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Version vom 1. August 2017, 12:39 Uhr von Raimund Liebert (Diskussion | Beiträge)

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Berichte von der Wikimania 2017

Persönliche Betrachtungen von Plani zur Wikimania 2017
Der Autor dieser Zeilen bei seinem Vortrag

Die Wikimania 2017 war für mich die dritte internationale Wikimedia-Konferenz, an der ich teilnehmen durfte (nach vorangegangenen Teilnahmen in Hongkong 2013 und London 2014). Besonders eindrücklich sind mir daher die Unterschiede zu vorangegangenen Wikimania-Konferenzen aufgefallen. Zunächst war klar, dass eine Wikimania auf dem Nordamerikanischen Kontinent eine Konferenz mit einer Vielzahl an Teilnehmern aus den Vereinigten Staaten sein würde. Dass diese allerdings nicht nur zahlenmäßig sondern auch thematisch klar die Wikimania in Montréal (also immerhin gerade nicht auf US-Territorium) dominieren würden, war dann doch etwas überraschend. Insbesondere bei den Keynote-Talks und auch bei einzelnen Veranstaltungen abseits davon war deutlich spürbar, dass die US-Amerikanischen Teilnehmer die Wikimania 2017 quasi als Heimspiel betrachteten, was den Fokus oft stark zulasten einer US-Perspektive verschob. Besonders deutlich spürbar war dies etwa bei der Keynote von Susan Herman, der Präsidentin der American Civil Liberties Union (ACLU), die eine starke Fokussierung auf die Rechtslage in den Vereinigten Staaten aufwies.

Abseits davon setzte sich ein Muster fort, das ich schon bei den vorangegangenen Wikimanias erkennen konnte: Die wichtigsten, informativsten und spannendsten Gespräche fanden nicht in den einzelnen Veranstaltungen, sondern abseits von diesen – meistens in den Kaffee- oder Mittagspausen – statt. So lernte ich etwa von begeisterten Wikidata-Enthusiasten neue nützliche Tools für die Bearbeitung von Wikidata kennen (und durfte meinerseits mein Wissen um bestehende Tools weitergeben). Im Gespräch mit zwei brasilianischen Wikipedianern konnte ich mich über die Schwierigkeiten austauschen, wenn in einer Sprachversion der Wikipedia mehr als eine Sprachgruppe zusammenarbeitet (wie etwa in der Portugiesischsprachigen Wikipedia oder eben bei uns in der Deutschsprachigen Wikipedia). Schließlich konnte ich auch noch offene Fragen zur Commons-Kategorisierung diskutieren und viele weitere interessante Gang- und Kaffegespräche führen.

Selbstverständlich waren aber auch die angebotenen Sessions selbst sehr interessant, wenngleich dort – wie in meinem eigenen Vortrag zum Thema Constitutional Court meets Wikipedia, zu Deutsch also Verfassungsgericht tritt Wikipedia (Vortragsfolien, Gesamter Vortrag als Video (Youtube), Foto siehe rechts) – primär die Wissensvermittlung vom Vortragenden an die Zuhörenden im Fokus stand. Der Raum für Diskussionen war in diesem Fall auch aus Zeitgründen meistens nur sehr begrenzt vorhanden. Es gab aber davon auch erfreuliche Ausnahmen, wobei ich im Folgenden Bericht auf eine davon näher eingehen möchte.

Bericht vom Birds of a Feather-Meeting der Wikipedians in Residence

Jene Wikipedianerinnen und Wikipedianer, die bereits Erfahrungen als Wikipedians in Residence (WiR) gemacht haben oder aktuell als solche in einer Institution tätig sind, trafen sich am Freitagvormittag im ersten Session-Block zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde und zum Erfahrungsaustausch unter der Leitung des brasilianischen Wikipedians in Residence David Alves. Mehrere gemeinsame Probleme wurden dabei angesprochen und diskutiert, beginnend bei so trivialen Themen wie der Wahl eines geeigneten Benutzernamens für den WiR-Account über die kritische Frage der Bezahlung von Wikipedians in Residence durch die jeweiligen Institutionen bis hin zur angedachten Gründung eines eigenen Netzwerks (etwa im Rahmen einer anerkannten Wikimedia User Group) für die Wikipedians in Residence (siehe hierzu Wikimedians in Residence Exchange Network). Die Gespräche waren äußerst intensiv und lehrreich. Insbesondere zeigten sie auf, dass wir alle vor ungefähr ähnlichen Problemen und Herausforderungen standen und die Größe oder Art der jeweiligen Residence-Institution dabei nur eine untergeordnete Rolle spielte. Ebenfalls zeigte sich, dass die bisherige Meinung, Wikipedians in Residence seien nur eine Form von GLAM-Kooperationen, nicht mehr haltbar ist, da Wikipedians in Residence derzeit bereits weit über das Feld von GLAM-Institutionen hinaus tätig werden (z.B. wie in meinem Fall an einem Gericht aber auch beispielsweise an biotechnischen Forschungseinrichtungen). Eine Abkopplung bzw. Emanzipation des Konzepts WiR von GLAM ist daher – z.B. im Rahmen der angedachten User Group – jedenfalls notwendig.
Weiterführende Hinweise: Folien der Diskussionsveranstaltung, Etherpad-Notizen

