die nächsten WikiCons, AdminCons und dergleichen im deutschsprachigen Raum anstehen.

Inhaltlich gingen wir auch einen etwas anderen Weg, der stärker daran ausgerichtet war, offene Diskussionen und Kenntniserwerb bzw. -austausch sowie die Dokumentation der administrativen Techniken zu forcieren, während wir Frontalvorträge bewusst auf ein Minimum reduzierten. Bewerten mögen dies die anderen Anwesenden.

Persönlich bleibt mir das durch die Bank positive Echo zur Veranstaltung an sich in Erinnerung, sowie – man wiederholt sich – einmal mehr die Gespräche im inoffiziellen Teil der Konferenz. Man freut sich, dass (so viel ich weiß) alles gutgegangen ist, und dass man vielen eine Freude gemacht hat. Und man ist zuversichtlich, den Schwung in mögliche zukünftige Veranstaltungen mitzunehmen, die noch organisiert werden müssen. Man77 (Diskussion) 19:13, 25. Feb. 2017 (CET)

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Beschlüsse und Informationen des Vorstands
8. und 15. Juni 2017
  • Beschluss: Es werden zwei Stipendien für das CEE-Meeting in Warschau ausgeschrieben und gefördert.
  • Beschluss: Es wurde die Erstellung von Grunddesign und Funktionalitäten für die Webseite zu WikiDaheim entsprechend Angebot in Auftrag gegeben.
  • Information: Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Österreich findet am 24. Juni 2017 ab 14 Uhr im Raum D im Museumsquartier statt.
11. und 23. Mai 2017
  • Beschluss: Es werden vier Mitglieder aufgenommen. Mitgliedsnummern: 2017051101, 2017051102, 2017052301 und 2017052302
  • Information: Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Österreich findet am 24. Juni 2017 ab 14 Uhr im Raum D im Museumsquartier statt.
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