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Archiv/2012-Jahresbericht

Aus Mitglieder
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Inhaltsverzeichnis

Verein intern

Mitgliederentwicklung

  • 26. November 2010: 58 Mitglieder
  • 10. Dezember 2011: 81 Mitglieder
  • 28. November 2012: 105 Mitglieder

Seit 2010 sind 10 Mitglieder ausgetreten.

Finanzen

Wie im vergangenen Bericht erwähnt, wurde die Buchhaltung nun auf ein webbasiertes, integriertes System umgestellt, welches alle Kontakte des Vereins verwaltet und deren Buchungen und Mitgliedschaften integriert. Im Zuge dessen wurde die Buchhaltung mit Buchungskonten versehen, außerdem konnten Mitgliedsbeiträge effektiver eingemahnt werden.

Das neue Buchhaltungssystem erlaubt des Weiteren eine Echtzeit-Übersicht der Buchungen:

Bewegungen auf Erfolgskonten, Vergleich Geschäftsjahr / Kalenderjahr und Budget:

Konto Budget 2012 01.09.2011 - 31.08.2012 01.01.2012 - 28.11.2012
0900 Anschaffungen Anlagegüter 24.788,59 EUR 24.788,59 EUR
0901 AfA -4.019,66 EUR -4.019,66 EUR
4010 WMF Grant 131.200,00 EUR - EUR
4031 Direktspenden öffentlich 10.799,09 EUR 2.320,00 EUR
4032 Direktspenden anonym 4.552,06 EUR 420,00 EUR
4040 Spenden (manuelle Buchung) 4.373,07 EUR 3.687,90 EUR
4051 Mitgliedsbeiträge (automatische Buchung) 110,00 EUR 245,00 EUR
4052 Mitgliedsbeiträge (manuelle Buchung) 1.565,00 EUR 685,00 EUR
7011 Wikimania 15.000,00 EUR -17.246,81 EUR -14.299,08 EUR
7012 Wikimedia Conference 1.200,00 EUR -4.086,23 EUR -3.145,78 EUR
7013 Literaturstipendium 1.500,00 EUR -1.972,88 EUR -1.028,71 EUR
7014 Wiki Loves Monuments 7.000,00 EUR -13.701,19 EUR -5.790,58 EUR
7015 Fotografie-Projekte Österreich 13.000,00 EUR -3.069,56 EUR -5.305,04 EUR
7016 Internationale Förderung 3.500,00 EUR -1.282,34 EUR -1.282,34 EUR
7017 Internationale Wikimedia-Redaktionstreffen 4.000,00 EUR -1.039,76 EUR -1.039,76 EUR
7018 WikiConvention 3.500,00 EUR 23.704,71 EUR -1.309,52 EUR
7019 Material für Freiwilligenförderung 9.000,00 EUR - EUR - EUR
7020 Stift Admont / Wikisource-Projekt 5.000,00 EUR -3.441,86 EUR -3.441,86 EUR
7021 Projekt-Infrastruktur und Programmierung 6.500,00 EUR -8.159,73 EUR -1.825,30 EUR
7022 Bibliotheks-Projekt 4.600,00 EUR - EUR - EUR
7111 Schul- und Universitätsprojekte 5.000,00 EUR -33,24 EUR -2.033,24 EUR
7112 Öffentlichkeitsarbeit / Werbematerial 6.000,00 EUR -7.189,84 EUR -6.092,82 EUR
7113 GLAM / Open Content 3.500,00 EUR - EUR -2.000,00 EUR
7200 Offenes Budget 5.000,00 EUR - EUR - EUR
7210 Community-Budget 26.000,00 EUR -5.884,22 EUR -6.140,65 EUR
7211 Fotoausrüstung -17.158,00 EUR -17.158,00 EUR
7520 Mitgliederversammlungen 1.800,00 EUR -1.768,40 EUR - EUR
7710 Büromiete und -Ausstattung 4.250,00 EUR - EUR -4.187,50 EUR
7720 Rechtsausgaben 1.500,00 EUR -3.553,08 EUR -2.653,08 EUR
7730 Interne IT 800,00 EUR -5.276,90 EUR -4.089,28 EUR
7740 Büromaterial 1.350,00 EUR -52,66 EUR -52,66 EUR
7750 Geschäftsführung und Büroleitung 12.000,00 EUR -2.484,50 EUR -5.371,31 EUR
7760 Buchhaltung 6.600,00 EUR -1.099,60 EUR -1.099,60 EUR
7771 Bankspesen -1.054,38 EUR -805,11 EUR
7772 Kapitalertragsteuer -151,35 EUR -146,97 EUR
7773 Zinsen 605,41 EUR 587,68 EUR
7780 Interne Kommunikation 400,00 EUR -2.055,30 EUR -2.064,86 EUR
7790 Versicherungen -1.048,88 EUR -1.501,74 EUR
7800 Vorstandsarbeit -3.780,06 EUR -3.510,50 EUR
7999 Diverse Ausgaben -2.329,90 EUR -1.667,00 EUR
9021 Vorschüsse -182,20 EUR 0,00 EUR

Bewegungen auf Bestandskonten, Vergleich Geschäftsjahr / Kalenderjahr:

Konto 01.09.2011 - 31.08.2012 01.01.2012 - 28.11.2012
Kreditkarte -2.565,63 EUR 0,00 EUR
Krentschker Girokonto allgemein 7.028,46 EUR -61,74 EUR
Krentschker Sparkonto allgemein 55.497,27 EUR 5.383,39 EUR
Krentschker Girokonto Grant 4.523,15 EUR -108.409,09 EUR
Krentschker Sparkonto Grant 75.000,00 EUR 10.000,00 EUR

Strategie

Am 20. und 21. April traf sich der Vorstand von Wikimedia Österreich in Graz, um erstmals konzentriert über die Zukunft von Wikimedia Österreich zu beraten, strategische Ziele, Jahresziele und eine Struktur zu deren Umsetzung zu erarbeiten. Wir hatten uns vorgenommen, einen Rahmen für die kommenden 3 Jahre (2012-2015) zu zeichnen.

Nachdem wir Aufgaben und Tätigkeiten gesammelt hatten, führten wir sie in folgenden Ressorts zusammen:

  • Verein – Infrastruktur (Ressourcen) / Organisation (Abläufe, Tätigkeiten)
  • Internationale Arbeit – Konferenzstipendien / Chapter-Förderkooperationen / Projekt-Kooperationen
  • Community-Arbeit – Content: Förderung der Materialerstellung für Wikimedia-Projekte / Community-Building: Vertrauen etc.
  • Externes – Kooperationen mit ähnlichen Organisationen / Lobbying / Wissenschaftsarbeit / Bildungsarbeit / GLAM etc.

In der Diskussion stellte sich recht klar heraus, dass

  • die Community-Arbeit von zentraler Bedeutung für uns und in der Vereinsarbeit bereits sehr erfolgreich ist. Dies ist unser Hauptziel (50% Gewichtung).
  • Externes bislang kaum von uns bearbeitet wird, aber das Hauptziel vielseitig unterstützt. Diesen wichtigen Bereich wollen wir ausbauen, daher wird dieser Bereich zu einem Co-Ziel (30% Gewichtung).
  • Internationale Arbeit ist ebenfalls ein Co-Ziel (20% Gewichtung), da es unser Hauptziel in verschiedenen Bereichen unterstützt (Wikimania-Stipendien, Wiki Loves Monuments) und wir Teil einer internationalen Bewegung sind.
  • Verein den Zielen entsprechend dimensioniert werden muss und ein Infrastrukturziel darstellt.

Um unserer derzeitigen Größe und unserem Organisationsgrad gerecht zu werden, fokussierten wir ein zentrales Ziel, nämlich Community-Arbeit, was unser Hauptziel ist. Flankierend fanden sich zwei Co-Ziele, Externes und Internationale Arbeit. Diese Bereiche sollen als zusätzliche Ziele verstanden werden, die das Hauptziel unterstützen und ergänzen. Danach haben wir zu den einzelnen Ressorts Jahresziele samt Maßgaben definiert, die wir erreichen wollen. Dies hat den größten Aufwand und Diskussionsbedarf gefordert.

Dann haben wir uns den Bereich Verein vorgenommen und Aufgaben zusammengetragen, die notwendig sind, um die besprochenen Ziele zu erreichen bzw. den Verein zu betreiben. Schlussendlich mündete die Arbeit in ein erstes Stellenprofil für einen Geschäftsführer. Die Perspektive ist, Teile der Arbeit neben dieser Position anfangs auf Teilzeitkräfte oder weitere, vom Geschäftsführer zu entwickelnde Positionen zu verteilen. So soll die Tätigkeit des Vereins stabilisiert und verstetigt werden und es sollen die Grundlagen für die Arbeit der kommenden Jahre entwickelt werden.

Die Details finden sich, etwas ungeschliffen, unter http://mitglieder.wikimedia.at/Projekte/Zukunft. Das Rohmaterial kann als Verlaufsprotokoll unter http://mitglieder.wikimedia.at/Projekte/Zukunft/Protokoll nachgelesen werden.

Denis Barthel

Mitarbeiter

Nach einer Ausschreibung in den entsprechenden Rubriken des "Standard", der "Presse" und der "Kleinen Zeitung" gab es einen mehrstufigen Auswahlprozess für die Position einer Geschäftsführerin bzw. eines Geschäftsführers, zu dem sich fast 100 Bewerber gemeldet hatten. Schließlich wurde Claudia Garad aus Stuttgart zur Geschäftsführerin bestellt. Sie übersiedelte nach Wien und widmet sich seit 1. Oktober 2012 dem Aufbau der Geschäftsstelle. Ruben Demus hat seine Arbeit auf Werkvertragsbasis zur Unterstützung verschiedener Projekte, darunter Wiki Loves Monuments 2012 sowie Ortsbildmesse und Gemeindebetreuung, Fotoworkshops und Schulprojekte weitergeführt. Der Ausbau des Mitarbeiterstabes wurde von der Wikimedia Foundation begrüßt, vom FDC (Kommittee für die Vergabe der Budgets an die Chapters) wurde jedoch angemerkt, dass die Mitarbeiter noch mehr Erfahrung sammeln müssten und der Mitarbeiterstab noch ausgebaut werden solle. Wikimedia Sverige (Schweden) hat beispielsweise im Bereich WLM/GLAM/Outreach drei fest angestellte Mitarbeiter und zusätzliche Kräfte auf Werkvertragsbasis. Bei Wikimedia Österreich wird in erster Stufe der personelle Ausbau des Backoffice-Bereichs in der Geschäftsstelle angestrebt.

