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Nachrichten/2018

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Bericht zu +WAFtreff Salzburger Orgellandschaft

Das Treffen des WikiAlpenforums in Salzburg war schon lange angekündigt gewesen und fand schließlich vom 2. bis zum 4. November statt. Als Teil der WAF-Orga bin ich der Einladung gerne gefolgt, allerdings sei dazugesagt, dass ich planerisch nicht an dem Event beteiligt war. Das zeigt aber auch, dass die Organisation von Alpenforum-Events dezentral durchaus gut funktionieren kann und eine Miteinbeziehung von zu vielen Personen eher vermieden werden sollte.

Ich kam, durch meinen „Umweg“ über Süd- und Osttirol, etwas später als der größte Teil der Teilnehmenden in Salzburg an, nämlich am Freitagabend, und stieß dort sogleich zum gemeinsamen Abendessen mit dem Salzburger Stammtisch und Salzburgwiki, mit vielen alten und neuen Gesichtern. Zum Programm vom Freitag kann ich also nicht viel sagen, aber ich habe nur Gutes gehört.

Nach einer kurzen Nacht verlangte das volle Programm des nächsten Tages den Teilnehmenden viel Aufmerksamkeit und Aufnahmefähigkeit ab. Als Musikliebhaber und -student kam ich freilich ganz auf meine Kosten: Die beeindruckende Orgellandschaft und ausführliche Erläuterungen zur Harmonik (für mich nichts Neues, aber hier mit mehr Praxisbezug) machten den Anfang, in Verbindung mit der Darbietung alter Orgelwerke – also bestes Infotainment. Am Nachmittag erhielten wir Einblick in ein altes Bürgerhaus mit Mozartbezug; unser kundiger Guide Josef Wallnig konnte uns vielfältige Informationen zur Stadtgeschichte, zu Mozart und zu musikalischen Institutionen in Salzburg geben. Der Gang durch das Haus war auf jeden Fall eine schöne Zeitreise in Mozarts Zeit. Doch mit alledem noch nicht genug, stand am Abend noch der Besuch des Mozarteums mit der Vorführung alter Klaviere (und verwandter Instrumente) auf dem Programm. Die Expertise von Wolfgang Brunner verschaffte uns gute Einblicke in Musikgeschichte und Instrumentenbau; auch beim gemeinsamen Abendessen konnte ich weiter davon profitieren. An diesem Abend entstanden im Salzburger Dom auch noch einige hochwertige freie Tonaufnahmen für Commons, die unsere Audioexperten mit viel Geduld dankenswerterweise angefertigt haben.

Nach einer weiteren kurzen Nacht war am Sonntagmorgen endlich auch Zeit, auf der Grundlage der vergangenen Tage mit Wikipedia-Arbeit zu beginnen – gerne hätte ich mehr davon gehabt, gerade weil ich im November ansonsten kaum Zeit für Artikelarbeit hatte. Von mir entstanden in der Zeit zwei Musikerartikel (Franz Sauer (Organist) und Yeonju Sarah Kim), einige Kollegen waren noch fleißiger und konnten der Salzburger Orgellandschaft zu gebührender enzyklopädischer Behandlung verhelfen. Den Programmabschluss machte am Sonntag der Gang durch das DomQuartier und eine weitere Vorführung eines historischen Instrumentes, des Claviorganums, im Museum.

Alles in allem also ein sehr intensiver musikalischer WAF-Termin, der sich gerade auch durch die entstandenen Tonaufnahmen als besonders ertragreich erwies!

von XanonymusX, 25.11.2018


Bericht vom Jurytreffen des Schreibwettbewerbs in Nürnberg

Das Jurytreffen des 29. Schreibwettbewerbs fand vom 26. bis 28. Oktober in Nürnberg statt. Besonders freute ich mich darauf, Mautpreller und Miraki kennenzulernen - leider musste letzterer krankheitsbedingt absagen, er hatte jedoch vorab allen Juroren seine ausführlichen Bewertungen geschickt, die auch in das Gesamtergebnis eingeflossen sind. Aber auch die anderen teilnehmenden JurorInnen stellten sich als sehr interessante Menschen heraus (bis dahin kannte ich nur Holder). Als Vorarbeit mussten wir alle Artikel aus der eigenen Sektion, in meinem Fall Gesellschaft, lesen und uns mit dem Co-Juror auf zwei bis drei Anwärter für die Gesamtwertung einigen. Diese tauschten wir mit den Juroren der anderen Sektionen aus und mussten nun diese Auswahl der anderen Sektionen lesen. Die weitere Reihung innerhalb der Sektion konnte man sich mit seinem Co-Juror vorher oder während des Treffens ausmachen.

Am Freitag Abend trafen wir uns in einem nahe dem Hotel gelegenen thailändischem Restaurant, in dem wir die einzigen Gäste waren (nicht etwa, weil es so schlecht wäre, sondern weil die Umgebung des Hotels aus Bürogebäuden besteht, die Straßen waren gespenstisch leer, ab und zu drehte ein Wachdienst seine Runde). Der Samstag Vormittag begann mit zwei Vorstellungsrunden: erst wir uns, dann die jeweiligen Sektionsfavoritenartikel. Das Mittagessen war etwas verwirrend; nach einem Rundgang um das große Buffet dachte ich schon, verhungern zu müssen, nahm mir in einem zweiten Rundgang dann doch von der einen oder anderen interessanten, aber nicht meinen Geschmack treffenden Kreation etwas auf den Teller, um mich quasi sattzukosten. Den anderen ging es offenbar ebenso, und dann entdeckte Siesta das kleine, unscheinbare, abseits liegende Buffet mit den eigentlichen Hauptspeisen. (Das also so als Tip, falls wieder einmal jemand in das Hotel kommt. ;-))

Den Nachmittag verbrachten wir mit Diskussionen um die Gesamtreihung. Wir schafften es dann auch noch, die Begründungen für die Bewertungen gemeinsam zu formulieren, womit wir so gegen 20 Uhr fertig waren und dann zum Abendessen gingen (diesmal gab es kein Buffet). Am Sonntag Vormittag hatten wir dann praktisch nichts mehr zu tun, wir frühstückten ausgiebig und dann fand, nachdem es saukalt (4° lt. meinem Handy), verregnet und windig war, mehr oder weniger allgemeiner Aufbruch statt, es hat wohl auch keiner mehr daran gedacht, dass wir eigentlich noch ein Mittagessen im Hotel gehabt hätten.

Da der Termin naturgemäß recht kurzfristig ausgemacht wurde, freute ich mich zunächst, zumindest für die Rückfahrt ein Sparpreisticket bekommen zu haben, für die Hinfahrt kaufte ich ein Ticket mit der Vorteilscard. Da ich mir vorgenommen hatte, ein paar der vielen, in den Denkmallisten noch unfotografierten Objekte zu fotografieren, kaufte ich mein zuggebundenes Ticket für die Rückfahrt erst für (ca.) 16:30 Uhr. Da das Wetter, wie gesagt, für eine Stadtbesichtigung und fürs Fotografieren völlig ungeeignet war und zu Mittag nur mehr Siesta und ich fröstelnd übrig waren und ich meine (danach fast zwei Wochen dauernde) Erkältung schon kommen spürte, entschloss ich mich, das Sparpreisticket verfallen zu lassen und zusätzlich ein Ticket mit der Vorteilscard zu kaufen, sodass ich um 14:30 als letzte abfahren konnte. Im Zug musste ich dann noch dreimal meinen Platz wechseln, da ich einerseits für diesen Zug keine Platzkarte hatte, andererseits die Anzeige im ICE nicht funktionierte und ich immer Plätze erwischte, wo dann bei der nächsten Station jemand kam, der ihn reserviert hatte. Aber irgendwas funktioniert ja in den ICEs immer nicht, und so war ich froh, dass sie wenigstens heißes Wasser für Tee hatten (fällt auch gerne aus). Schließlich war ich dann noch froh, dass ich keine Zugbindung hatte, denn so konnte ich in Linz meine obligatorische Pause einlegen: vom Bahnhof zum Schillerpark gehen, echtes Bosna kaufen und am Weg zum Bahnhof essen, mit dem nächsten Zug weiterfahren. :-) Ich kaufe keine Sparpreistickets mehr. In Wien hatte es dann übrigens fast 20°, der Unterschied war echt heftig. --Häferl (Diskussion) 06:13, 11. Dez. 2018 (CET)


WikiDaheim 2018 – Ergebnisse

WikiDaheim (wikidaheim.at) 2018, die zweite Ausgabe des österreichweiten Fotowettbewerbs zur Sammlung von Bildern aus allen Regionen und Gemeinden des Landes, um damit Wikipedia zu bebildern, ist zu Ende. Aus mehr als 14.000 Fotografien von 181 Fotograf*innen wählten Vor- und Hauptjury die Gewinner und wir freuen uns, die Preisträger und ihre Werke präsentieren zu dürfen:

In Kooperation mit dem Bundesdenkmalamt wurden ausgewählt und werden ausgezeichnet:

Um den Jahresauftakt 2019 feierlich zu begehen und die großartige Arbeit der ehrenamtlichen Fotograf*innen zu würdigen wird es wieder eine Preisverleihung in den Räumen des Bundesdenkmalamtes in der Wiener Hofburg geben:

  • Termin: Donnerstag, 24. Jänner 2018 (genaue Beginnzeit folgt)
  • Ort: Ahnensaal, Räumlichkeiten des Bundesdenkmalamts, Hofburg, 1010 Wien

Wir bitten um Anmeldung bis 14. Jänner 2018 an verein@wikimedia.at. Es gelten die Veranstaltungsrichtlinien von Wikimedia Österreich.