Plani, 16.8.2017

Ergebnisse der Community-Befragung 2017

Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer heurigen Community-Befragung!

Alle Ergebnisse gibt es hier:

Keeshond Sibirian Husky crossbreed puppy.jpg

Raimund Liebert, 13. Juli 2017


Einladung zur Community-Befragung 2017

ContemplativeKitten.jpg

Wie schon in den beiden vergangenen Jahren bitten wir auch heuer wieder um Teilnahme an unserer jährlichen Community-Befragung:

Die Befragung ist anonym. Die Ergebnisse helfen uns dabei, noch besser auf die Bedürfnisse speziell der österreichischen Wikimedianerinnen und Wikimedianer eingehen zu können. Die Ergebnisse veröffentlichen wir bis 14. Juli 2017 hier im Mitgliederwiki.

Vielen Dank für deine Teilnahme!

Vergangene Ergebnisse:

Raimund Liebert, 20. Juni 2017


Wikimedia Hackathon 2017: Ereignis, Erlebnis, Erfahrung

Wikimedia Hackathon 2017

Der Wikimedia Hackathon 2017 war ein sehr interessantes mehrtägiges Ereignis (Event) mit internationaler Wirkung und Ausrichtung, für mich ein beeindruckendes persönliches Erlebnis (erste Teilnahme bei einem Hackathon) und eine wichtige Erfahrung für meine weitere Tätigkeit als eingeschriebenes Vereinsmitglied des österreichischen Wikimedia-Chapters. Das ganze „Event team“, bestehend aus Annemarie Buchmann, Claudia Garád und Raimund Liebert, verstärkt durch Sonja Fischbauer, die sich speziell um das Mentoring-Programm kümmerte, hat hervorragende Arbeit geleistet, welche Respekt und Anerkennung verdient!

Der Konferenzort, das verkehrstechnisch günstig gelegene JUFA Hotel Wien City in 1110 Wien, Mautner-Markhof-Gasse 50 (ein Dreistern-Hotel), war eine gute Wahl. Es wird gerne von Schulklassen belegt, welche einige Tage in Wien verbringen. Das Hotel gehört zu einer größeren Kette, die mehr als 50 Etablissements in Österreich, Deutschland, Ungarn und dem Fürstentum Liechtenstein hat.

Die Online-Kommunikation der Teilnehmer(innen) wurde über den sicheren Messenger Telegram abgewickelt - die schon länger populäre WhatsApp-Alternative https://telegram.org/ verschlüsselt die komplette Kommunikation per 256 Bit AES und schützt so die Privatsphäre.

Ich nahm am „Wikimedia Movement Strategy Workshop“ teil, in welchem versucht wurde, Antworten zu fünf Fragenbereichen zu finden - siehe https://www.mediawiki.org/wiki/Project:Wikimedia_Strategy_2017 - mit Blick auf das Jahr 2030. Die Zielsetzungen sind sehr ambitioniert - alle Wikimedia-Projekte sollen bis dahin die weltweit verlässlichsten neutralen Quellen freien Wissens darstellen, die „Freiwilligenkultur“ soll massiv ausgebaut und verstärkt werden, dies auch in Weltgegenden, die bisher nicht erfasst wurden bzw. aus verschiedenen Gründen nicht erfasst werden konnten etc. Die „Wiener Zeitung“ führte zum Thema „Leben 2030“ einen „Future Challenge“-Videowettbewerb für Schüler und Schülerinnen durch - siehe http://www.wienerzeitung.at/futurechallenge/ - es gab rund 70 Video-Einreichungen, erarbeitet von Schulen aus ganz Österreich. Das Jahr 2030 wirft also schon jetzt seinen Schatten voraus- national und international! Der Historiker hat es bekanntlich leichter als der Prophet besagt ein bekanntes Sprichwort. Was die Zukunft tatsächlich bringen wird, wissen wir nicht, wir können aber schon heute Zukunftsstrategien entwickeln.