Spenden-Gütesiegel

Das Spendengütesiegel steht für Qualitätsstandards, Transparenz und Kontrolle bei Spendenorganisationen und dient dazu, die Spendensicherheit und das Vertrauen in die Spendenorganisationen zu fördern. Um das Spendengütesiegel tragen zu dürfen, muss sich WMAT jährlich einer Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftstreuhänder unterziehen. Zu den sieben Bereichen, die bei dieser Prüfung begutachtet werden, zählen unter anderen die „Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung“, die „satzungsgemäße und widmungsgemäße, d. h. den Werbemaßnahmen entsprechende Verwendung der Spenden“ sowie die „Lauterkeit der Werbung und Regelung der Verantwortlichkeit dafür“. Insgesamt gilt es 35 Kriterien, anhand von mehr als 300 Einzelfragen positiv zu erfüllen, um von der österreichischen Kammer der Wirtschaftstreuhänder (KWT) den „Spendengarantie-Ausweis“ verliehen zu bekommen. Die von WMAT eingereichten Unterlagen werden aktuell geprüft.

Reisekostenordnung

Nie haben seit der Gründung des Vereins in Österreich so viele Menschen an Aktivitäten für Freies Wissen teilgenommen wie 2012. Nicht immer geschieht das am jeweiligen Wohnort, vielfach waren Freiwillige in ganz Österreich und manchmal auch darüber hinaus unterwegs. Im Rahmen ihres Engagements opfern sie dabei Zeit und Energie für das gemeinsame Ziel, da ist es mehr als angebracht, wenn der Verein sie hinsichtlich der – durchaus ins Gewicht fallenden – Reisekosten unterstützt.

Tendenziell zeichnete sich die Zunahme solcher Reisekostenanfragen bereits im Jahr 2011 ab. Um berechenbar und gerecht gegenüber den Freiwilligen und verantwortungsvoll im Umgang mit den Mitteln zu agieren, hat der Vorstand daher im Januar 2012 in seiner ersten Sitzung eine Reisekostenordnung erarbeitet und verabschiedet. An einzelnen Punkten wurde sie über's Jahr noch nachgebessert, hat aber insgesamt die Erwartungen erfüllt und zu einer einfacheren und gerechteren Verwendung der Mittel in einem für den Erfolg des Vereins wichtigen Bereich beigetragen.


Foto: Michael Kranewitter, cc-by-sa 3.0

Fundraising Kongress

Auch wenn Wikimedia Österreich sich nicht selbst aktiv am jährlichen Wikimedia Fundraiser beteiligen kann, gibt es dennoch zahlreiche andere Gelegenheiten und Möglichkeiten, um Unterstützung zu werben. Um diese Potenziale optimal nutzen zu können, ist Wikimedia Österreich seit diesem Jahr Mitglied im Fundraising Verband Austria FVA. Der FVA ist eine Informations- und Vernetzungsplattform für Organisationen des Non-Profit Sektors. Insbesondere der jährlich stattfindende Fundraising Kongress bietet beste Möglichkeiten, um sich über aktuelle Trends zu informieren, Anregungen zu sammeln und Kontakte in der Branche zu knüpfen. In diesem Jahr nahm die Geschäftsführerin Claudia Garád diese Aufgaben für Wikimedia Österreich auf dem Kongress wahr. Durch die Mitgliedschaft im FVA erhält Wikimedia Österreich Zugang zu wichtigen Basisinformationen für die strategische Finanzplanung.

Projekte

ICANN

Wikimedia Österreich ist 2012 von der ICANN als "At-Large Structure" und damit als Mitglied der "At-Large Community" anerkannt worden.

Die ICANN – ausgeschrieben: "Internet Corporation for Assigned Names and Numbers" – ist eine internationale Organisation, die sich vor Allem um die Erteilung von Namen (Domains) und Adressen (IP-Adressen) im Internet kümmert. Das tut sie nicht selbst, sondern deligiert diese Aufgaben an regionale und nationale Registrare. Diese gilt es allerdings zu kontrollieren und Regeln dafür zu entwerfen. Damit nimmt die ICANN eine führende Position in der Verwaltung des Internets und der Erstellung von Standards und Richtlinien ein. Teilweise steht sie damit in Konkurrenz zur IETF und IEEE (technologische Standards) und ITU (klassische Telekommunikationsinfrastruktur).

Seit die ICANN vom US-amerikanischen Handelsministerium unabhängig geworden ist, hat die ICANN eine sog. "multiple stakeholder"-Struktur, d.h. sie wird von verschiedenen Interessensgruppen getragen und gesteuert. Dies sind Regierungen (nach wie vor das US-amerikanische Handelsministerium), Wirtschaft (Internet Provider und Registries) und Gesellschaft ("At-Large").

Als ICANN-Mitglied hat Wikimedia Österreich nun direkt Zugriff auf die Arbeit der ICANN, kann sich ggf. beteiligen bzw. ist über die internen Mailinglisten informiert über die aktuellen Diskussionen rund um die "Internet Governance". Grund für uns, Mitglied bei der ICANN zu werden, war u.a. Interesse in den Bereichen Netz-Neutralität, Zugangsoffenheit des Internets und damit dessen verantwortungsbewusste Verwaltung sowie die Sicherstellung, dass die Gesellschaft Einfluss auf die weitere Entwicklung des Internets nehmen kann – denn diese ist es, die die Wikimedia-Projekte schlussendlich betreibt. Bislang sind wir in der ICANN nicht sehr aktiv – die Organisation ist größer und komplizierter als die Wikimedia-Bewegung, außerdem fehlt derzeit die Zeit, an Gipfeltreffen wie WSIS, IGF und EuroDIG teilzunehmen. Unser Engagement in der ICANN ist kostenlos und langfristig ausgelegt. Wir beobachten die Prozesse und Diskussionen, die sich derzeit vor allem auf die neuen Top Level Domains (TLDs) konzentrieren und werden bei Bedarf, wie beispielsweise interessanten Themen von uns hören lassen.

Vertreten wird Wikimedia Österreich in der ICANN von Manuel Schneider und Kurt Kulac. Manuel ist bereits für Wikimedia CH in der ICANN tätig und seit 2010 Vorstandsmitglied der EURALO (European Regional At-Large Organisation), der europäischen Regionalorganisation (RALO) für At-Large-Structures.

Manuel Schneider

Wiki Women Camp

Foto: Nkoepff, CC0 1.0 Universal

Nach einer Studie 2010 fand die Wikimedia Foundation heraus, dass neben einem Autorenschwund auch der zu geringe Anteil von Frauen ein Problem der Wikimedia-Bewegung darstellt. Entsprechend wurden verschiedene Konzepte überlegt und Aktivitäten lanciert, dies zu ändern.

Eine dieser Aktionen, die sowohl direkten Einfluss auf die Aktivitäten der Frauen, als auch als Planungstreffen für weitere Überlegungen dienen sollte, war das WikiWomenCamp vom 23. bis 25. Mai in Buenos Aires, Argentinien. Diverse engagierte Wikimedianerinnen auf der ganzen Welt planten diese Konferenz speziell für Frauen. Die Organisatorinnen machten sich unter anderem die Mühe, alle Länder und deren Frauensituation unter die Lupe zu nehmen:

Wikimedia Österreich unterstützte die Veranstaltung mit einem Budget von 5.000 EUR, um Teilnehmerinnen aus Österreich die Reise und Teilnahme zu ermöglichen. Leider wurden trotz mehrfacher Ankündigung und Einladung auf den öffentlichen Mailinglisten, der Webseite und dem Wiki keine Interessentinnen gefunden. Darüberhinaus hat Wikimedia Österreich 2.000 EUR für die Veranstaltung bereitgestellt. Dieser Betrag wurde schlussendlich von den Veranstalterinnen an Wikimedia Deutschland gegeben, um weitere Teilnehmerinnen über einen internationalen Stipendienpool zu unterstützen.

23 Teilnehmerinnen trafen sich für drei Tage in Buenos Aires, um in 16 Workshops und Sitzungen zu überlegen, warum so wenige weibliche Personen bei Wikimedia mitmachen und wie man dies ändern könnte.

Manuel Schneider

Fotoprojekt

Miha Vodicar und Nadiya Bychkova beim Cha-Cha-Cha-Tanzen
Foto: Ailura, cc-by-sa 3.0

Was letztes Jahr mit einem tiefen Griff in die Vereinskasse und der Formulierung ambitionierter Ziele begann, entwickelte sich zu einem ausgewachsenen Großprojekt, das mittlerweile im Ablauf der Arbeit einer kleinen Fotoagentur ähnelt. Kaum eine Woche vergeht, in der es keine Akkreditierung zu organisieren gibt und in der nicht ein Teil unserer mittlerweile doch recht stattlichen und über die Landesgrenzen hinaus bewunderten Kameraausrüstung nicht irgendwo hin transportiert werden muss.

Und das, obwohl wir noch immer – mehr oder weniger – nur die bestehenden Kontakte zu Fußball & Co und die individuellen Wünsche von Wikipedianern, die mit Ideen aktiv zu uns kommen, organisieren. Aber gerade Letzteres ist es, was für das Projekt wichtig ist. Schließlich kommt es zu allererst auf die Wünsche und Anforderungen der Community an, die letztendlich das schöne Ergebnis des Projekts so vielschichtig macht.

Nicht mehr nur Sport- und Naturfotografien, sondern auch die von Persönlichkeiten, vom Politiker bis hin zum Schauspieler und Rockmusiker finden sich nun in der mittlerweile knapp 7000 Fotos umfassenden Projektkategorie auf Wikimedia Commons. Erfreulich ist auch, dass nicht nur die Schüchternheit von mehr und mehr interessierten Fotografen gesunken ist, die teure Ausrüstung (auch wenn sie versichert ist) zu verwenden. Auch unser Selbstvertrauen ist mittlerweile gesund gewachsen und wir fühlen uns ermutigt, auch bei wichtigen und großen Events um Akkreditierung anzufragen.

Auch wenn unsere zugegebenermaßen doch ambitionierte Akkreditierungs-Bewerbung für die Olympischen Spiele in Sotschi 2014 wohl auf Grund des viel zu kleinen österreichischen Kontingents wenig erfolgversprechend erscheint (noch haben wir keine Absage!), eröffnen sich immer wieder indirekt neue Möglichkeiten. Diese können die wir Dank unseres Fußes in der Tür der Medienwelt ausnutzen. Also wer weiß, wo es uns im Dienste unseres Projektziels noch hin verschlägt. Alles ist möglich!