Manfred Werner für das Team von WikiDaheim, 7. Dezember 2018, Aktualisierung (BDA-Ergebnisse) am 14. Dezember 2018


Bericht von der Generalversammlung des Vereines "KellergassenführerInnen im Weinviertel"

Der Obmann des Vereines „KellergassenführerInnen im Weinviertel“, Prof. Dr. Joachim Maly, den ich beim Symposium „Kulturlandschaft Kellergassen Weinviertel“ (26. bis 28. Oktober 2018 in Poysdorf) kennengelernt habe, hat mich zur Generalversammlung des Vereines eingeladen. Diese fand am 28. November 2018 in Seefeld-Kadolz statt.

Im Rahmen der mit etwa 50 Teilnehmern sehr gut besuchten GV war u.a. zu erfahren, daß sich der Verein um die Anerkennung der Kellergassen als UNESCO-Welterbe bemüht. Dazu stellt sich mir die Frage, ob und in welcher Form Wikimedia Österreich diese Bemühungen des Vereines unterstützen könnte.

Beim letzten Tagesordnungspunkt „Allfälliges“ hatte ich Gelegenheit, unser Kellergassenprojekt vorzustellen und um Mitarbeit der Kellergassenführer für das Fotoprojekt zu werben. Ich habe mich als Mentor für den Einstieg in diese Materie angeboten und Interessierte gebeten, sich bei mir eine Visitenkarte abzuholen. Das Interesse hat meine Erwartungen übertroffen, die mitgeführten Visitenkarten wären mir fast ausgegangen. Zu erwarten bleibt natürlich, wie viele Kellergassenführer mich tatsächlich kontaktieren werden ...

Manfred Kuzel, 29.11.2018

Bericht von der Jurysitzung von Wiki Loves Monuments Deutschland 2018

Auch in diesem Jahr fand in Deutschland der Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments statt, für ich vom 19.-21. Oktober an der Jury teilnahm. Wir verbrachten ein Wochenende in einem abgedunkelten Raum und konnten am Ende die Sieger festlegen:

Neben Fotos wurden zusätzlich Kugelpanoramen bewertet:

Ailura, 28.11.2018

Workshop ÖBL der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Am 23. November 2018 fand in den Räumen der ÖAW ein Workshop über die Biografie in Lexikas statt, zu dem auch Wikimedia Österreich eingeladen wurde. Einerseits wurden neue Biografische Lexikas bzw. Fortschritte bestehender Lexikas vorgestellt. Andererseits erhielten wird die Möglichkeit die Wikipedia-Welt näher vorzustellen.

Im Rahmen dieser Vorstellungen erfuhren wir auch die verschiedene Vorgehensweise in Bezug auf Relevanz bzw. Aufnahmekriterien, wie Sterbedatum bis zu einem Stichtag oder bei lebenden Personen Mindestalter und einer Auszeichnung. Da die verschiedenen Einrichtungen an finanzielle Rahmenbedingungen gebunden sind, haben auch diese die Probleme mangels Personal einer möglichst zeitnahen Wartung. So hört man schon manchmal, dass man stolz sei, bei einer Sterbemeldung schneller als Wikipedia zu sein :-).

Abgesehen von verschiedenen anderen Merkmalen ist ein grundlegender Unterschied zu den Lexikas und Wikipedia dahin zu sehen, dass eben Wikipedia nur sprachlich gebunden ist und geografisch grenzenlos ist, während sich die Lexikas eher auf ihre geografischen Raum zur passenden Zeit zurückziehen und so von einer Person in ihrem Leben verschiedene geografische Schwerpunkte auch in verschiedenen Lexikas abgebildet werden. Übrigens eine Linie, die auch das RegiowikiAT, das sich ja auch auf das Gebiet des heutigen Österreichs beschränkt, verfolgt.

Im Gegensatz zu Wikipedia versuchen die meisten nach wie vor eine Printausgabe zumindest bis auf weiteres aufrecht zu erhalten und in ihrem mittelfristigen Planungen berücksichtigen.

Interessant auch der technische Aspekt, dass zahlreiche Lexikas auch MediaWikis verwenden, wie beispielsweise das [http:://historisches-lexikon.li Historische Lexikon von Liechtenstein] oder auch das Biograficky slovnik ceskich zemi und natürlich das Wien-Geschichte-Wiki.

Nach der Mittagspause stellte Arno die Welt rund um Wikipedia dar - was in dieser Tiefe keinem der Teilnehmer bewusst war aber sehr interessiert aufgenommen wurde, sodass sich die weitere Diskussion eher um dieses Thema drehte. Die jenigen, die schon mit dem Bearbeitungsknopf Erfahrungen machten, berichteten über die leider von uns ja ebenfalls gemachten Beobachtungen. Das heißt, tatsächlichen Wissenschaftern, auch wenn sie Belege bringen, gelingt es oft nicht, Artikel richtig zu stellen, da sie von "Vandalenjägern" immer wieder zurück gesetzt werden. Damit werfen sie nach kürzester Zeit wieder das Handtuch.

Alles in allem durchaus interessante Begegnungen und Erfahrungen und eine weitere und vielleicht auch vertiefte Zusammenarbeit wäre empfehlenswert.

Karl Gruber, 26.11.2018


Bericht vom Symposium Kellergassen Kulturlandschaft Weinviertel

Vom 26. bis 28. Oktober 2018 habe ich am Symposium Kellergassen Kulturlandschaft Weinviertel in Poysdorf teilgenommen.

Programm


Das vollständige Programm ist hier abrufbar.

Freitag, 26. Oktober 2018

Den Weg in die richtige Richtung zeigte er am Beispiel der Schweiz auf, wo im ISOS eine Fülle schützenswerter Ortsbilder von nationaler Bedeutung erfasst sind. Auch historische Verkehrswege der Schweiz sind im IVS erfasst.
  • Johann Kräftner nahm in seinem Beitrag Bezug auf seine einschlägigen Publikationen.

Den Abschluß des Abends bildete ein Empfang des Landes Niederösterreich. Dabei lief eine Live-Demo mit beeindruckenden Luftaufnahmen von jenen beiden Kellergassen, deren Besuch für den 28. Oktober vorgesehen war.

Samstag, 27. Oktober 2018

Der Vormittag war den Themen „Erforschung & Erschließung“ und „Schutz & Steuerung“ gewidmet.

  • Eingangs verwies Nina Kalina vom Amt der NÖ Landesregierung auf die Unterstützung des Landes für Projekte, die der Erhaltung und Revitalisierung der Kellergassen und ihrer Objekte dienen.
  • Gerold Eßer verwies auf einschlägige Literatur zum Thema „Schutz“ und ging dabei auf die zahlreichen denkmalgeschützten Presshäuser in der „Kellergasse Aspersdorf / Kirchberg“ und die „Kellergasse Obere Zipf“ in Mailberg ein. Der „Obere Zipf“ mit seinen 20 Presshäusern steht als einzige Kellergasse komplett unter Denkmalschutz. Er verwendete für die Präsentation Fotos aus Commons.

In den anschließenden Fachvorträgen erfuhren die Teilnehmer interessante Details zu den einzelnen Themen:

Den zweiten Vortragsblock am Vormittag „Schutz & Steuerung“ moderierte Peter Strasser, Leiter des Zentrums für Kulturgüterschutz und Projektleiter „UNESCO Welterbe“ an der Donauuniversität Krems.