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn des Hackathons in Wien konnten die Teilnehmer(innen) bei „City Walks“ Wien näher kennenlernen. Ich optierte für den 1874 „provisorisch“ eröffneten Zentralfriedhof mit seiner 1908 bis 1911 von Max Hegele erbauten „Lueger-Kirche“ - siehe http://www.luegerkirche.at/ - in welcher Dr. Karl Lueger (1844 - 1910, Wiener Bürgermeister von 1897 - 1910) bestattet wurde. Dieser Jugendstilbau trägt seit dem Jahr 2000 den offiziellen Namen „Friedhofskirche zum Hl. Karl Borromäus“. Die Gräber von Beethoven, Schubert, Brahms, der Strauss-Familie etc. wurden fleißig fotografiert, ein Teilnehmer aus Jerusalem erklärte uns einige Inschriften auf dem Sektor des alten jüdischen Friedhofs. Am Abend konnte dann das Metalab in 1010 Wien, Rathausstraße 6, als „Hacker und Maker-Space“ besucht werden.

Ich machte mich vertraut mit dem Projektmanagement-Tool Phabricator - siehe https://phabricator.wikimedia.org - und nahm, assistiert von zwei freundlichen Mentoren, Installationen von MediaWiki an zwei Laptops vor, die unter Ubuntu und Linux Mint laufen. Alles klappte! Beeindruckt war ich, dass weltweit schon weit über 2.000 Extensions registriert sind, einige davon werde ich sicher nützen.

Die Vorträge zu den „Wikimedia Cloud Services“ und den „Open Knowledge Maps“ fand ich besonders interessant - das Projekt https://openknowledgemaps.org mit seinen ausgefeilten Visualisierungs-Features bildet einen großen Fortschritt bei der optimalen Darstellung und auch Vermittlung neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden, siehe auch https://github.com/OpenKnowledgeMaps. Man erfuhr auch viel Neues von Wikidata http://wikidata.org, betrieben von Wikimedia Deutschland - www.wikimedia.de. Wikimedia Deutschland fördert auch das „Freie Kinderlexikon“ - siehe www.klexikon.de - wo jede(r) mitschreiben kann. Die sehr nützliche „Wikimedia Commons Android App“ ermöglicht es Userinnen und Usern, Fotos von Android-Smartphones oder Android-Tablets direkt und schnell auf Wikimedia Commons hochzuladen, erhältlich ist sie unter https://commons-app.github.io.

Die Hackathon-Party am Samstag ab 21 Uhr in der „Arena“ soll toll gewesen sein, aus persönlichen Gründen konnte ich leider nicht an ihr teilnehmen. Die Fotos, die über Telegram bei mir eintrudelten, waren jedenfalls sehr lustig und stimmungsvoll. Fotos vom Hackathon kann man unter https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wikimedia-Hackathon_Vienna_2017 einsehen, Blogs vom Event unter https://phabricator.wikimedia.org/T165466 nachlesen. Es wurde bereits ein „Feedback Survey“ an alle Teilnehmer(innen)verschickt.

Das sehr gut vorbereitete Mentoring-Programm war in jederHinsicht erfolgreich - es war auch eine hervorragende Idee, die Mentoren mit Maria-Theresia-Talern zu beschenken, sie haben sich über diese Aufmerksamkeit, aber auch werthaltige Erinnerung an Wien, sichtlich sehr gefreut. Das Wiener Hackathon wurde von Google, zwei Fachhochschulen (FH Technikum Wien und der FH St. Pölten) und der Wirtschaftsagentur der Stadt Wien unterstützt.

Bei einem Hackathon hat man die Möglichkeit, mit zum Event angereisten Vertretern der Wikimedia Foundation aus Kalifornien in persönlichen Kontakt zu treten und sich etwa über Förderungen etc. aus erster Hand zu informieren. Auch der freundschaftliche Austausch mit den Repräsentanten der Wikimedia Chapters aus den Nachbarländern stellt eine wertvolle Gelegenheit zum Networking dar - oft ergeben sich aus solchen Gesprächen spätere Kooperationen bei einzelnen Projekten, die gemeinsam besser gelingen.