Fotoworkshops Nürnberg

Ich nahm im März 2012 als einzige Teilnehmerin aus Österreich am Wikipedia-Fotoworkshop teil. Neben Erfahrungsaustausch mit den zahlreichen anderen Wikimedia-Fotografen ging es um die Landtagsprojekte, Focus Stacking, Probleme mit Besitzern von Denkmälern und Neutralität beim Fotografieren von modernen Neubauten. Am Hauptthema Aktfotografie nahm ich nicht teil, konnte aber am Rande erste Erfahrungen mit der Blitzanlage sammeln.

Im Oktober nahm ich zum zweiten Mal am Fotoworkshop in Nürnberg teil. Es fanden Vorträge über einen potenziellen Cultureclash zwischen Autoren und Fotografen, Hugin, Diven vor der Linse (Vorbereitung für Landtagsprojekte) und den Einsatz von Blitzlicht statt. Außerdem gab es eine Exkursion durch Nürnberg und es wurden Tampons und Modelleisenbahnen fotografiert.

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:10._Fotoworkshop_N%C3%BCrnberg

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Wikipedia_11._Fotoworkshop

Aliura

Fotoworkshop Wien

Für die heimische FotografInnen-Gilde wurde im Frühjahr 2012 ein eigenes Wikimedia-Workshop im Wiener Medienzenzentrum abgehalten. Jede/r konnte seine eigene Kamera mitbringen und wurde vom Vortragenden persönlich betreut. Vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen kam jede/r auf ihre/seine Rechnung. Alle waren erstaunt, was man aus der Kamera, egal ob billig oder teuer, noch herausholen konnte. Den Abschluss des eintägigen Workshops bildeten Kameraübungen und Tipps und Tricks bei verschiedenen Lichtsituationen.

Schon am Vorabend hielt Olaf Kosinsky von WMDE einen ausführlichen Vortrag über die Möglichkeiten der "Landtagsprojekte", bei denen Landtagsabgeordnete in Deutschland wie auch in Österreich fotografiert werden. Der Vortrag führte schließlich zu einer intensiven Kooperation von FotografInnen aus Deutschland und Österreich, die ihr Können bisher im Landtag von Bayern und im Salzburger Landtag unter Beweis stellten (siehe dazu auch: Landtagsprojekt in diesem Jahresbericht).

Wikipedia Treffen der Redaktion Biologie

Auch dieses Jahr wurde das Treffen der Redaktion Biologie wieder durch Fahrt- und Übernachtungkosten für Mitglieder der Community unterstützt. Heuer war Podgorje bei Koper in Slowenien das Ziel. Es wurde ein Auto gemietet, mit dem Expeditionen in verschiedene Gebiete möglich waren, so auf den 1014 Meter hohen Slavnik. Dabei waren nicht nur vier österreichische Wikipedia-Autoren, sondern auch Vertreter der deutschen und slowenischen Wikipedianer. Podgorje im slowenischen Karstgebiet wurde deshalb als Treffpunkt gewählt, weil dort österreichische Entomologen im Auftrag der slowenischen Regierung die in diesem Gebiet einmalige Artenvielfalt der Schmetterlingsfauna (Tag- und Nachtfalter) untersuchten.

Die Wikipedianer erhielten Einblicke in die Feldarbeit der Entomologen, sowie Zugang zu Naturschutzgebieten und besonderen Biotopen. Während der zahlreichen Exkursionen konnten Fotos der zum Teil einmaligen Lebewesen des Karsts gemacht und auf Wikimedia Commons hinaufgeladen werden. Die Bestimmung der Lebewesen war unter Mithilfe der Wissenschaftler und der von ihnen mitgebrachten Literatur kein Problem. Mit den Wikipedianern in Slowenien kam es zu einer Zusammenarbeit, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden wird.

Hackathon Berlin

Durch die Unterstützung von Wikimedia Österreich konnte ich Anfang Juni am “Berlin Hackathon 2012" teilnehmen. Dort fanden sich geschätzte hundert technikinteressierte Wikipedianer, Mediawikianer,... ein, um gemeinsam an Projekten zu arbeiten, Neuigkeiten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Neben der Arbeit an meinen Tools konnte ich auch viele interessante Gespräche führen und Vorträge hören.

Ein von Tim Starling gehaltener Vortrag über die für nächstes Jahr geplante Einführung einer echten Programmiersprache zur Vorlagenerstellung gab uns erste Einblicke in die Scribunto-Erweiterung für Mediawiki. Obwohl sie prinzipiell alle gängigen Programmiersprachen unterstützt, wird in den Wikimediaprojekten vorerst nur die Programmiersprache Lua eingeführt. Weitere Vorträge waren etwa die Einführung in die Verwendung der neuen Revisionsverwaltung für Mediawiki unter Git&Gerrit von Patrick Reilly, oder die Tipps zu Verbesserung von MySQL-Statements von Roan Kattouw.

Das Team von Wikidata gab einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen und die weiteren Planungen. Schritt 1, die zentrale Verwaltung der Interwikilinks, sollte nach damaligen Planungen in den nächsten Monaten live gehen, dabei sollte es weiterhin für einzelne Seiten möglich sein, die IW-links manuell anzugeben. Schritt 2 wurden zusammenfassend "Metadaten" wie Einwohnerzahlen, Flächen, Geburtsdaten,... genannt. Diese sollen mit Quellen versehen werden können – es wird auch möglich sein, mehrere Datensätze für das gleiche Thema zu haben. Als Beispiel dafür wurde die Einwohnerzahl einer Stadt genannt, für die es keine aktuelle Volkszähung gibt. Alle Schätzungen (von der Stadtverwaltung, vom Staat, von Internationalen Organisationen,...) werden gleichwertig vorgehalten, über die Einbindung eines bestimmten Wertes muss die Community entscheiden.

Neben den Vorträgen konnte ich ein paar nette Gespräche führen. Von diesen sind vor allem die mit Multichill und Elya vom Internationalen Wiki Loves Monuments-Team hervorzuheben. Dabei konnte ich erstmals die WLM-App für Android von Brion Vibber testen. Die damals sehr frühe Entwicklerversion hatte schon einige interessante Features wie Listenansicht, Kartenansicht, Umkreissuche und direkten Fotoupload vom Handy aus. Weiters konnte ich an der Implementierung der Adminlevels in der internationalen WLM-Datenbank mithelfen. Durch die Einführung der Adminlevels ist auch in den internationalen Anwendungen eine Objektauswahl auf verschiedenen, lokalen Ebenen in der jeweils eingestellten Sprache möglich.

AleXXw

Solanaceaen-Kongress

Vom 26. bis 30. August 2012 fand im schweizerischen Neuchâtel die SOL2012 [1] – eine Konferenz über die Familie der Nachtschattengewächse statt. Erstmalig in dieser Form wurde eine solche wissenschaftliche Tagung von einem Wikimedia-Chapter (hier Wikimedia CH) als Sponsor unterstützt. Durch Übernahme der Reisekosten ermöglichte Wikimedia Österreich Carsten Stiller [2] – dem wohl aktivsten Autor der deutschsprachigen Wikipedia zu dieser Pflanzenfamilie – die Teilnahme an dieser Konferenz. Vor Ort konnte er so – zusammen mit Charles Andrès (Vorstand von Wikimedia CH) und Daniel Mietchen (Wikimedia DE) – Kontakt mit den Menschen aufnehmen, über deren Forschungsergebnisse er sonst in seiner Artikelarbeit schreibt.

Nicht nur während des im Programm vorgesehenen Wikipedia-Workshops [3] wurde versucht, den anwesenden Wissenschaftlern sowohl Wikipedia, als auch die Arbeit von Wikimedia näher zu bringen. In vielen interessanten Gesprächen wurde erklärt, wie Wikipedia funktioniert, auf welchen Wegen die Wissenschaftler selbst zur Verbesserung der Artikel aus ihrem Themengebiet beitragen können und wie wichtig Open Access für die Verbreitung von Forschungsergebnissen auch außerhalb der wissenschaftlichen Communities ist.

Momentan werden die während der Konferenz hergestellten Kontakte weiter gepflegt, um neue Kooperationen zu starten und den Austausch zwischen Wikipedia und der Wissenschaftswelt weiter auszubauen. Ein erster direkter Erfolg der Konferenz ist bereits sichtbar: Der von Carsten für den Workshop angelegte Artikel Nicotiana attenuata [4] wurde von ihm nach der Konferenz im Rahmen des Schreibwettbewerbs weiter ausgebaut und erreichte dort den 5. Platz der Gesamtwertung.

  1. http://www.sol2012.ch/
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Benutzer:Carstor
  3. http://en.wikipedia.org/wiki/User:Daniel_Mietchen/Talks/SOL_2012
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Nicotiana_attenuata

Benutzer:Carstor

Wiki Cup und Schreibwettbewerb

Im WikiCup und im Wikipedia Schreibwettbewerb hat Wikimedia Österreich Preise ausgelobt, als Hauptpreise jeweils ein Wochenende in Wien (mit Einladung zum Stammtisch). Im ganzjährig abgehaltenen WikiCup erhielten alle Teilnehmer jeder Runde jeweils ein speziell designtes T-Shirt. Diese T-Shirts in kleinster Auflage waren schon bald besonders beliebte Souvenirs und erfüllten ihr Ziel, die jeweiligen Teilnehmer für die jeweils kommende Runde noch einmal extra zu motivieren.

WikiTV

WikiTV Vortrag auf der Wikimania 2012
Foto: Dyolf77, cc-by-sa 3.0

WikiTV ist ein Community-Projekt, welches seine Wurzeln 2011 beim Wikipedia-Jubiläum hat. Dort wurde erstmals mit dem ORF eine TV-Sendung per Internet produziert. Im Laufe des Jahres kamen weitere Video-Projekte in Kooperation mit dem ORF hinzu, Ende des Jahres wurden Mittel vom Community Projekt-Budget beantragt.