  • Paul Mahringer vom BDA referierte über den kulturellen Wert und die Schutzmöglichkeiten am Beispiel der Kellergasse „Oagossen“ in Falkenstein.
  • Die Architekten Gabriele und Alexander Jirout erläuterten, was für die Erhaltung der Kellergassen erforderlich ist und gingen dabei u.a. auf den Bebauungsplan als Beitrag der Gemeinde ein. Bei der Renovierung eines Presshauses ist auf das richtige Material zu achten (z.B. Lehmputz versus Kalkputz), weshalb ein Bausachverständiger in die Planung einer Renovierung mit einbezogen werden sollte.
  • Martina Scherz, Sachverständige für Raumplanung, ging auf den Flächenwidmungsplan als Steuerungsinstrument der Raumplanung für die Erhaltung der Kellergassen am Beispiel von Gedersdorf ein.
  • Sibylla Zech erläuterte den Managementplan für die Kulturlandschaft „Kellergasse“ zur Anerkennung als Welterbe.

Am Nachmittag wurden die Themen „Erhaltung & Weiterentwicklung“ und „Nutzung & Vermittlung“ behandelt.

  • Zuzana Syrová vom Institut für Denkmalpflege Brünn beschrieb als Beispiel für die Erhaltung der Kellergassen und ihrer Objekte die „Weinberggebäude in der Kulturlandschaft Südmähren“, wie etwa in Uherské Hradiště. Der in tschechisch gehaltene Vortrag wurde von Alexander Jirout übersetzt.
  • Hannes Weissenbach von den Restaurierwerkstätten des BDA in der Kartause Mauerbach zeigte in seinem Vortrag „Materialgerechte Erhaltung von Presshäusern“ einige Fehler auf, die bei der Fassadenrestaurierung durch die Verwendung ungeeigneten Materials oftmals gemacht werden. Er empfiehlt daher, bereits im Planungsstadium einer Restaurierung einen Bausachverständigen zu konsultieren.
  • Die Ausführungen von Hannes Weissenbach wurden von Hubert Feiglstorfer und einigen weiteren Vortragenden im Beitrag „Strategien für die Erhaltung von Lehmbauten“ untermauert. Die Vortragenden kamen vom Institut für „Angewandte Geologie“ der BOKU.
  • Den letzten Vortrag des Themenblocks „Erhaltung & Weiterentwicklung“ bestritt der Holz- und Lehmbauplaner Andreas Breuss mit seinem Beitrag „Potenziale der Entwicklung von Kellergassenensembles“.
  • Im zweiten Themenblock „Nutzung & Vermittlung“ kam der zertifizierte Kellergassenführer Manfred Breindl von der Poysdorfer Kellerakademie zu Wort. Er referierte „Aus der Kulturarbeit: In-Wert-Setzung des Weinviertler Kulturerbes“.
  • In seinem Vortrag „Nutzungspotenziale von Kulturlandschaften für den Tourismus“ zeigte Johannes Pleil von der Weinviertel Tourismus GmbH die bestehenden Möglichkeiten auf und leitete zum letzten Fachvortrag über.
  • Thomas Schauppenlehner vom Institut für Landschaftsentwicklung an der BOKU referierte zum Thema „Kulturlandschaft im Wandel - traditionelles Landschaftsbild, Nutzungsansprüche, Herausforderungen“. Unter anderem berichtete er über einen Hohlweg, der mit Bauschutt verfüllt war und der wieder freigelegt wurde um der Flora und Fauna ihren Lebensraum zurückzugeben.

Der im Programm vorgesehene Abschlußvortrag von Erwin Pröll mußte entfallen, weil der Referent einen Rehabilitationsaufenthalt antreten mußte. Mit einem Empfang der Stadtgemeinde Poysdorf endete dieser informative Tag.

Sonntag, 28. Oktober 2018 Den Abschluß des Symposiums bildete eine Exkursion in die Kellergasse "Alte Geringen" in Ketzelsdorf (Gemeinde Poysdorf) und das Kellerensemble „Loamgstettn“ in Ameis (Gemeinde Staatz). Unter der sachkundigen Führung von Oliver Fries wurden jeweils 2 Presshäuser mit Baum- und Spindelpressen besucht, die er untersucht hatte. Auch der Unterschied der Keller je nach dem Stand der ursprünglichen Besitzer (Herrschaftskeller, Ganzlehner, Viettellehner, Kleinhäusler) wurden erklärt bzw. an vorhandenen Objekten demonstriert.

Zusammenfassung


Sachlich

Es steht außer Zweifel, daß es sich bei den Kellergassen um eine erhaltenswerte Kulturlandschaft handelt, die das Weinviertel prägt. Da die einzelnen Objekte (Presshäuser) wegen neuer Produktionsmethoden und Lagermöglichkeiten ihren ursprünglichen Nutzungszweck verloren haben, stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten den Weiterbestand sichern könnten. Dazu wurde in den Referaten insbesondere auf folgende Themen eingegangen:

Erhaltung der einzelnen Objekte

Unsachgemäße Eingriffe in die bestehende Bausubstanz sind tunlichst zu vermeiden. So sollte etwa die Fassadenrenovierung möglichst in Absprache mit einem Bausachverständigen erfolgen.

Erhaltung der Kellergasse

Die Kellergasse als Bauensemble kann nur erhalten werden, wenn sie belebt bzw. besucht wird. Dazu wurden folgende Möglichkeiten aufgezeigt, die bereits an einigen oder mehreren Standorten erfolgreich umgesetzt wurden bzw. werden:

Jede einzelne Gemeinde ist dazu aufgerufen, den Charakter der Kellergasse zu erhalten:

  • Flächenwidmungsplan
  • Bebauungsplan
  • Nächtigungsmöglichkeiten - etwa in einem Kellerstöckl oder einem adaptierten Dachgeschoß ohne sichtbare Veränderung der Außenansicht - ist erwünscht, kompletter Umbau des Presshauses ist tunlichst zu unterbinden).

Positive Auswirkungen der Erhaltung und Belebung

Von der Erhaltung und Belebung der Kellergassen profitieren die Gastronomie, die Hotellerie (insbesondere bei mehrtägigen oder Abendveranstaltungen), die Weinwirtschaft sowie der Handel und somit die ganze Gemeinde.

persönliche Eindrücke und Kontakte

  • Das Symposium war höchst interessant und es wurde darin auch mehrfach auf unsere Projekte "Liste der Kellergassen" und "Fotoprojekt Kellergassen" hingewiesen.
  • Im Verlauf des Symposiums konnte ich in Gesprächen mit Gerold Eßer und Paul Mahringer vom BDA eine funktionierende Kooperation des BDA mit Wikimedia Österreich bzw. Wikipedia feststellen.
  • Einige Referenten haben in den begleitenden Bildpräsentationen zu ihren Vorträgen Fotos aus Commons verwendet und die Quelle angegeben.
  • Einer der Referenten (der Bauforscher Oliver Fries vom Büro für Bauforschung & Denkmalpflege in Tulln) hat mir den Band 67 des Jahrbuches für Hausforschung (ISBN 978-3-7319-0712-1) verehrt, in dem ein Artikel von ihm mit einem Foto eines Presshauses von mir (sauber mit Lizenz versehen! :-) ) enthalten ist. Gleichfalls von ihm habe ich die Broschüre "Garser Burgen - Herrschaftsmittelpunkte vom Frühmittelalter bis zur Neuzeit" (ISBN 978-3-85028-731-9) erhalten, das mir bei der Erstellung und/oder Überarbeitung einschlägiger Artikel unschätzbare Dienste erweisen kann. Mit ihm bin ich mittlerweile auch auf Facebook in Kontakt und habe ihm mitgeteilt, daß er für WP ein stets willkommener Text- und Bildautor wäre.
  • Joachim Maly, der Obmann der Poysdorfer Kellerakademie hat avisiert, mich zu einer der nächsten Vorstandssitzungen einzuladen um einen Kontakt der Kellergassenführer mit WP herzustellen.

Manfred Kuzel, 4.11.2018


GLAMWiki goes Tel Aviv

GLAMWiki Conference in Tel Aviv-Jaffa 2018

Vom 3. bis 5. November fand heuer die GLAMWiki Conference in Tel Aviv-Jaffa statt. Im Mittelpunkt stand wie der Name schon sagt sogenannte GLAM (Galleries, Libraries, Archives & Museums) Projekte im Wikiversum. Teilgenommen haben über 100 GLAM-Aktivist*innen aus mehr als 30 Ländern - wobei ein besonderes Augenmerk auf regionale Diversität gelegt wurde sowohl bzgl. der Teilnehmer*innen, als auch unter den Vortragenden. Seitens WMAT waren Thomas Planinger und Claudia Garád vor Ort.