Igor Celman, 29. Mai 2017


So werden IP ernst genommen

Editathon an der Pädagogischen Hochschule in Eisenstadt

Nachdem die angehenden Geschichtslehrer bereits im letzten Semester regional interessante Artikel in Wikiversity, vollkommen auf sich allen gestellt und ohne Vorkenntnisse geschrieben haben, (siehe Kurs:Propädeutikum (WS 2016/17)) wollte der Projektleiter Dr. Brettl einen Editathon durchführen und ersuchte um Unterstützung. Das Problem war wie es immer in Schulen ist, der mögliche Zeitrahmen, denn im Gegensatz zu Hochschulen ist es an der Pädagogischen Hochschule und auch in Fachhochschulen nur in den vorgegebenen Stundenrahmen möglich Veranstaltungen durchzuführen. So waren insgesamt nur etwa eineinhalb Stunden zur Verfügung. Über das Thema und die Quellen kümmerte er sich, was ihm als Historiker nicht schwer viel. Er wählte einen sowohl regional als auch generell interessanten Artikel über das letzte Opfer am Eisernen Vorhang, nämlich w:Kurt-Werner Schulz, der nur mit einem kurzen Artikel in Wikipedia vertreten war.

Im Vorfeld organisierte er Quellen, eine der Studentinnen lud auch schon Themen entsprechend Fotos hoch, also alles gut vorbereitet. Es ergaben sich vier Gruppen zu je vier Studierende, die ich bisher auch nur von Wikiversity kannte und ihnen das erste Mal persönlich gegenüber stand. Die Zeit wurde gut genutzt und es entstand ein informativer Artikel in dieser Zeit.

Wie bei allen Veranstaltungen dieser Art speicherten wir den neu entstandenen Artikel unangemeldet unter der IP-Adresse der Hochschule. Sicherheitshalber schrieben wir noch den Kommentar: Überarbeitung durch PH Burgenland im Rahmen einer Lehrveranstaltung noch in der letzten Minute und ich versprach ihn zuhause sofort zu sichten.

Da allerdings hatte ich ein Aha-Erlebnis besonderer Art. Der Artikel wurde mit dem Argument -OR nach einer Minute zurückgesetzt - hier der Beleg [1] - So lernte ich die Erfahrung kennen, wie man bei Wikipedia mit IP-Adressen umgeht. Die Erklärung verlinke ich nur hier, selbst kann ich nur den Kopf schütteln. Ich setzte dann den Artikel neuerlich zurück und sichtete ihn. So sollte es wieder passen und es haben die Studierenden hoffentlich nicht mitbekommen :-(

K@rl (Diskussion) 18:36, 2. Mai 2017 (CEST)

Nachtrag: Auch das sind leider IP-Beiträge: Leider wurden am nächsten Tag, eine der Studierenden, die dankenswerter ein Foto bereits vorbereitet hochgeladen hat, ebenso wie ich der Geschichtsfäschung an mehreren Stellen bezichtigt, da der dargestellte Grenzstein gar nicht am Tatort stehe, sondern drei Kilometer entfernt sei. Obwohl keinerlei Zusammenhang im Artikel dazu steht - also reine Pöbelei, die man aber dank dynamischer IP nicht verhindern kann.

K@rl (Diskussion) 13:44, 3. Mai 2017 (CEST)


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Nachrichten

Agenda
22.07. bis 01.08. Wikipedia for Peace in Jenbach
09.08. bis 13.08. Wikimania in Montreal
05.09. Wikipedia-Beratung in Wien


Ergebnisse von Fotoaktionen

Details: mit dem Mauszeiger über das Bild fahren.


Beschlüsse und Informationen des Vorstands
22. und 24. Juni 2017
  • Beschluss: Es werden zwei neue Mitglieder aufgenommen. Mitgliedsnummern 2017062201 und 201706220
  • Beschluss: Es wurden neue Unterstützungsrichtlinien mit Wirkung ab 1. Juli 2017 beschlossen. (Details siehe unter:
  • Beschluss: Es wurden Veranstaltungsrichtlinien mit sofortiger Wirkung beschlossen (Details siehe unter:
  • Information: Es werden wieder Sonderpreise zum Tag des Denkmals ausgelobt.
  • Information: Im Zuge der Hauptversammlung vom 24.Juni 2017 wurden nach dem Rücktritt des bisherigen Obmanns Kurt Kulac die entsprechend kooptierten Vorstandmitglieder, Alexander Wagner als Obmann, Philip Kopetzky als Obmann-Stellvertreter und Ulli Zeller als Beirätin bestätigt. Zusätzlich wurden von der Hauptversammlung für die neu geschaffenen Beiratspositionen Magdalena Reiter und Friedrich Schipper gewählt.
8. und 15. Juni 2017
  • Beschluss: Es werden zwei Stipendien für das CEE-Meeting in Warschau ausgeschrieben und gefördert.
  • Beschluss: Es wurde die Erstellung von Grunddesign und Funktionalitäten für die Webseite zu WikiDaheim entsprechend Angebot in Auftrag gegeben.
  • Information: Die Mitgliederversammlung von Wikimedia Österreich findet am 24. Juni 2017 ab 14 Uhr im Raum D im Museumsquartier statt.
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