Im März 2012 wurde dem Projekt WikiTV von Wikimedia Deutschland ein Budget vom 36.000 EUR zugeteilt. Damit wurde bislang Kameratechnik angeschafft, ein Großteil der Mittel wurden noch nicht verwendet. Wegen anderer Projekte, wie der WikiCon lief das Projekt nur langsam an, dennoch wurden einige Meilensteine erreicht:

  • Bei der Wikipedia Academy (29.-30. Juni) kam die Kamera das erste Mal zum Einsatz. Marco Fleckinger fand spontan Zeit, in Berlin zu diesem Event zu fahren. Erste Erfahrungen mit dem neuen Gerät zu sammeln, war hier das Ziel.
  • Während des LinuxTag 2012 ergab sich zufällig eine Zusammenarbeit mit NRW.TV. Der ComputerClub2, ein in Deutschland sehr bekanntes Fernsehformat; welches viele Jahrzehnte auf dem WDR lief, wollte die Organisatoren des LinuxTag befragen. WikiTV und der ORF baute eine Schaltung von Berlin über Wien nach Düsseldorf auf und ermöglichte so das Interview in bester Fernsehqualität. Dabei durften wir auch WikiTV kurz vorstellen. Die Sendung liegt uns vor, allerdings steht eine Freigabe unter Freier Linzenz noch aus.
  • An der Wikimania wurde die Ausrüstung in einem vollbesetzten Vortrag vorgestellt und die Idee von WikiTV international gestreut. In Schweden gibt es bereits ein ähnliches Projekt, in Tschechien arbeitet man noch daran.
  • Während der Wikimania gab es einen spontanen Besuch des ORF-Zentrums in Washingenton D.C. Nach einer sehr interessanten Führung mit dem Korrespondenten Wolfgang Geier drehte das dortige Team noch ein kleines Interview. Gut verpackt landete dieses ca. eine Woche später als kurzer Beitrag in der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild 2".
  • An der WikiCon 2012 wurde WikiTV in einem Vortrag kurz vorgestellt. In einem folgenden Workshop wurden neue Interessenten angeworben und Detailfragen geklärt.
  • Erfahrungen sammeln konnten wir außerdem bei der openSUSECon in Prag. Beim Event Mitte Oktober waren wir als Helfer der Filmcrew in gleich mehreren Vortragsräumen dabei. Das dort erworbene Wissen und auch die Kontakte können wir in weiterer Folge nützen, um gemeinsam auch verschiedene Vorträge auf verschiedenen OpenSource-Veranstaltungen mitzuschneiden.
  • Ein neues, aber interessante Einsatzgebiet für WikiTV ist auch das Erstellen von Tutorials. So war auch beim Landtagsprojekt in Salzburg die Kamera dabei und dokumentierte das Vorgehen der FotografInnen. Zukünftig sollte man nach dem Ansehen des Videos über den Ablauf informiert sein.
  • Weitere interessante Regie-Tipps erhielten wir auch bei der Preisverleihung von Wiki Loves Monuments. Diese fand am 16. November in der Wiener Hofburg statt. Auch hier war die Kamera mit dabei und außerdem eine professionelle Regisseurin vom ORF. Ihre kleinen Hinweise, wie man Videos interessant gestalten kann, werden wir in Zukunft mit einbauen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.

Im kommenden Jahr wurden bei BRalpha bereits zwei 45-minütige Sendungen unter dem Titel "WikiTV" pro Monat eingeplant. Eine davon wird von der WikiTV-Community erstellt und wird sich vorerst mit Wikiversity beschäftigen. Parallel dazu arbeitet eine Redakteurin des ORF an einer zweiten Sendung zu Wikipedia. Diese Sendungen werden auf BRalpha gesendet, stehen unter CC-BY-SA und werden auf Wikimedia Commons bereitgestellt.

Marco Fleckinger, Manuel Schneider

Buchscanprojekt

  • Budget: 5.000,00 EUR
  • Ausgaben: 3.441,86 EUR
  • Verantwortlich: Heinz Egger

LinuxTag

Der LinuxTag in Berlin ist – wie es die Organisatoren bezeichnen – Europas führendes Open-Source-Event. Manuel Schneider war dort schon seit vielen Jahren regelmäßig als Aussteller vertreten, in den letzten Jahren immer mit einem Stand von OpenZIM in Kombination mit tntnet, da der Entwickler beider Projekte Tommi Mäkitalo ist.

In diesem Jahr hatte Manuel aber etwas Anderes vor. Nach den positiven Erfahrungen mit einem Wikimedia Stand am Linuxday in Dornbirn (nicht zu verwechseln mit dem LinuxTag) organisierte er einen solchen Stand auch in Berlin. Stolz kann man auf die erste öffentliche Zusammenarbeit zwischen den drei deutschsprachigen Chaptern Wikimedia Deutschland, Wikimedia Österreich und Wikimedia CH zurückblicken.

Neben den drei deutschsprachigen Chaptern selbst waren des Weiteren auch verschiedene Projekte aus der Bewegung vertreten. OpenZIM und tntnet waren freilich wieder dabei, aber dieses Mal war auch Emmanuel Engelhart mit Kiwix, welches auf diesen beiden aufbaut.

Mit Lydia und Angelika waren ferner die Repräsentantinnen von Wikidata und RENDER vor Ort. Sie wechselten sich mit Catrin Schoneville, Johannes Rohr, Kai Nissen, Katja Ullrich, Michael Jahn, Nils Brenner, Phillip Wilke und Silke Meyer (jeweils von Wikimedia Deutschland) gegenseitig ab. Marco Fleckinger, der als Helfer ohnehin vor Ort war, vertrat Österreich selbst.

Ein besonderes Highlight war die Video-Konferenzschaltung zwischen Wien, Düsseldorf und Berlin: Wolfgang und Wolfgang vom ComputerClub 2 wollten ein Interview mit Nils Magnus vom LinuxTag e. V. machen, konnten aber nicht vor Ort dabei sein. Mit Hilfe der Technik des ORF konnte eine Konferenzschaltung zwischen den beiden Außenstellen und Wien hergestellt werden. Organisiert von Manuel trat Wikimedia Österreich zusammen mit dem ORF also als Dienstleister auf.

Obendrein wurden heuer auch die Getränke von den drei anwesenden Chaptern gesponsert. Zusammen mit Wikimedia Deutschland und Wikimedia CH, die auch je 300 Euro sponserten, trug Wikimedia Österreich in gleichem Maße zu einem Gesamtbetrag von 900 Euro bei.

Marco Fleckinger

Wikimania-Stipendien

Wikimania 2012 Washington DC
Foto: Helpameout, cc-by-sa 3.0

Susanne Peter war mit einem Stipendium von Wikimedia Österreich auf der Wikimania und brachte folgenden Bericht mit zurück:

To incorporate the sum of human knowledge you have to incorporate the sum of humans.

Mary Gardiner gibt die keynote speech zum Thema Fostering Diversity: Viele Präsentationen in den nächsten Tagen drehen sich um Diversität und Outreach. Nicht nur ist der Frauenanteil auf Wikipedia mit 9% sehr gering, es werden auch 84% der Artikel im globalen Norden geschrieben. Im Laufe der Konferenz geht der viermillionste Artikel auf en.wikipedia online. 42% der Amerikaner wenden sich an Wikipedia, wenn sie Informationen suchen. Jimmy Wales stellt die Frage, ob Teilnehmer aus Nigeria da sind und erkennt die Schieflage und den Handlungsbedarf aus der Tatsache, dass sich niemand meldet, sofort. Da hinkt der gute Vorsatz von „nothing about us without us“ gewaltig. Schon wieder sitzen hier großteils Weiße, noch immer überwiegend Männer und wollen über „die Anderen“ sprechen. Aber natürlich ist bei Wikimania trotzdem alles ganz anders.

Wikipedia is invincible.

Isla Haddow-Flood, eine weiße Afrikanerin, stellt Wikipedia & Afrika als eine sich gegenseitig befruchtende Partnerschaft vor. Weniger als 22% von Afrika sind dokumentiert, mit Kenia wurde im März (nach Südafrika) erst das zweite Chapter am Kontinent gegründet und die Zukunft ist mobil: 70% des Internetverkehrs findet auf tragbaren Geräten statt (was die Möglichkeiten zu editieren stark einschränkt und gleichzeit nach neuen Lösungen schreit). Zu den Problemen in Afrika gehören eine hohe Analphabetismus-Rate, viele kleine Sprachen, sowie die Tatsache, dass es aufgrund der mündlichen Tradition wenig Quellen gibt, die auf Wikipedia verlinkt werden könnten. Hier gibt es besonders spannende Ansätze, in Zukunft z.B. verstärkt mit Videoaufzeichnungen zu arbeiten (vgl. dazu auch das WikiTV-Projekt, das vom österreichischen Chapter vorgestellt wurde).

For those of you who are new: gosh! God bless you.

Unter den Wikimedia Community Fellows, die ihre aktuellen Projekte vorstellen, sticht besonders das Teahouse hervor. Hier werden Neulinge mit weniger als 100 Edits aufgefangen und Willkommen geheißen, denn durch die gesamte Konferenz hindurch haben fast alle dieselbe Erfahrung gemacht: dass Wikipedia am Anfang kein besonders einladendes Ding ist. Anstatt Rügen für Fehler zu verteilen, wurde im Teahouse nun der Versuch gestartet, die Kraft der Einladung zu nutzen und Peer Support anzubieten – und der Erfolg gibt Sarah Stierch und Jonathan Morgan Recht. In der dreimonatigen Testphase konnte nicht nur die Neubeteiligung erhöht werden, vor allem der Frauenanteil nahm mit 28% stark zu! In einer späteren Vorstellung von wikiHow wurde festgehalten, dass dort seit der Gründung 2005 keine auffälligen gender issues und sehr nutzerfreundliche Tools bestehen. Weitere Projekte von Fellows waren ua. ein Redesign der Help Pages (zu verwirrend) von Peter Coombe oder Dispute Resolution (zu komplex) von Steven Zhang zur Gewährleistung von Neutralität, Qualität und Stabilität der Artikel.

What you say vs. how you say it.

Obwohl es viele Bestrebungen gibt, Wikis offener zu gestalten, bestehen nach wie vor „barriers of participation“ (Sue Gardner), die überwunden werden müssen. Dazu gehört auf sprachlicher Ebene Ambiguität, die Verwendung von Jargon und vagen oder komplexen Bezeichnungen möglichst zu vermeiden. Tom Morris („a proud and out wiki slut“) schlägt vor, vermehrt auf Templates zurückzugreifen und eine einfache Sprache mit den 2000 gebräuchlichsten Wörtern, sowie nicht mehr als 25 Worte in einem Satz zu verwenden.

In der Diskussion über freien Zugang zu Wissen(schaft) – vgl. zB. JStor – und zukünftige Orte der Kooperation mit Archiven ist vor allem das WikiProject GLAM (Galleries, Libraries, Archives & Museums) oder auch das Google Art Project hervorzuheben. Darüber hinaus wurde nach einem Vortrag über Jimbo die Friendly Space Policy heftig diskutiert und musste neu verankert werden.

In Summe habe ich sehr spannende Tage in D.C. verbracht und ich möchte mich für diese wunderbare Möglichkeit bedanken! Und für 2014 will übrigens Kapstadt eine Bewerbung einreichen :o)

Susanne Peter, 24. Juli 2012

Ortsbildmesse Perg

Landesrat Viktor Sigl und WMAT Geschäftsführerin Claudia Garad
Foto: Ailura, cc-by-sa 3.0

Österreichische Wikipedianer und der Verein Wikimedia schafften erstmals eine gemeinsame große Aktion auf einer Ortsbildmesse.