Diese vielfältigen Perspektiven erlaubten auch eine breiteren Zugang zur Frage, was eigentlich alles zum Thema GLAM dazu gehört und es wurde schnell klar, dass in vielen Teilen der Erde die Dokumentation und Digitalisierung von Kulturerbe nicht nur über klassische Gedächtnisorganisationen westlichen Vorbilds erfolgen kann. Eine schöne Übersicht über solch innovative Ansätze gab es aus lateinamerikanischer Sicht im Panel Re-defining GLAM Program. Da für uns in Österreich GLAM auch eine Querschnittsaktivität ist, die sich durch alle Programme zieht - von Fotoaktionen bis hin zu Universitätsprojekten - und da Thomas als Wikipedian in Residence am Verfassungsgerichtshof auch als einer der Ersten jenseits der klassischen GLAM Institutionen aktiv war, waren ähnliche Zugänge aus anderen Teilen der Welt besonders bereichernd.

Schön war auch zu sehen, wie sich die internationale Wikisource Community seit der von WMAT ausgerichteten Wikisource Konferenz 2015 in Wien entwickelt hat: So findet Wikisource mittlerweile nicht nur selbstverständlicherweise Erwähnung im Eröffnungsvortrag von Katherine Maher, sondern eine neu geschaffene Stelle der Wikimedia Foundation soll die wichtige Arbeit der Wikisource Community künftig noch gezielter unterstützen -  insbesondere in den sogenannten Emerging Communities, wo Wikisource eine zentrale Quelle für Freiwilligenarbeit darstellt. Es freut uns, wenn wir mit der Organisation der Konferenz einen kleinen Beitrag zu dieser Entwicklung beisteuern konnten.

Ein besonderer Fokus lag während der gesamten Konferenz auf dem Sammeln und Pflegen von Metadaten aus GLAM-Institutionen. Hier wurde wieder einmal deutlich, welche große Bedeutung Wikidata mittlerweile im Wikiversum einnimmt und auf welche - teilweise erstaunliche - Begeisterung dieses Projekt auch bei den GLAM-Partnerinstitutionen stößt. Wikidata hat sich bereits jetzt einen Fixplatz unter den am häufigsten bearbeiteten und umfangreichsten Projekten des Wikiversums gesichert und wird in den kommenden Jahren gerade in Kooperationen mit GLAM-Institutionen noch deutlich an Bedeutung zunehmen. Deshalb werden wir diese Entwicklungen mit Spannung verfolgen und möchten unsere sehr engagierte österreichische Wikidata-Community auch weiterhin pflegen und ausbauen.

Weitere Themen und Projekte, die wir im Rahmen der Konferenz auf der Agenda hatten:

  • Die Möglichkeit eines gemeinsamen GLAM-Events mit Kulturhackathon an der FH St. Pölten 2020 als Kooperation von Wikimedia, Open Knowledge und Open GLAM.AT
  • Die Möglichkeit einer Anbindung von WikiDaheim als Pilotprojekt an das Structured Data on Commons Projekt
  • Die Idee 1Lib1Ref in Österreich prominenter voran zu treiben
  • Feedback der internationalen GLAM-Community zum Strategieprozess der Wikimedia Bewegung
  • Die Entwicklung eines Leitfadens für Wikipedians in Residence in Österreich mit besonderem Fokus auf die bereits existierenden Vorlagen von WMUK und der WMF

Eine prima Übersicht von Marcus Cyron zur Konferenz mit weiteren spannenden Hinweisen und Projekten findet sich auch im Wikipedia Kurier.

Thomas Planinger und Claudia Garád


CEE you in Liviv: Bericht vom Wikimedia Meeting für Zentral- und Osteuropa

Mitglieder der strategischen Arbeitsgruppen in Lviv – von unserer Seite Philip und Claudia
Volles Haus bei Tobias’ Lua-Workshop
Ein Highlight der Konferenz: Die CutEnEss-Sticker von WMAT

In Lwiw oder zu Deutsch Lemberg in der Ukraine fand heuer das Treffen der Communities aus Zentral- und Osteuropa (Central- & Eastern Europe CEE) statt. Unsere Delegation umfasste Philip für den Vorstand, Tobias als Communitymitglied und Wikidata-Experten und unsere Geschäftsführerin Claudia. Neben unseren Kooperationsprojekten in der Region – WMAT stellt seit zwei Jahren den administrativen Support für den internationalen Artikelwettbewerb CEE-Spring – stand in diesem Jahr auch unsere Arbeit rund um die strategische Ausrichtung der Wikimedia-Bewegung im Mittelpunkt. Philip als Vertreter der Arbeitsgruppe für Community Health und Claudia als Vertreterin der Gruppe Roles and Responsibilities leiteten vor Ort Diskussionsgruppen, um die Perspektive dieser Communities besser in die Arbeit ihrer jeweiligen Gruppen einfließen lassen zu können. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie herausfordernd der Prozess und die komplexen Themenstellungen für alle Beteiligten sind und wichtig es ist im Austausch zu bleiben und die richtige Sprache zu finden.

Sehr beliebt waren auch diesmal wieder die Angebote von Tobias rund um Wikidata – neben einem Workshop über Lua-Infoboxen gab es heuer auch einen Lexeme Edit-a-thon. Auch aufgrund dieser Nachfrage und Begeisterung entstand während der Konferenz die Idee, im kommenden Jahr einen Wikidata-thon in Südösterreich zu veranstalten – als Pre-Event zum Hackathon in Prag und zusammen mit den Nachbar-Communities aus dem CEE-Raum.

Auch Entwicklungen, die in früheren CEE-Meetings angestoßen wurden, gab es vor Ort zu besprechen: So haben wir dank des gemeinsamen Artikelwettbewerbs mit Armenien im letzten Jahr und dem daraus resultierenden Besuch des armenischen Preisträgers in Wien, bald eine Kooperation mit der armenischen Mechitharisten-Kongregation in Wien – gemeinsam mit armenischstämmigen Wiener*innen werden dabei Teile deren Bücherei digitalisiert. Einen WikiDienstag dazu gibt es am 30. Oktober.

Besonders schön war auch zu sehen, wie mit scheinbar kleinen Maßnahmen viel bewegt werden kann: Seit 2018 haben wir ein kleines Budget, um insbesondere CEE-Communities ohne Vereine und eigene Jahresbudgets bei Sonderaktionen zu unterstützen. Damit haben wir heuer u.a. Neulingsgewinnung in der Farsi-Community durch Buttons und T-Shirts sowie die 15-Jahre Feier der Rumänisch-sprachigen Wikipedia mit Konferenzmaterialien unterstützt. Die Rückmeldung und der Dank aus beiden Communities war groß und wir freuen uns schon auf neue Initiativen 2019!

Claudia, Philip, Tobias, 19.10.2018


Berichte von der Wikimania 2018

Die Gäste aus Österreich auf der Wikimania 2018, die von 20. bis 22. Juli in Kapstadt stattgefunden hat, berichten – bis Ende August sollten alle Reportagen da sein. Laufend mitlesen kann man hier: Projekte/Wikimania 2018/Berichte.

Wikimania-Gruppenfoto


Raimund, 6.8.2018


Bericht zur Night of Science Schriftzug.svg 2018 in Frankfurt am 08.-09. Juni 2018

Die Night of Science (kurz NoS, NoS ist englisch und steht für Nacht der Wissenschaft) und findet jährlich an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt. Sie dient dazu Wissenschaft in MINT[NOS18 1] und Medizin[NOS18 2] auf deutsch, allgemeinverständlich und frei zugänglich (sofern es die jeweilige Hörsaalkapazität zulässt) wisseninteressierten Personen vorzustellen. Eröffnet wurde die NoS von Frau Anna Frebel, einer Professorin am Massachusetts Institute of Technology, einer amerikanischen Eliteuniversität, die Auf der Suche nach den ältesten Sternen vorgetragen hat. Anschließend wurde auf 12 parallele Vorträge aufgeteilt, die zu vielen Themen informierten: AIDS-Forschung, Gehirnfunktionalität, Kochen, Bienen, Feinstaub, Weltall, Dunkle Materie, Supercomputer, Quantenmechanik, DNA und vielem mehr. Die Wikimedia Österreich war durch den Universitätsassistenten Johannes Kalliauer vertreten. Sowohl vermittelten die Vorträge Wissenszuwachs und zeigen Zusammenhänge auf als auch zeigen sie gute Präsentationstechnik, beides zusammen gibt einem die Möglichkeiten die Inhalte in einer allgemeinverständlichen Form vorzustellen um eigenes Wissen in Zukunft noch besser in Wikipedia einzugliedern. Viele Interessenten die bei unserem Wikipedia-Stand vorbeischauten interessierten sich dafür wie man Teil der Wikipedia werden kann und die Flyer wie man einen Artikel editieren kann wurden freudig angenommen, andere hatten schon editiert und interessierten sich mehr in an der Struktur hinter Wikipedia.