Gleichzeitig war es ein hervorragender Einstieg und Startschuss für den Fotowettbewerb WIKI loves monuments 2012. Ein erster prominenter Teilnehmer war Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, der ein Bild von der Stadtpfarrkirche Perg machte. Auch dieses wird am Fotowettbewerb im September teilnehmen. Der Politiker eröffnete gemeinsam mit dem Obmann von Wikimedia Österreich – Kurt Kulac – die Fotoausstellung in der Galerie im Zeughaus mit allen österreichischen und internationalen Siegerbildern des vergangenen Jahres.

Die Wikipedianer verteilten mehr als 10.000 Stück Informationsmaterial und nutzten die Gelegenheit, die in den vielen Ständen anwesenden Vertreter der oberösterreichischen Gemeinden direkt anzusprechen. Nachmittags konnten sich interessierte Besucher bei den Wikipedia-Workshops des Katholischen Bildungswerks Perg über Mitarbeitsmöglichkeiten bei Wikipedia informieren.

Die designierte Geschäftsführerin des Vereins Wikimedia Österreich, Claudia Garád, die den Verein ab Oktober 2012 hauptamtlich leiten wird, begrüßte Landesrat Viktor Sigl beim Messestand. Die Präsentationen bei der Ortsbildmesse in Perg werden als großer Erfolg bewertet und machte allen Beteiligten auch wirklich viel Spaß.

Franz Pfeiffer

WikiCon

Foto: Manuel Schneider, cc-by-sa 3.0
Foto: Mr N, cc-by-sa 3.0

Die WikiCon ist eine deutschsprachige Wikimedia-Konferenz, die durch die Wikimedia-Gemeinschaft organisiert wird. Nach der Skillshare 2010 in Lüneburg und der WikiConvention 2011 in Nürnberg fand die WikiCon 2012 an der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn statt. Wikimedia Österreich investierte 10.000 EUR in die Veranstaltung, die ansonsten auch durch Wikimedia Deutschland (10.000 EUR), der Wikimedia Foundation (10.000 EUR) und Wikimedia CH (5.000 EUR), sowie dem Land Vorarlberg (1.560 EUR + kostenlose Nutzung der FHV und deren Personalkosten) finanziert wurde. Von diesem Budget konnte ca. ein Viertel eingespart werden und wurde den Wikimedia-Sponsoren anteilig zurück überwiesen.

Die WikiCon 2012 zog 212 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, den Niederlanden, Italien (Südtirol), Luxembourg (sortiert nach Teilnehmerzahlen) an. An drei Tagen fanden 57 Veranstaltungen (Keynotes, Podiumsdiskussionen, Vorträge, Workshops, Open Space Sessions) von 45 Referenten statt. Ganz nebenbei kam sogar das Organsitionteam aus den drei größten deutschsprachigen Ländern. Besonderen Schwerpunkt legte es darauf, alle Wikimedia-Projekte einzubinden und auch externe Teilnehmer einzuladen – aus ähnlichen Projekten als auch die Öffentlichkeit vor Ort.

Die Besucherzahlen – 44 Teilnehmer meldeten sich erst vor Ort an – und auch die Besucherumfrage zeigen, dass die Bemühungen erfolgreich waren. Es konnten nicht nur mehr Teilnehmer aus verschiedenen Ländern – unter anderem Liechtenstein und Südtirol, die bislang nie vertreten waren – gewonnen werden, sondern auch auch die Projekte und die Altersverteilung waren sehr breit gestreut. Mit mehreren Rentnern und einem Frauenanteil von 18% unterschied sich die Veranstaltung in positiver Weise von der Projektrealität.

Am Ende – nach vielen Diskussionen und Gesprächen – veröffentlichten die Teilnehmer eine Schlusserklärung, um die positive Wirkung der WikiCon 2012 auch in die Projekte hineinzutragen:

Links:

Manuel Schneider

Wiki Loves Monuments

Siegerfoto: Schlossruine Pottendorf samt Kapelle
Foto: Becky85, cc-by-sa 3.0

Zu dem von Wikipedia und Wikimedia Commons veranstalteten Wettbewerb reichten im September 2012 knapp 15.000 Fotografen aus 36 Ländern mehr als 360.000 Fotos ein.

In Österreich fand der Wettbewerb im Jahr 2012 zum zweiten Mal statt und erbrachte 10.800 Fotos von Schlössern, Burgen, Kirchen und Industriebauten bis zu denkmalgeschützten Wohnhäusern, Marterln und Flurdenkmalen. Bundesweit gibt es rund 37.000 denkmalgeschützte Objekte. Im Vorjahr wurden bereits 12.000 Fotos eingereicht, um die Denkmallisten, die von jeder österreichischen Gemeinde in der deutschsprachigen Ausgabe der Wikipedia angelegt wurden, zu bebildern.

In diesem Jahr beteiligten sich mehr Fotografinnen und Fotografen aus der Bevölkerung und aus den einzelnen Gemeinden als im Vorjahr und sandten Bilder mit einer erstaunlichen Vielfalt an Blickwinkeln auf Österreichs Kulturerbe ein. Panoramabilder von Baudenkmälern fanden ebenso Aufnahme in Wikimedia Commons, dem Bildspeicher der Wikipedia, wie Details von Fresken oder Statuen.

Zunächst traf eine Vorjury, bestehend aus engagierten WikipedianerInnen, FotografInnen und AutorInnen eine Vorauswahl. Die Endauswahl der PreisträgerInnen erfolgte durch eine Jury, bestehend u.a. aus VertreterInnen des Bundesdenkmalamts, des Bundeskanzleramts und Wikimedia. Zehn preisgekrönte Bilder werden nun pro Land an eine internationale Jury weitergegeben, die zusätzliche Preise, darunter eine Reise nach Hongkong vergibt.

Der Preis für das beste Foto aus Österreich – eine Fotoausrüstung von Canon – ging an Becky85 für ein Foto der Schlossruine Pottendorf samt Kapelle. Weitere Preisträger, die Rahmen eines Festakts in der Hofburg am 16. November 2012 ausgezeichnet wurden, erhielten Ballonfahrten über die Alpen, Hotelgutscheine und wertvolle Bildbände aus dem Bundesdenkmalamt.

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_Wiki_Loves_Monuments_2012_in_Austria

http://wikilovesmonuments.at

Beppo Stuhl

Wiki takes Oberes Murtal

cc-by-sa 3.0

Im Rahmen des Denkmallistenprojekts Österreich organisierten Peter Lauppert und ich eine Wochenendaktion, um den geringen Fertigstellungsgrad der Denkmallisten in der Steiermark zu erhöhen. Leider berichtete die Kleine Zeitung erst im Nachgang, so dass wir nur ein kleines Grüppchen von fünf Teilnehmern mobilisieren konnten. Die Anzahl bebilderter Denkmäler stieg seit Anfang September im Bezirk Murau von 24% auf 55% (78 auf 177 Denkmäler) und im Bezirk Murtal von 27% auf 59% (87 auf 192 Denkmäler) an.

http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Images_from_Wiki_takes_Oberes_Murtal

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/murtal/3114803/mehr-murtal-fuer-wiki.story

Aliura

Zedlerpreis

2012 wurde das Österreichische Denkmallistenprojekt mit dem Zedler-Preis für freies Wissen ausgezeichnet. Das Projekt setzte sich dabei in der Kategorie Community-Projekt des Jahres durch. Laut den Juroren trug das Projekt dabei 2011 am meisten dazu bei, Menschen zu befähigen, direkt oder indirekt Inhalte für die Wikimedia-Projekte zu schaffen. Wikimedia Österreich unterstützte gemeinsam mit Wikimedia Deutschland die Anreise der Community-Vertreter zur Preisverleihung nach Berlin und trug durch die Bewerbung von Wiki Loves Monuments indirekt zum Erfolg des Denkmallistenprojekts bei.

Wiki Loves Memories

Wikimedia Österreich unterstützt die Idee des Benutzers Robert Schediwy, der die grundsätzliche Idee des Fotoprojekts – nämlich Mediendateien für die Wikipedia zu bekommen – auf bereits bestehende, alte Diasammlungen ausdehnt. Ziel ist es insbesondere, für uns besonders wertvolle, da nicht mehr reproduzierbare, historische Momentaufnahmen zu erhalten, deren Urheberrecht jedoch noch länger nicht ablaufen wird.

So ist die Digitalisierung einer Sammlung aus den 1990er-Jahren von Fotos aus dem Nahen Osten geplant. Dafür wurde ein Reflecta DigitDia 6000 inkl. Silverfast Ai Studio 8-Software und ein schlanker, kleiner Laptop angeschafft. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, die Ausrüstung wird jedoch gerade in Zusammenarbeit mit den Organisatoren des deutschen Projekts Silberwissen im Einsatz getestet.

Support Slowakei

Der österreichische Wikimedia-Verein hat sich in einer elementaren Art und Weise an der Unterstützung des Aufbaus des slowakischen Wikimedia Vereines beteiligt. Nicht nur, dass die Basismitglieder des vorhandenen WMAT-Vereins durch ihre Erfahrungswerte helfen konnten, sondern auch Resourcen, wie z.B. Webspace für die vorhanden www.wikimedia.sk-Webpräsenz wurden dem slowakischen Verein seitens WMAT zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurde die slowakische Gründung teils durch österreichische Unterstützung mitfinanziert. Die Mitglieder in der Slowakei, die mit der Gründung beschäftigt waren, konnten immer auf mentale und materielle Unterstützung seitens WMAT zählen.

Den gemeinsamen Kommunikationslevel zwischen den Vereinen WMAT und WMSK kann man als sehr locker und angenehm bezeichnen. Vereinsmitglieder beider Staaten entwickelten schnell ein grenzenübergreifendes Bewusstsein in gemeinsamen Projekten, wie z.B. Wiki Loves Monuments oder ähnlichen, vor allem kulturellen Veranstaltungen in den Grenzbereichen in Oberösterreich und dem slowakischen Bezirk Bratislavsky kraj. An den Vereinstreffen in der Slowakei hieß der Verein WMSK oft österreichische Vereinsmitglieder willkommen und umgekehrt nahmen einige Mitglieder des slowakischen Vereins an einigen Veranstaltungen in Österreich teil. Unseres Erachtens können wir durch diese Kooperation einer regen und in puncto Wissensverbreitung und Aufklärung ertragreichen Zukunft entgegenblicken.

Rudolf Smehyl

Open Week Graz

Vom 23. bis 27. Juli wurde im Spektrum in Graz von Stefan Kasberger die Open Week organisiert. Dies war ein Workshop zu den Themen Open Data, Open Science, Open Access, Open Source und Urheberrechte. Themen, die auch uns Wikipedianern wichtig sind. Überschneidungsgebiete der Interessen der Open Science Bewegung und der Comunity sind klar erkennbar und wurden bei den Gesprächen aufgezeigt. Durch den Austausch von Informationsmaterial wurde der Kontakt intensiviert. Eine gemeinsame Veranstaltung ist angedacht, wurde jedoch noch nicht umgesetzt.

Niederösterreichischer Wanderzirkus anno 2012

Schon bald nach dem ersten Niederösterreichischen Stammtisch am 11. August 2011 in der Landeshauptstadt Sankt Pölten hat man sich dazu entschlossen, Stammtische auch an anderen Orten des Bundeslandes zu veranstalten, um es möglichst vielen Wikipedianern, denen der Weg in die Landeshauptstadt zu weit wäre, die gelegentliche Stammtischteilnahme zu ermöglichen. Die Idee „Niederösterreichischer Wanderzirkus“ war geboren.

Wenn man dann schon mit einem Wanderzirkus durch das Land tourt, dann möchte man doch nicht nur zwei oder drei Stunden am Wirtshaustisch sitzen, sondern den Tag auch vernünftig nutzen. Schon das zweite Treffen führte uns daher am 19. November 2011 zum Stift Göttweig, wo wir nach einer interessanten Führung durch den Sekretär des Abtes mit dem Benutzernamen BSonne unseren Stammtisch beim Heurigen abhielten. Das brachte mich auf die Idee, den Wanderzirkus nicht nur mit einem kulturellen Schwerpunkt zu versehen, sondern ihn auch dazu zu nutzen, Wikipedia interessierten Mitmenschen bekannter zu machen.

Nach einem weiteren Stammtisch am 3. März 2012 in Sankt Pölten organisierte ich also am 28. April ein Treffen im meiner Wahlheimatgemeinde Sitzendorf an der Schmida im westlichen Weinviertel. Dort konnte ich den Teilnehmern nach einem Empfang beim Bürgermeister zunächst im Rahmen einer Führung über den historischen Hauptplatz und durch die interessante Pfarrkirche die kulturhistorischen Höhepunkte des Ortes zeigen.

Kernpunkt war dann aber eine Vortragsreihe für Interessenten im Verkostungskeller eines örtlichen Winzers, den dieser uns zu dem Zweck exklusiv zur Verfügung gestellt hatte. Die erschienenen Gäste erfuhren alles über die Foundation, die nationalen Vereine, die Finanzierung, die einzelnen Wikis und Commons sowie die Bedeutung der deutschsprachigen Wikipedia im internationalen Vergleich. Wie man Autor (registrierte und anonyme Autoren) wird, welche Funktionen es in der Administration von Wikipedia (Sichter, Administrator etc.) gibt, welche Relevanzkriterien ein Artikel erfüllen muss, was beim Hinaufladen von Fotos zu beachten ist und welche Lizenzen es gibt, wurden ausführlich erörtert. Abschließend präsentierte ich Beispiele für Arbeiten in der Wikipedia über und aus der Großgemeinde Sitzendorf, ehe der gemütliche Teil folgte, für dessen Erfolg die Bewirtung durch Wikimedia Österreich verantwortlich zeichnete.

Nun nutzte ich noch einen Kontakt zum Stift Lilienfeld, wo wir am 21.Juli eine Spezialführung durch den Prior (Wikipedia-Benutzer Murator) höchstpersönlich erleben durften. Dabei bekamen wir auch Räumlichkeiten zu Gesicht, wie etwa die Sakristei, die bei normalen Führungen nicht gezeigt werden. Anschließend war das Stüberl im Gasthof Ebner „Zum Schützen“ in der Nähe des Stiftes für unseren üblichen Stammtisch reserviert, wo wir nicht nur Speis und Trank, sondern auch das soeben Erlebte verdauen konnten.

Viele weitere Ideen für den Wanderzirkus und seine künftigen Stationen liegen bereits auf dem Tisch und harren der sicherlich interessanten Umsetzung.

Manfred Kuzel

Stammtisch Innsbruck

Im Osten Österreichs gibt es ja bereits seit Langem mehrere Stammtische. In Deutschland kann man die Anzahl schon gar nicht mehr zuverlässig zählen. Die Münchner behaupten ja gar, der ihre wäre der älteste. Bisher war das gleichzeitig auch der nächste von Tirol aus gesehen. Die Anreise dorthin ist zwar lang, aber dennoch einfach, dafür fährt der letzte Zug retour bereits relativ früh wieder.

Doch endlich wurde es auch hier geschafft. Regelmäßig wird ein eigener Stammtisch organisiert. Selbstverständlich ist es ein Anliegen, dass zu diesem Treffen nicht nur Innsbrucker kommen, sondern Leute aus ganz Tirol. Dazu zählen natürlich auch Süd- und Osttirol. Das sollte aber nicht als Ausladung anderer zu verstehen sein – auch hier ist jeder herzlichst willkommen.

Der Stammtisch ist sozusagen ein Resultat aus der WikiCon. Die Wikipedia-Benutzer Elisabeth Kugler, Thorsten Schwerte, Stefan Stolz, Yung und Marco74 hatten sich dort kennengelernt. Auf diesem ersten Treffen und den positiven Resonanzen nach der Veranstaltung aufbauend, werden seither monatliche Treffen eingerichtet. Dies soll der Bildung einer soliden Gemeinschaft an Autorinnen und Autoren in Tirol dienen.

Neben den ursprünglichen fünf WikiCon-Teilnehmer kommen aber auch noch andere. Diese waren an der WikiCon zwar nicht anwesend, hatten sich teilweise aber schon überlegt, zu kommen. Seither treffen sich im Stiftkeller am Eingang zur Altstadt jeden Monat meist mehr als sieben Leute – Tendenz nach wie vor steigend. Dies ist eine mehr als erfreuliche Bilanz.

AutorInnen und FotografInnen gab es ja schon vorher in Tirol. Diese kannten sich aber nur teilweise, arbeiteten jedoch meist alleine vor sich hin. Ein Portal zu Artikel über Tirol gibt es zwar, aber es gibt auch noch weitere sehr interessante Themenschwerpunkt, die besprochen werden. Bei diesen gemeinsamen Treffen, motivieren sich die Teilnehmer gegenseitig und können auch gute Tipps für das andere Themen geben. Immerhin gibt es jetzt schon viele neue Autoren. Außerdem wäre es schön, auch die Neuzugänge des UIBK-Bio-Projekt kommen würden. Gerade diese könnten – so hofft man – davon profitieren.

Doch Innsbruck ist nicht die westlichste Stadt in Österreich, beheimatet aber den bisher westlichsten Stammtisch. Bleibt nur zu hoffen, dass dies nicht so bleibt. Auch jenseits des Arlbergs gibt es bereits einige auch durch Wikimedia Österreich geförderte Projekte. Warum sollten die positiven Resonanzen der WikiCon nicht auch dort zum Anlass für etwas Ähnliches genommen werden?

Marco Fleckinger

LinuxDay

Der LinuxDay ist eine jährlich in Dornbirn, Vorarlberg, stattfindende Veranstaltung rund um Freie Software, organisiert durch die Linux Usergroup Vorarlberg. Es werden an der HTL Dornbirn einen Samstag lang sowohl eine Ausstellung mit Ständen verschiedener Projekte als auch Vorträge präsentiert. Das Publikum ist aufgrund der grenznahen Lage international, die Teilnehmer kommen zu fast gleichen Teilen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Im Jahr 2011 war der LinuxDay erstmals eine Gelegenheit für Wikimedia Österreich, an einer Messe teilzunehmen und einen eigenen Stand zu betreiben. Darüber berichteten wir bereits im letztjährigen Jahresbericht. Hervorzuheben sei, dass wir seither gute Kontakte ins Ländle haben. Auch die WikiCon 2012 hat dazu beigetragen. Die Idee, eben diese dort am Ort zu veranstalten, kam ja auf dem letztjährigen Event auf.

Auch in diesem Jahr haben wir den Versuch gewagt, zu sehen, ob wir aus der Veranstaltung einen Nutzen für uns ziehen können. Zwar passen wir als größter Anbieter freier Inhalte gut auf den LinuxDay, allerdings beschränken wir damit unsere eigene Zielgruppe auf die Personen, die bereits Interesse an Freier Software und Freien Inhalten hat. Dennoch bot die Veranstaltung auch heuer den Vorteil, damit erst einmal eine Bekanntheit in dieser Community zu erreichen bzw. diese dort zu steigern. Die Organisation Wikimedia und ihre weiteren Projekte bekannt zu machen, war ein besonderes Anliegen. Dazu hat Manuel Schneider auch spontan einen Kurzvortrag gehalten, der genau dies erreichen sollte.

Dass Wikimedia mehr als Wikipedia ist, scheint derzeit die wichtigste Nachricht an die Öffentlichkeit zu sein. Das ist auch ganz klar die Botschaft, die wir von der diesjährigen Veranstaltung mitnehmen. Auch am Stand wären viele etwas interessiert, dass Wikipedia ebenfalls anwesend wäre, vorbei gegangen. Erst nach ein wenig Nachhaken merkte man, dass nicht einmal das Projekt, wohl aber das Produkt bekannt ist, geschweige denn die Organisation dahinter, sowie deren andere Projekte. Auch Michael Karolzak und Marco Fleckinger hatten einige sehr interessante Gespräche zu dieser wichtigen Frage.

Da die Veranstaltung an sich kostenlos ist und die Standbetreuer ebenfalls aus der Region kommen, sind die Kosten sehr gering. Die Leute vor Ort sind äußerst kooperativ, gastfreundlich und absolut offen für diese freien Gedanken. Der Standort Dornbirn bietet darüber hinaus stategisch gesehen eine einfache Möglichkeit, trinational im deutschsprachigen Raum aktiv zu sein. Umso mehr verwundert es eigentlich, dass da im Bereich Freien Wissens so wenig betrieben wird.

Manuel Schneider, Marco Fleckinger

QRpedia

Ein QR Code

Die Wikipedia schreibt: "Der QR-Code besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen." Verwendet werden QR-Codes mit Mobil-Telefonen auch, um zu Seiten im Internet zu gelangen. Was liegt näher, als QR-Codes zu Wikipedia-Artikeln zu lenken, und am besten, wenn es wirklich interessant ist, also in Museen, an Denkmälern oder in Botanischen Gärten. Und das ganze natürlich automatisch in der Sprache des Interessierten.