Die NoS hat die Möglichkeit gegeben, sich intern in der Wikimedia besser zu vernetzten; die Wikimedia Deutschland war mit Ptolusque, Codc, Gerbil und Reaper35 vertreten. Dieser familiäre Rahmen förderte, dass man mit allen zum reden kam.

  1. insbesondere: Biochemie, Biophysik, Biowissenschaften, Chemie, Geowissenschaften/Meteorologie, Neurowissenschaften, Immunologie, Informatik, Mathematik und Physik
  2. Medizin, Pharmazie und Psychologie

Johannes Kalliauer (de:Benutzer:JoKalliauer) 11. Juli 2018


Ergebnisse der Community-Befragung 2018

Panda Community

Vielen Dank allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer heurigen Community-Befragung!

Alle Ergebnisse gibt es hier:


Annemarie Buchmann und Manfred Werner, 09. Juli 2018


Einladung zur Community-Befragung 2018

Einladung zur Community-Befragung 2018

Community am Wikimedia Hackathon 2017

Wie schon in den drei vergangenen Jahren bitten wir auch heuer wieder um Teilnahme an unserer jährlichen Community-Befragung:

Die Befragung ist anonym. Die Ergebnisse helfen uns dabei, noch besser auf die Bedürfnisse speziell der österreichischen Wikimedianerinnen und Wikimedianer eingehen zu können. Die Befragung ist bis 26. Juni geöffnet.

Die Ergebnisse veröffentlichen wir bis 6. Juli 2018 hier im Mitgliederwiki.

Vielen Dank für deine Teilnahme!

Vergangene Ergebnisse:

Manfred Werner, 12. Juni 2018


Notizen von der Wikimedia Conference 2018

Gruppenfoto
Abschlusssession

Die Wikimedia Conference 2018 fand von 20. bis 22. April in Berlin statt. Die Konferenz ist das jährliche internationale Treffen der Wikimedia-Organisationen und dient dem Austausch über die Zukunft der Wikimedia-Bewegung bezüglich Kooperationen, Strukturen und Organisationsentwicklung. Aus Österreich waren für den Vorstand Philip Kopetzky und von den Mitarbeitern Claudia Garád und Raimund Liebert vertreten.

In diesem Jahr stand insbesondere die Implementierung der Wikimedia Movement Strategy im Mittelpunkt. Rund 300 Teilnehmer*innen - neben Vertretern der Wikimedia-Organisationen auch Themenexperten von innerhalb und außerhalb des Wikiversums - erarbeiteten in interaktiven Workshops erste Ansätze zur Umsetzung der Strategie, die im kommenden Jahr weiter ausgearbeitet werden und in Folge implementiert werden sollen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die dazu notwendigen Entscheidungsstrukturen in der Wikimediabewegung. Die Ergebnisse der Strategiediskussionen können auf Meta unter meta:Wikimedia Conference 2018/Documentation/Movement Strategy track nachgelesen werden.

Notizen von Claudia

Was habe ich mit nach Berlin gebracht?

Seit einigen Jahren arbeite ich zusammen mit anderen internationalen Wikimedianern daran unsere Erfahrungen rund um Partnerschaften systematischer auszutauschen und zu analysieren. In diesem Zuge haben wir uns Herbst letzten Jahres getroffen, um gemeinsam ein Positionspapier zu entwerfen, das aufzeigt, was die Strategische Vision bis 2030 für Partnerschaften im Wikiversum bedeutet. Das Positionspapier habe ich stellvertretend für die Gruppe auf der Konferenz vorgestellt und mit interessierten Teilnehmer*innen anschliessend diskutiert.
Voneinander zu lernen spielte auch heuer wieder eine wichtige Rolle auf der Konferenz und so unterstützte ich eine Session von Sandra Rientjes aus den Niederlanden zum Thema "Zusammenarbeit mit Beratern", indem ich von unseren Erfahrungen mit Beratern berichtete, die wir bei der Leitbildentwicklung für WMAT und zur Untertützung unserer Strategiearbeit engagiert hatten.

Was hat mir die Konferenz gebracht?

Der für mich wichtigste Aspekt der Wikimedia Konferenz ist der Austausch rund um gemeinsame Projekte, Initiativen und Herausforderungen. Wie in den letzten Jahren gab es daher ein gemeinsames Treffen aller EU Wikimedia Organisationen mit Dimi und Anna für ein Update zu unseren Aktivitäten in Brüssel - da heuer die EU Ratspräsidentschaft nach Österreich kommt, war das für WMAT besonders spannend. Erfolge gibt es inbesondere beim Thema Panoramafreiheit, hier konnten grosse Automobilunternehmen gewonnen werden das Thema zu unterstützen, da einheitliche, möglichst liberale Panoramafeiheit wichtig für die Entwicklung selbstfahrender Autors ist.
Auch rund um die Movement Strategy findet natürlich ein reger Austausch zwischen den Wikimedia Organisationen statt, für mich insbesondere auf Ebene der Geschäftsführer*innen. Im Rahmen der Konferenz kam hier unsererseits auch etwas Sorge auf, da es so scheint, als ob einige Teams und Personen in der Wikimedia Foundation schon sehr klare Vorstellungen von der Umsetzung der Strategie haben, obwohl der Prozess offen und insbesondere ergebnisoffen sein sollte. Glücklicherweise haben sich die Beziehungen zwischen allen Bezugsgruppen in den letzten Jahren soweit entspannt, dass man solche Bedenken gegenüber Katherine Maher und anderen in der Führungsspitze der Foundation offen adressieren kann, was wir auch getan haben. Die weiteren Schritte stehen im Detail noch nicht fest, es werden aber wohl Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit wesentlichen Handlungsfeldern zur Implentierung der Strategie befassen werden, nährere Informationen dazu sind im Mai zu erwarten und werden sicher auch auf der Wikimania in Kapstadt eine Rolle spielen. Eine wesentliche Änderung für uns gibt es jedoch bereits: Um allen Beteiligten Zeit und Raum zu geben, sich in die Diskussion um die Zukunft unserer Finanzierungsprozesse (Jahresbudgets etc.) einzubringen, wird unser Zweijahresgrant in einen Dreijahresgrant umgewandelt, dass heisst für unser Budget 2019 braucht es kein ausführliches Proposal, das durch das FDC genehmigt werden muss, sondern "nur" einen Jahresbudget und eine entsprechende Programmplanung.

Notizen von Raimund

Ich habe Einiges von der Wikimedia Conference 2018 mitgenommen; ich würde sogar sagen, sie zählt für mich zu den produktivsten und hilfreichsten Wikimedia-Treffen, an denen ich bisher teilgenommen habe. Neben einigen neuen und vertieften persönlichen Bekanntschaften gibt es mehrere inhaltliche Impulse, die ich gerne in WMAT und die österreichische Community weitertragen möchte.

Vorbereitung einer gemeinsamen Neulingskampagne mit WMDE und WMCH im Herbst

Wie schon länger geplant: Wikimedia Deutschland fährt seit einiger Zeit Neulingskampagnen über Wikipedia-Bannerschaltungen (Central Notice) in Deutschland, eine dieser Kampagnen soll gemeinsam entwickelt und auch in Österreich und der Schweiz geschalten werden. Dabei geht es um die Bewerbung eines “Tags des offenen Wikipedia-Tür” (Arbeitstitel), bei dem zu einem bestimmten Termin an verschiedenen Orten im deutschsprachigen Raum Wikipedia-Infoveranstaltungen über Wikipedia-Banner beworben werden. Bei einem Treffen mit Merle, Verena und Stefan von WMDE haben wir das nun konkretisiert und ich bringe einen Vorschlag mit. Der angedachte Termin ist Sonntag, 28. Oktober 2018. Um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen, soll ein Paket an Folgeaktivitäten angeboten werden (persönliche Kontakte, Folgeveranstaltungen am selben Ort, Einbindung des Wikipedia-Mentorenprogramms o. ä.). In Österreich könnte ich mir Wien, Linz und Innsbruck vorstellen. Carina von WMCH habe ich noch auf der Konferenz kurz ins Bild gesetzt, die mögliche Einbindung der Schweiz muss aber noch weiter getrieben werden.

Verstärkung des Dialogs mit WMDE und WMCH im GLAM-Bereich

Bei einem Zweiertreffen mit Holger von Wikimedia Deutschland ist es zunächst darum gegangen darzulegen, wie wir in Österreich organisatorisch und inhaltlich im GLAM-Bereich aufgestellt sind. Dann haben wir eine mögliche inhaltliche Zusammenarbeit ausgelotet, ohne schon sehr konkret zu werden. Ausführlicher angesprochen wurde das Thema Aufklärungsarbeit bei staatlichen Archiven, nachdem es da dank Plani in Österreich beim Vorarlberger Landesarchiv bereits Erfahrungswerte gibt. Schließlich haben wir noch einen regelmäßigen Austausch im Rahmen von GLAM-Telefonkonferenzen der DACH-Chapter vereinbart. Nachdem Deutschland und die Schweiz im Gegensatz zu uns das Thema GLAM fix bei sich verankert haben, würde das voraussichtlich so aussehen, dass wir nur an jeder zweiten Telefonkonferenz (mit Holger von WMDE und Debora von WMCH, die sich untereinander mehr zu sagen haben) teilnehmen. Ich kann von unserer Seite die für die Kommunikation zuständige Person sein, gebe diese Funktion aber auch sehr gerne z. B. an ein WMAT-Vorstandsmitglied ab, falls Interesse besteht.

Vorbesprechung WikiCon 2019

Bei einem Treffen mit Merle und Anna von Wikimedia Deutschland haben wir einen Fahrplan für die Bewerbung von Teams zur Ausrichtung der WikiCon 2019 besprochen, der vorbehaltlich einer Zustimmung von Wikimedia CH gilt: Aufruf am 11. Juni 2018, Bewerbungsfrist am 29. Juli 2018 und Bekanntgabe der Entscheidung bis zum 15. September 2018 (also noch vor der WikiCon 2018). Der Aufruftext vom Vorjahr soll um eine Art Entscheidungsmatrix ergänzt werden, zu der ich den ersten Aufschlag machen werde. Dazu haben wir schon ein paar Details besprochen. Dabei geht es darum, die Entscheidungskriterien der drei Chapter schon im Vorfeld transparenter zu kommunizieren. Was die Bewerbung eines Innsbrucker Teams für die WikiCon 2019 betrifft, gibt es dazu keine grundsätzlichen Vorbehalte seitens WMDE. Wichtig in diesem Zusammenhang wird es sein, bezüglich des möglichen Veranstaltungsorts offen zu sein, also dem WMDE-Event-Team die Möglichkeit zu geben, selbst mehrere Optionen in und um Innsbruck zu prüfen.

Leitung von zwei Konferenz-Sessions

Ich habe gemeinsam mit Natalia (Wikimedia Polska), Rémy (Wikimédia France) und Veronika (Wikimedia Deutschland) zwei gut besuchte Konferenz-Sessions geleitet: “The 6 pillars of community support” (https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Conference_2018/Program/48) und “How can affiliates without staff support their volunteers” (https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Conference_2018/Program/49). Die erste Session war eine Präsentation mit Diskussion von Ergebnissen unseres ersten Volunteer Supporters Meeting im November 2017 in Berlin. Die Nachbereitung dazu wird sich neben dem Hochladen der Folien auf eine Überarbeitung bzw. Freigabe der Konferenz-Dokumentation beschränken. Bei der zweiten Session gibt es dokumentationsmäßig noch mehr zu tun. Dabei wurden von den Teilnehmenden verschiedene Problem-Lösungs-Strategien erarbeitet, die wir noch gesondert dokumentieren müssen.

Personeller und virtueller Ausbau des Volunteer Supporters Network

Im Zuge der Wikimedia Conference ist Einiges beim Volunteer Supporters Network (VSN) weitergegangen. Unsere Meta-Seiten (https://meta.wikimedia.org/wiki/Volunteer_Supporters_Network) wurden komplett neu überarbeitet und mit Unterstützung von María vom Learnings & Evaluation Team der Wikimedia Foundation in das Wikimedia Resource Center (https://meta.wikimedia.org/wiki/Wikimedia_Resource_Center) integriert. Wenn auch weiterhin wesentlich von uns und WMDE gestützt, wurde die personelle Tragfähigkeit des VSN während der Konferenz weiter ausgebaut. Leider wurden ich und meine VSN-Kolleginnen bei einem anderen geplanten Treffen mit dem Learnings & Evaluation Team versetzt, bei dem es darum gegangen wäre, Input zur Weiterentwicklung der Metriken der Wikimedia Foundation zu geben.

Option: Überprüfung der WMAT-Leistungsfähigkeit anhand der Community Capacity Map

Asaf (WMF) hat die von ihm entwickelte Community Capacity Map vorgestellt: https://meta.wikimedia.org/wiki/Community_Capacity_Map. Eigentlich wurde diese für “Emerging Communities” entwickelt und hat den Zweck, dass die Wikimedia Foundation bei einer noch unterentwickelten Leistungsfähigkeit einer Wikimedia-Gruppe in einem bestimmten Bereich Trainer vor Ort hinschicken kann. Ich würde aber auch eine Überprüfung unserer Leistungsfähigkeit anhand der Community Capacity Map für sinnvoll halten. Ich bin schon draufgekommen, dass ich alleine bestimmte Fragen nicht beurteilen kann; wenn dann wäre das etwas, was z. B. Vorstand und Angestellte von WMAT bei einem Treffen gemeinsam machen könnten.

Option: Nutzung des Programs & Events Dashboard für unsere Aktivitäten

Das Programs & Events Dashboard (https://outreachdashboard.wmflabs.org/) hat inzwischen einen Leistungsumfang erreicht, der es auch für uns interessant machen könnte. Außerhalb des deutschsprachigen Raums wird es bereits sehr viel verwendet; es gibt auch eine deutsche Sprachversion. Interessant in unserem Kontext wäre es besonders für die Uni- und Neulingsprojekte. Im Prinzip hat es zwei Funktionsumfänge: erstens die einer Lern- und Kommunikationsplattform (z. B. für die Anmeldung bei Real-Life-Kursen einschließlich einem Tool, das einem bei der Wahl eines noch nicht vergebenen Benutzernamens hilft, oder mit integrierten zusätzlichen Wikipedia-Online-Kursen etc.) und zweitens die einer Evaluations- und Beurteilungsplattform (z. B. was hat wann wer und wo editiert oder ein übersichtliches Feature, mit dem sich der Anteil von Benutzerbeiträgen an bestimmten Artikeln farblich und prozentuell darstellen lässt oder integrierte Benotungssysteme etc.). Manches, was Arno für Wikiversity gebastelt hat, und noch darüber hinausgehende Funktionen ließen sich damit automatisiert umsetzen. Ich überlege, das Dashboard für das Caritas-Neulingsprojekt zu verwenden, möchte aber auch generell anregen, eine Verwendung für andere Projekte zu prüfen.

Option: Unterstützung von “Emerging Communities” mit Wikimedia-Swag

Rund 40 Prozent des Konferenzpublikums war zum ersten Mal auf der Wikimedia Conference. Dieser Umstand und die Tatsache, dass ich eine Session speziell für noch wenig entwickelte Communities gemacht habe, haben dazu geführt, dass ich einige Gespräche mit Menschen außerhalb der europäischen Chapter-Blase geführt habe. Was dabei wiederholt zur Sprache gekommen ist: Für kleine und neue User Groups ist es schon eine logistische und finanzielle Herausforderung an einfachsten Wikimedia-Swag wie Wikipedia-Sticker zu kommen, sowohl an sprachlich neutrales bzw. englisches Material als auch natürlich an auf die jeweilige Community zugeschnittenes Material (wie wir es kürzlich für die Farsi-Community produziert haben). Hier könnten wir unterstützend eingreifen. Eine Variante, an dich ich gedacht habe, ist dass mehrere etablierte Chapter einen gemeinsamen Topf für “Emerging Communities” einrichten und proaktiv mit Angeboten an kleine User Groups u. dgl. herantreten. Abgewickelt werden könnte die Aktion eventuell über das Volunteer Supporters Network. Dazu würde ich gerne mittelfristig einen gemeinsamen Denkprozess anregen.

Notizen von Philip

Die Wikimedia-Conference hat sich in den letzten Jahren zur zentralen Schnittstelle für Kooperationen sowie Aufgaben- und Strategiediskussion im Wikiversum entwickelt. Die Einschränkung der Teilnehmeranzahl hilft dabei auch, genug Zeit für Gespräche mit zentralen Entscheidungsträgern zu finden, auch wenn in den letzten beiden Jahren jeweils 300 Personen vor Ort waren, was in manchen Situationen schon eher wie eine kleine Wikimania wirkte (inklusive Vertretern einiger bizarrer User Groups).