Diese Idee wird gerade in Graz umgesetzt. Nach Gesprächen mit Professor Berg, dem Leiter des Botanischen Gartens wurde eine Liste mit Arten ausgetauscht, die einen QR-Code zum Wikipedia-Artikel erhalten sollen. Mitarbeiter der Redaktion Biologie schreiben gerade die noch fehlenden Artikel zu den mehr als 300 Arten. Zur Zeit wird noch das endgültige Aussehen der Schilder mit dem Botanischen Garten abgeklärt, das dann nicht nur automatisch zum entsprechenden Artikel verlinken kann, sondern auch den Namen der Art und andere Informationen im Klartext enthalten wird. Im Frühjahr werden dann hoffentlich schon mit dem ersten Grün die Schilder her- und aufgestellt.

Landtagsprojekt

Chiemseehof in Salzburg (Kaiviertel), Sitz des Salzburger Landtags und der Salzburger Landesregierung
Foto: Andreas Praefcke, cc-by-sa 3.0

Obwohl es über jeden österreichischen Landtagsabgeordneten einen Artikel in der Wikipedia gibt, sind diese nur zu einem kleinen Teil bebildert. Von ganz wenigen Landtagsabgeordneten existiert ein Porträtfoto. Das liegt nicht etwa daran, dass die Abgeordneten fotoscheu sind oder keinen Fotografen finden. Es liegt an der Lizenz. In der Wikipedia und auf Wikimedia Commons dürfen nur Fotos eingestellt werden, die unter einer freien Lizenz stehen.

Diese Fotos stehen meist unter der Lizenz „Creative Commons”. Das bedeutet, der Urheber erlaubt jedem Nutzer, dieses Foto zu verwenden oder auch zu verändern. Dies jedoch mit der Einschränkung, dass der Urheber immer namentlich genannt werden muss und die Weiternutzung keine andere Einschränkung erfährt. (Die genaue Beschreibung der Lizenz findet man unter CC BY-SA 3.0 – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Österreich auf http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/at/ )

Am 31. Oktober 2012 wurde im Landtag von Salzburg das fünfte Landtagsprojekt in der deutschsprachigen Wikipedia durchgeführt. Nach der Landtagssitzung konnte sich jeder Landtagsbageordnete einzeln den Wikipedia-Fotografinnen und -Fotografen apräsentieren. Von den 36 Abgeordneten und Regierungsmitgliedern sind die meisten fotografiert worden.

Das Projekt umfasste mehrere Ziele, darunter:

  • das Erstellen frei lizenzierter Bilder zur Nutzung in- und außerhalb der Wikimediaprojekte
  • das Korrigieren von Fehlern und Ergänzen von Artikeln der Abgeordneten
  • den Dialog zwischen Politikern und Wikimedianern über verschiedene Themen zu ermöglichen
  • die Ziele der Wikimediaprojekte deutlich zu machen, sowie Chancen und Risiken aufzuzeigen
  • konkrete Themen, wie Persönlichkeitsrecht und Urheberrecht im Bezug auf die erstellten Inhalte zu erklären
  • ein offenes Ohr für die Fragen, Wünsche und Ideen der Politiker zu haben
  • die Schnittstelle zwischen Online und Offline im Bezug auf die Wikimediaprojekte greifbar zu machen

Anschließend konnten auch noch von mehreren Teilnehmern Denkmäler im Bezirk Hallein fotografiert werden.

Wer sich für das Fotoprojekt interessiert, kann sich auf der Wikipedia-Seite http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Landtagsprojekt/Salzburg informieren. Für das Jahr 2013 sind weitere Landtagsprojekte in Österreich geplant. Für Interessierte und die organisatorische Vorbereitung gibt es eine Mailiningliste. Die Registrierung erfolgt über https://ml05.ispgateway.de/mailman/listinfo/foto-news-l_wikimedia.de. Ferner steht unter https://forum.wikimedia.de/arbeitswiki/foto/index.php?title=Hauptseite ein internes Arbeitswiki zur Verfügung. Zugang wird per E-Mail-Anfrage an olaf.kosinsky@wikipedia.de ermöglicht.

Universitäts- und Schul-Projekte

UIBK-Bio-Projekt

Das Wikipedia-Projekt des Instituts für Zoologie der Universität Innsbruck geht gerade in die dritte Runde: Nach 2010 und 2011 bekommen Innsbrucker Biologie-Studierende auch dieses Jahr wieder die Möglichkeit, Wikipedia-Artikel zu erstellen, um einen Teil ihrer Prüfungsleistung abzuliefern. Neu ist hingegen die Projektseite, die als Anlauf- und Diskussionspunkt für Studenten, Wikipedianer und Projektverantwortliche dienen und einen Überblick über das Projekt geben soll. Doch wie kam es überhaupt so weit?

2010 begann alles mit der Ungarischen Wiesenotter. Thorsten Schwerte, Dozent an der Universität Innsbruck und verantwortlich für die Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, hatte die Idee, seinen Studierenden wissenschaftliche Standards über die Arbeit an Wikipedia-Artikeln nahezubringen. Die so erstellten Artikel, darunter die Wiesenotter, landeten im Frühjahr in der Wikipedia – zur allgemeinen Verwirrung der Redaktion Biologie, die sich sogleich daran machte, den Schlangenartikel zu wikifizieren und bei den Verantwortlichen kritisch nachzufragen: Wer schrieb denn diese Artikel überhaupt? Wurden sie auch gepflegt oder einfach nur in der Enzyklopädie abgestellt? Hatten die Studenten das nötige Handwerkszeug und die Lust zur enzyklopädischen Arbeit? Wer war denn für das Ganze verantwortlich? Und vor allem: Konnte das überhaupt gut gehen?

Stein des Anstoßes: Die Ungarische Wiesenotter
Foto: Pellinger Attila, cc-by-sa 3.0

Nach intensiver Diskussion, einem Austausch mit Thorsten Schwerte und seinen Mitarbeitern Stefan Stolz und Elisabeth Kugler und einem Real-Life-Treffen auf der WikiCon 2012 in Dornbirn zeigte sich: Es konnte! Im gemeinsamen Gespräch zwischen Wikipedianern und dem UIBK-Bio-Team wurden gemeinsame Interessen erörtert und Ziele besprochen: Wikipedia und die Studierenden sollten gleichermaßen von dem Projekt profitieren. Neben der Nachbetreuung der Artikel sollte auch der Austausch der Biologie-Redaktion mit den Projektverantwortlichen und ihren Studierenden verbessert werden. Gleichzeitig wurde auch eruiert, wo Ressourcen zum gemeinsamen Vorteil genutzt werden könnten, etwa im Bereich von Know How in der Literaturaufbereitung oder von Tutorials für Wikipedia-Einsteiger.

WMAT sollte die Schirmherrschaft über die Kooperation übernehmen und sie gegebenenfalls logistisch und finanziell unterstützen. Um den Erstsemestern einen Einblick in die Wikipedia-Arbeit zu geben, reiste der Benutzer Toter Alter Mann, unterstützt von WMAT, im Oktober nach Innsbruck, hielt einen Vortrag über die Enzyklopädie und beantwortete die Fragen der Studierenden. Mit diesem Schwung geht das UIBK-Bio-Projekt nun also in das neue Semester und die ersten Artikel sind schon da. Wer etwa dabei mithelfen möchte, Babesia bigemina den letzten Schliff zu geben oder den Autoren des Großen Gleithörnchenbeutlers Tipps zu geben, der ist dazu herzlich eingeladen. Eine Übersicht über die neuen Artikel des Projekts findet sich auf der Projektseite. Das Projekt und die Redaktion Biologie freuen sich natürlich über jeden tatkräftigen Helfer.

PS: Der Ungarischen Wiesenotter geht es mittlerweile prächtig. Der Benutzer Regiomontanus hatte sich seinerzeit des Artikels angenommen und zusammen mit den Projektverantwortlichen und dem Autoren den Artikel weiter ausgebaut, sodass er nun als beispielhaft für sein Themengebiet gelten kann.

Benutzer:Toter Alter Mann, 25.11.2012

FH Vorarlberg

Eine Kooperation zwischen der Fachhochschule Vorarlberg in Dornbirn und WM Österreich besteht schon seit 2010. Anfangs ging es um die Integration von Artikeln über Wirtschaftswissenschaften, die während der Lehrveranstaltungen erarbeitet wurden, in die Wikipedia. Es wurde mit dem damaligen Rektor, Prof. Dr. Feurstein eine Kooperation vereinbart und schließlich Lehrveranstaltungen im Rahmen des Projekts wiwiwiki (Wirtschaftswissenschaften-Wiki), das es auch an einigen Universitäten in Deutschland gibt, abgehalten.

Weitere Kontakte führten 2012 zu einer Zusammenarbeit bei der Organisation der WikiCon 2012 in Dornbirn. Die FH stellte sämtliche Räumlichkeiten und Hörsäle sowie die Mensa zur Verfügung. Mehrere Professoren beteiligten sich an Vorträgen und Workshops, bei denen es um Inhalte ging, die sowohl dem Staff der FH als auch Wikimedianern ein Anliegen sind, beispielsweise die Creative-Commons-Lizenzen oder die Möglichkeit der Publikation eines "Wikibooks".

Wikipedia-Schulworkshops

Im Verlauf des Jahres fanden mehrere Workshops an Schulen statt, bei denen Wikipedia und Wikimedia vorgestellt wurden. Dafür wurde eine eigene Methodensammlung angelegt und Skripte erstellt. Durch die Workshops wurden Schüler dazu angeregt, sich mit den Stärken und Schwächen der Wikipedia als Enzyklopädie zu befassen und die Verlässlichkeit der Informationen einschätzen zu lernen. Es wurden zwei-, drei- und vierstündige Workshops in verschiedenen Klassenstufen an der Oberstufe von Gymnasien (5. - 8. Klassen) angeboten.

Dabei war es auch der Wunsch der Pädagoginnen und Pädagogen, die Verwendbarkeit der Wikipedia im Schulbetrieb auszuloten. Es wurde von deren Seite eingewandt, die WP sei nicht zitierfähig bei vorwissenschaftlichen Arbeiten und die Gefahr von C&P (Copy and Paste) bei Referaten nehme überhand. An einer Schule konnte die Vereinbarung zwischen dem Lehrkörper und den Schülern getroffen werden, dass die WP nicht wie bisher von der Verwendung bei Referaten und Arbeiten ausgeschlossen sei, aber ordnungsgemäß zitiert werden solle. (In der WP existiert ein Tool, das dies erleichtert). Auch bei Schülerprojekten in Museen und anderen Institutionen wurden WP-Artikel von Schülerinnen und Schülern gemeinsam gestaltet oder ergänzt.