Mein Hauptfokus war neben Gesprächen mit Organisationen, die ihr Budget über Simple APG finanzieren, der internationale Strategieprozess, der seit dem Abschluss des ersten Zyklus im Oktober 2017 etwas eingeschlafen war. Der Prozess bei dieser Konferenz war darauf ausgerichtet, jene Themen zu identifizieren, die im kommenden Jahr von Grund auf neu erarbeitet werden sollen, um die Organisationen und Projekte des Wikiversums für die Zukunft fit zu machen. Konkretes Beispiel dafür ist etwa die Organisationsstruktur der Wikimedia-Organisationen: Soll es die Wikimedia Foundation in Zukunft überhaupt geben, und ja, in welcher Form? Ist die Zentralisierung in San Francisco sinnvoll oder hinderlich wenn es darum geht, Menschen sowohl in Industrie- als auch in Entwicklungsländern dieselben Chancen zu ermöglichen, sich Wissen anzueignen und selbst Wissen im Rahmen der Wikimedia-Projekte zur Verfügung zu stellen? Überschneidungen zu anderen Arbeitsgruppen wie jener, die sich um das Finanzierungsmodell kümmert, bedingen zugleich einen ständigen Austausch zwischen Gruppen und mit der Community - man sieht, es liegt noch viel Arbeit vor uns, bevor ein umsetzungsfähiges Konzept herauskommt.

Für Wikimedia Österreich bedeutet dies schlussendlich, dass wir als Organisation, die zu ca. 80% von der Wikimedia Foundation finanziert wird, uns in diesen Prozessen beteiligen sollten - die Infragestellung der alten Strukturen bietet auch die Chance, Themen anzusprechen, die bisher eher ignoriert wurden, wie etwa das Fundraising. Wie genau das aussehen könnte und wie wir als Community eingebunden werden, wird in den kommenden Wochen vorbereitet, nähere Informationen wird es dann auf jeden Fall auf der Mitgliederversammlung am 2. Juni 2018 geben.

Die Ausschreibung für Bewerbungen für die Arbeitsgruppen sollte Mitte bis Ende Mai erfolgen - zuvor kann man sich noch immer für eine hauptamtliche Stelle im Prozess-Team bewerben.


Wikipedia-Town in Higashikurume, Japan

Higashikurume - an manchen Tagen ist hier auch der Fuji in seiner ganzen Pracht zu sehen.

Im Rahmen einer Urlaubsreise nach Japan durfte ich an einer Veranstaltung in Higashikurume in der Nähe von Tokio teilnehmen, die sich Wikipedia-Town nennt. Bei diesen Veranstaltungen geht die Intitiative von der örtlichen Bibliothek oder Stadtverwaltung aus, die Wikipedianer aus Japan zu sich einladen, um Artikel über die Stadt und ihre Facetten zu ergänzen oder neu zu erstellen.

Der Tag begann um 9 Uhr in der ehemaligen Schule der Stadt, die heute ein kleines Museum beherbergt. Ungefähr 15 Personen fanden sich ein, darunter Wikipedianer aus der näheren Umgebung sowie auch Bürger der Stadt, die sich für das Schreiben in der Wikipedia interessierten und etwas zu den Artikeln ihres Heimatorts beitragen wollten. Der Leiter des Museums erzählte uns in einem kurzweiligen Vortrag von der langen Geschichte der Region, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg eher durch Landwirtschaft geprägt war, in den 1960ern aufgrund des Wirtschaftbooms rasant an Einwohnern zulegte und heute vor allem mit der Überalterung der Bevölkerung zu kämpfen hat. Danach ging es zu einer Besichtigung des kleinen Museums, bevor bis zur Mittagspause eine Besichtigung der Stadt anstand, der uns zu einigen wichtigen Gebäuden und Plätzen der Stadt brachte, darunter dem Maesawa-Hachiman-Schrein.

Editathon zu Themen der Stadt in der Bibliothek

Endpunkt der Stadtwanderung war die Stadtbibliothek, in der das in Bento-Boxen mitgebrachte Mittagessen verspeist und fleißig Visitenkarten untereinander verteilt wurden. Im Anschluss hielten die Leiterin der Bibliothek und Benutzer:Ks aka 98 Voträge über den Aufbau der Bibliothek bzw. über Wikimedia allgemein und speziell das Hochladen von Mediendateien auf Commons, um allen das Hochladen der bei der Wanderung gemachten Fotos zu ermöglichen.

Die letzten drei Stunden waren dann geprägt von der tatsächlichen Artikelarbeit - die Teilnehmer wurden in vier Gruppen unterteilt, die sich mit unterschiedlichen Aspekten beschäftigten: eine Gruppe schrieb einen neuen Artikel zum Maesawa-Hachiman-Schrein, eine andere Gruppe erweiterte den Artikel zu einer großen Wohnhausanlage aus den 1960ern und eine dritte Gruppe kümmerte sich um die Verbesserung des Artikels zur Stadt selbst. Die Themen wurden durch die Bibliothek vorbereitet und die entsprechenden Materialien wie Stadtchroniken oder Bücher zur Verfügung gestellt - die Bibliothek stellte auch drei Mitarbeiterinnen ab, die uns bei der Recherche unterstützten und somit die Einarbeitung von Daten und Referenzen deutlich einfacher und schneller machten.

Der Ausklang fand dann im Aufenthaltsraum der Bibliotheks-Mitarbeiter bei Tee und Keksen statt, wo in Diskussionen etwa der Gegensatz zwischen den individualistisch agierenden Wikipedianern und dem in Japan vorherrschenden Kollektivismus besprochen wurde, oder etwa auch das Problem, sich in Japan als Wikimedia zu organisieren, weil etwa die Gründung eines gemeinnützigen Vereins mit hohen bürokratischen Hürden verbunden ist.

Alles in allem ein äußerst interessanter Tag, der die Ähnlichkeiten und Unterschiede zu unserer Arbeit verdeutlichte und sicherlich einige neue Ansätze lieferte, wie solche lokalen Editathons etwa im Rahmen von WikiDaheim organisiert werden könnten. Einen Bericht zur Veranstaltung auf Japanisch könnt ihr übrigens (mit der Hilfe von Google-Translate) hier nachlesen. Zuletzt auch einen Dank an Hirohiko-san, der als ehrenamtlicher Übersetzer den Tag für mich deutlich einfacher und verständlicher machte!

Philip Kopetzky, 28. April 2018


Ausschreibung Wikipedian-in-Residence bei IACA

Die International Anti-Corruption Academy (IACA) mit Sitz in Laxenburg/Niederösterreich schreibt die Stelle eines Communications Assistant aus, die vorläufig auf zwei Monate befristet ist. Zum Anforderungsprofil gehören an erster Stelle gute Kenntnisse von Wikipedia-Regeln und -Praktiken sowie bevorzugt Erfahrung mit dem Bearbeiten der Wikipedia und/oder ihrer Schwesterprojekte. Bewerbungsfrist ist der 13. Mai 2018. Der vollständige Ausschreibungstext (in englischer Sprache) ist hier zu finden.

9. April 2018


Matricula - Online als Partner von Wikipedia

Matricula-Online ist ein Portal der Diözese Sankt Pölten, in dem man archivierte Kirchenbücher (Tauf- Heirats- und Sterbematriken) aus den verschiedenen Diözesen findet. Ausgehend von den österreichischen Diözesen zeigt es schon Bestände auch aus Deutschland und Polen.

Bei der zahlreichen Pfarrseiten von Matricula findet man schon seit längerem auch Fotos der jeweiligen Pfarrkirche. Diese Fotos sind ausschließlich von Wikimedia Commons und verlinken auch dorthin. Gibt es auch einen eigenen Artikel in der deutschsprachigen Wikipedia über die Pfarrkirche, so bestehen auch dort zahlreiche Links zu diesen Artikeln. Die Beschriftungen vieler Fotos sind noch nicht wirklich Lizenzgerecht. Diese in der vorgegebenen Software korrekt unterzubringen, erfordert eine Menge Zeit und kann dadurch nur langsam korrigiert werden. Viele erinnern sich an die Verschiebungen der Kirchenartikel in der Wikipedia. Dadurch wurden auch immer wieder zusätzliche Korrekturen notwendig.

Um die Verwaltung der Fotos und Links einfacher zu gestalten wurde schon begonnen, die Links auf die entsprechende Seite mit der Seitenkennnummer einzutragen, damit gehen die Verlinkungen auch bei Verschiebungen nicht verloren. Es soll diese Verwaltung noch weiter vereinfacht werden.

Die Verknüpfung mit Wikipedia bzw. mit Wiki-Commons läuft schon eine ganze Weile von außen unbemerkt. Um diese Verknüpfungen auch öffentlich kenntlich zum machen, weist seit kurzem jede Seite mit dem Wikipedia-Ball auf die Absprache zwischen dem Diözesanarchiv in St. Pölten in personam von Thomas Aigner und Wikimedia Österreich hin.
Karl Gruber, 27. März 2018


Bericht Innsbruck Salzburg vom 12. bis 14.1. 2018

Einerseits positiv, andererseits negativ fielen die beiden Veranstaltungen in Innsbruck mit dem Wikipedia-Alpenforum und der Denkmalmesse Monumento an ein Wochenende zusammen. Also beides zu besuchen war schon etwas stressig, andererseits kostensparender.

Mein Ziel für die Besuche waren vor allem Kontakte zu knüpfen – für welches Projekt auch immer, da ich die meisten Teilnehmer persönlich noch nicht kannte. Aus dem Besuch des Volkskundlichen Museums wurde aus terminlichen Gründen nichts, da ein Interview mit der Tiroler Tageszeitung am Programm stand. Durch die große Interviewrunde sollte es für die Redakteurin möglich sein, einen großen Artikel in der TT zu platzieren.

Anschließend stand ein Besuch bei der Tiroler Bier, einer noch jungen lokalen Brauerei, die uns interessante Einblicke in die Bierherstellung (Braukunst wäre übertrieben) gewährte und auch allerlei Fotomotive lieferte.

Eine spontane Ergänzung zum Besuchsprogramm ergab sich mit dem Innsbrucker Stubaitalbahnhof, der vom Verein “Tiroler Museumsbahnen” zu einem Museum gestaltet wurde und uns Einblick zum Ansehen und Fotografieren zahlreicher alter Bahngarnituren aus Innsbruck gab.

Den Abschluss machte ein Stammtisch, der ja, wenn auch für mich das erste Mal, in Innsbruck auch schon traditionell ist. Zu organisatorischen Besprechungen des Alpenforums kann ich nihcts sagen, da ich hier nicht involviert bin.

Für den nächsten Tag war wieder der Vormittag mit der Anreise fast verplant. Der Messebesuch war ebenso wieder eine Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen, wenn auch noch keine konkreten Aktionen zu verbuchen sind.

Als besonderes Fotoobjekt war das Salzburger Marionettentheater, das eine eigene Bühne in der Messehalle aufstellte, wo auch zahlreiche Fotos entstanden. Interessant waren auch zahlreiche Demonstrationen von alten Handwerkstätigkeiten, die ich zwar aus meiner Jugend kenne, mir aber mein Alter vor Augen führte, dass es heute nur mehr die Resatauratoren ausüben können.

Auch dieser Tag wurde mit einem Stammtisch, diesmal Salzburg, abgeschlossen. Zu diesem Stammtisch kamen auch andere Salzburger User, die nicht direkt mit dem Denkmalschutz zu tun haben. In diesem Zusammenhang konnte ich auch das Regiowiki vorstellen und die Unterschiede zu anderen regionalen Wikis, wo sie ebenfalls mitarbeiten herausheben und sie so vielleicht in Richtung “Wirklich Freies Wissen” zu ziehen.

Auch wenn eine Heimfahrt mit der Bahn diesen Abend noch möglich gewesen wäre, bin ich froh, noch in Salzburg übernachtet zu haben, denn eine nächtliche Heimfahrt mit dem Auto von St. Pölten hätte ich mir nicht mehr zugetraut.

Alles in allem ein interessanter konzentrierter Ausflug, den mir Wikimedia ermöglicht hat und ich andererseits die Ergebnisse in einem der zahlreichen Projekte – es muss nicht immer Wikipedia sein – einbringen kann.

Karl Gruber

Wikis beim Genealogenstammtisch

Genealogen stoßen bei ihren Forschungen immer wieder auf Personen, Gebäude oder relevante historische Fakten, die auch von Interesse für Wikis sein können. Diesem Umstand Rechnung tragend habe ich einen Vortrag Dokumentationsmöglichkeiten für Forschungsergebnisse konzipiert, mit dem ich den Genealogen Veröffentlichungsmöglichkeiten für Teile ihrer Forschungsergebnisse aufzeigen möchte. Der Termin für den ersten Vortrag beim Genealogenstammtisch in Mistelbach ist bereits erfolgreich über die Bühne gegangen, ein weiterer folgt im Februar in Krems und für den Herbst ist ein Vortrag beim Stammtisch in Wilhelmsburg geplant. Nach den ersten beiden Vorträgen werde ich hier über meine Erfahrungen und Eindrücke berichten. Manfred Kuzel

Mistelbach

Stammtisch in Mistelbach

Dokumentationsmöglichkeiten von Forschungsergebnissen als „Nebenprodukt“ der Ahnenforschung: Manfred Kuzel berichtet beim Genealogenstammtisch in Mistelbach über die Möglichkeiten der Dokumentation von Forschungsergebnissen in unterschiedlichen Online-Enzyklopädien. Beginnend mit Wikipedia über Regiowiki bis zu WikiDaheim führt er in die Materie ein.

Anmeldung an genealogenstammtisch@gmx.at unter „Mistelbach 16“.

Abschlußbericht: Der Vortrag wurde von den etwa 30 anwesenden Personen (Arno Grumbeck war mit dabei) mit offenkundigem Interesse verfolgt, was mich als Vortragendem dazu bewogen hat, das Konzept des Vortrages geringfügig zu ergänzen. Nach dem nächsten Termin in Krems folgt eine zusammenfassende Einschätzung des Erfolges. Manfred Kuzel


Steiner Tor – Das Wahrzeichen der Altstadt Krems

Stammtisch in Krems

Dokumentationsmöglichkeiten von Forschungsergebnissen als „Nebenprodukt“ der Ahnenforschung: Manfred Kuzel berichtet beim Genealogenstammtisch in Krems über die Möglichkeiten der Dokumentation von Forschungsergebnissen in unterschiedlichen Online-Enzyklopädien. Beginnend mit Wikipedia über Regiowiki bis zu WikiDaheim führt er in die Materie ein.

  • Termin: 19. Februar 2018, ab 18:30
  • Ort: Salzstadl, Donaulände 32, 3500 Krems

Anmeldung an genealogenstammtisch@gmx.at unter „Krems 13“

Abschlußbericht: Das Interesse der 25 anwesenden Personen (Karl Gruber war auch gekommen) war ähnlich groß wie beim Stammtisch in Mistelbach.

Erkenntnisse aus den ersten beiden Vorträgen: Für Wikipedia werden sich aus diesem Personenkreis kaum Autoren rekrutieren lassen. Relativ gut schätze ich die Wahrscheinlichkeit einer Mitarbeit bei „WikiDaheim“ und „Baugeschichte“ ein (insbesondere mit Fotos aus der jeweiligen Heimatgemeinde) und auch für Regiowiki könnte sich der eine oder andere neue Autor rekrutieren lassen. Karl Gruber und ich haben jedenfalls volle Unterstützung angeboten.


Die Stadtmauer von Wilhelmsburg

Stammtisch in Wilhelmsburg

  • Termin: 5. Juni 2018, ab 18:00 Uhr
  • Ort: Gasthaus Voitiech, Kreisbacher Straße 25, A-3150 Wilhelmsburg

Anmeldung nicht erforderlich

Abschlußbericht: Auch dieser Vortrag wurde von den 40 anwesenden Personen mit Interesse verfolgt, was auch einige Diskussionen - wie etwa zum Thema „Berechtigung von Fotoaufnahmen von Kunstobjekten im öffentlichen Raum“ - gezeigt haben.

Links:


Gewinnerfotos Wiki Science Competition 2017

Die Siegerfotos der Wiki Science Competition 2017 in Österreich stehen fest: Danke der Jury für ihre Arbeit und herzlichen Glückwunsch den Gewinnern!

Raimund Liebert, 9.1.2018


Einladung: Preisverleihung „Best of 2017“

Ahnensaal in der Hofburg

Wir möchten unser Jubiläumsjahr 2018 gerne mit einer Würdigung der großartigen Arbeit unserer Ehrenamtlichen beginnen, indem wir herausragende Leistungen im Rahmen unserer letztjährigen Foto-Wettbewerbe Tag des Denkmals, WikiDaheim und der Wiki Science Competition sowie des Artikelwettbewerbs Denkmal-Cup würdigen.

Darüber hinaus feiern wir die Auszeichnung unserer Wikiversity-Kooperation zum Thema „Krieg und Propaganda“ mit der Universität Wien: Diese wurde zum innovativsten Projekt der „Wikimedia 1914–18 Europeana Challenge“ gekürt.

  • Termin: Mittwoch, 24. Jänner 2018, 15 Uhr
  • Ort: Ahnensaal, Räumlichkeiten des Bundesdenkmalamts, Hofburg, 1010 Wien

Wir bitten um Anmeldung bis 15. Jänner 2018 an verein@wikimedia.at. Es gelten die Veranstaltungsrichtlinien von Wikimedia Österreich.


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