Literaturstipendium

  • Budget: 1.500,00 EUR
  • Ausgaben: 1.972,88 EUR
  • Verantwortlich: Heinz Egger

Visitenkarten und E-Mail

Zahlreiche Domainnamen mit Wikimedia-Marken wurden gesichert, einige davon mit anwaltlicher Hilfe von Domain-Squattern übertragen. Nach Prüfung der Rechtsgrundlagen und Erstellung einer Nutzungsvereinbarung, die die Nutzung von Wikimedia-Marken auch für externe Personen auf eine sichere Basis stellt, können nun von allen Interressenten Mailadressen beantragt werden. Auf Wunsch werden auch Mailboxen mit Zugang zur Wikimedia-Groupware vergeben, es können außerdem Visitenkarten bentragt werden.

Um Verwechslungen zu vermeiden, werden E-Mail-Adressen auf der Domain wikimedia.at und Visitenkarten im Corporate Design der Wikimedia nur an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter vergeben. Die Nutzung der Markenrechte durch den Verein erlaubt die Wikimedia Foundation auf Basis eines Trademark-Vertrags, der jederzeit gekündigt werden kann. Da die Marken die wertvollsten Güter der Wikimedia Foundation sind, ist der Umgang damit – insbesondere die Gewährung von Nutzungsrechten – heikel.

Manuel Schneider

Vorträge

  • ÖGG
    • Die Österreichische Geographische Gesellschaft ist ein österreichweit agierender Verein mit ca. 1200 Mitgliedern. Wikimedia Österreich wurde eingeladen, anlässlich der von der ÖGG regelmäßig organisierten Vorträge an der Universität Wien einen über Geographie in der Wikipedia zu halten. Kurt Kulac kam der Einladung nach und hatte aus seiner Sicht Erfolg. Das zwar spärliche, dafür aber umso mehr interessierte Publikum konnte er nicht nur über zahlreiche Vorurteile gegenüber der Wikipedia aufzuklären, sondern die Geographen auch mit dem enormen Potential und dem Umfang der Wikipedia im Bezug auf geographische Themen beeindrucken. Viele gemeinsame Überschneidungspunkte zwischen den beiden Organisationen wurden entdeckt und ein Ausbau der gemeinsamen Zusammenarbeit wurde in Aussicht gestellt. Diese konnte jedoch auf Grund unserer begrenzten Ressourcen noch nicht aufgegriffen werden. Aufgeschoben ist aber definitiv nicht aufgehoben.
  • Pioneers Festival
    • Im Rahmen des Pioneers Festivals in der Wiener Hofburg trafen vom 29.-31. Oktober 2500 internationale Pioniere und solche, die es noch werden wollen aufeinander. Das Pioneers Festival verbindet revolutionäre Technologie mit innovativem Unternehmertum. Das "HUB Vienna", zu dieser Zeit das Wiener Büro der Geschäftsführung, war Partner der Veranstaltung und richtete am Rande des Festivals das Start-up Brunch "Technology for Social Innovation" mit rund 30 angemeldeten Teilnehmern aus. In diesem Rahmen eröffnete sich der neuen Geschäftsführerin Claudia Garád die Möglichkeit, Wikimedia Österreich einem interessierten Publikum vorzustellen und einen Überblick über aktuelle Projekte und Aktivitäten zu geben.
http://pioneersfestival.com/agenda/

GLAM

„GLAMs sind oft vom Staat geförderte, öffentlich verantwortliche Institutionen, welche Kulturerbe sammeln.“ So beschreibt es der Wikipedia-Artikel zum Stichwort GLAM. Auch wenn der Artikel noch ausbaufähig ist, erklärt er, dass diese Institutionen ihre Aufgaben in der Welt des Web 2.0 (und des zukünftigen semantischen Web 3.0) ihre Ziele neu überdenken müssen. Dafür werden ihnen von den Regierungen oder der Europäischen Union Mittel zur Verfügung gestellt, die sie für verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, Digitalisierung und Veröffentlichung ihrer Kataloge im Internet usw. verwenden können.

Teilweise überschneiden sich die Interessen der Museen und Archive mit denen von Wikimedia. Auch Wikimedia will die Verbreitung von Wissen fördern. Für die Wikimedia Foundation und die einzelnen Wikimedia-Vereine geht es dabei um die Förderung der freien Verbreitung von Wissen. So stellte sich der am 22. und 23. Oktober 2012 in Berlin abgehaltene und von WMDE mitveranstaltete GLAM-Kongress Zugang gestalten folgende Fragen:

„Heißt ‚freier Zugang‘ auch ‚kostenfreier Zugang‘? Wie ändern sich im Informationszeitalter Anforderungen und Selbstverständnis von Gedächtnis-institutionen? Welche Rolle spielen partizipative Initiativen wie Wikipedia, welche Bedeutung hat die Privatwirtschaft? Warum wird beim Zugang zum kulturellen Erbe oft in kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzungen unterschieden? Wie berechtigt ist diese Unterscheidung? Wächst die Verantwortung mit der Menge dessen, was dem kulturellen Erbe zugerechnet wird? Welche Verantwortung ist mit dem leichteren Zugang verbunden?“

Bisherige Aktivitäten in Österreich

In Österreich wurden bisher Kontakte zur ÖAW (Österreichische Akademie der Wissenschaften), zum BDA (Bundesdenkmalamt), zu MUSIS (Museen und Sammlungen in der Steiermark), zu österreichischen Vertretern von Europaeana und Europa Nostra, zu mehreren Stiften (darunter Stift Admont) und Kulturinstitutionen auf unterschiedlichem Level gepflegt. Mehrere Kongresse, z. B. ein Europaeana-Treffen zu "User Generated Content" in Wien oder die Fachtagung "Wikipedia trifft Altertum" in Göttingen wurden von österreichischen Wikipedianern besucht. (Siehe auch das Kapitel GLAM im Jahresbericht 2011). Im Budget 2012 wird festgestellt, dass die Mittel für Reise- und Übernachtungskosten knapp bemessen sind. Dennoch konnten die GLAM-Aktivitäten im Jahr 2012 ausgeweitet werden.

Zur Vorbereitung eines GLAM Wiki-Kongresses im Jahr 2013 fand von 14.-16. September 2012 ein GLAM-Wiki-Camp in London statt, bei dem von österreichischer Seite Ruben Demus teilnahm. Er hatte bei zwei Reisen nach England im Jahr 2012 sowohl die Mitglieder des Chapters WM-UK, als auch die QRpedia-Projekte im Derby Museum sowie in London kennengelernt.

GLAM Wiki Camp, London, September 2012

Dank der Unterstützung von Wikimedia Österreich konnte ich am GLAMcamp Mitte September in London teilnehmen. (Siehe: https://uk.wikimedia.org/wiki/GLAMcamp_London/September_2012 ) Schwerpunkt des Treffens war vor allem der Erfahrungsaustausch bei Kooperationen mit GLAM – Institutionen, also Galerien, Bibliotheken, Archiven und Museen. Derzeit aktive Kooperationen finden sich unter http://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:GLAM/Projects . Zirka 30 Wikipedianer und Wikimedianer, darunter auch eine Handvoll Wikipedians in Residence, die sich derzeit darum bemühen, Inhalte und Bestände von GLAM-Institutionen nachhaltig den Wikimedia-Projekten zukommen zu lassen, haben an der zweitägigen Veranstaltung im British Library Conference Centre teilgenommen. Die ebenfalls bei diesem Treffen eingeräumte Zeit für die Planungen für die GLAM WIKI 2013 conference in UK ( https://uk.wikimedia.org/wiki/GLAM-WIKI_2013 ) wurden auf ein Minimum reduziert und in einer kleineren Gruppe besprochen, da sich diese insbesondere an Institutionen in London richtet und eine Schwerpunktsetzung nicht der hohen internationalen Beteiligung gerecht geworden wäre.

Angesprochen wurden unter anderen:

  • Die Auswahl der passenden Kooperationspartner (größerer Wahrnehmungseffekt bei sichtbarer Zusammenarbeit mit kleineren Partnern vs. potentiell mehr Material von großen Institutionen)
  • Die Problematik im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunst/Gegenwartskunst, da hier Kooperationen wie bei anderen Institutionen aufgrund des Urheberrechts nicht möglich sind
  • Mögliche Interessenskonflikte durch Vereinnahmung von Vereinsmitgliedern oder Wikipedianern bei Kooperationen und die Gefahr, den Ansprüchen auf NPOV bei Artikeln über die Kooperationspartner nicht mehr entsprechen zu können. (Objektivität)
  • Die Gefahr, bei Anstellung (Stichwort Wikipedians in Residence) von einer beratenden Funktion zum bezahlten Autor einer Institution zu werden
  • Die Notwendigkeit, freiwillige Mitarbeiter zu finden und zu motivieren. (http://uk.wikimedia.org/wiki/GLAMcamp_London/September_2012/Volunteers_and_Education)
  • Die Gefahr einer steigenden Bürokratie, die teilweise nicht vermeidbar ist
  • Die Herausforderung, mit dem Logo (insbesondere dem Wikipediaball) verantwortungsvoll bei Kooperationen umzugehen – Problematik wer die Erlaubnis geben darf, die Logos zu nutzen, das lokale Chapter oder die WM-Foundation
  • Die Schwierigkeit, entsprechende Transparenz für Außenstehende zu wahren
  • Die Gefahr von Konflikten zwischen freiwilligen und bezahlten Mitarbeitern – klare Definition der Aufgaben
  • Die unterschiedlichen Strategien für und bei Kooperationen, Editathons (Schreibwettbewerben), Workshops, Konferenzen, Fotowettbewerben (z.B.: WLM), QRpedia, etc. (http://outreach.wikimedia.org/wiki/Concepts)
  • Möglichkeiten, wie profitiert werden kann (etwa Aufmerksamkeit, Besucher, Wahrnehmung, ... auf der einen Seite – und freie Inhalte, Ansprechpartner, ... bis hin zu neuen Autoren auf der anderen Seite)
  • Frage der Motivation von Kooperationspartnern; Gefahr, dass nicht die Idee des freien Wissens unterstützt wird, sondern nur die Hoffnung auf mehr Zugriffszahlen, die auf den eigenen Websites der institutionen generiert werden sollen
  • Inhalte müssen sinnvoll zur Verfügung gestellt werden (Etwa Bildmaterial ohne sinnvollen Namen, Kategorie, weitere Informationen, ist relativ wertlos)
  • Wunsch nach Analysetools für Auswirkungen von Aktionen (Neue Mitarbeiter, Zugriffszahlen, Inhalte, etc.) vs. Datenschutz (nicht verfügbare Informationen)
  • Unterstützung der Vielsprachigkeit von Artikeln (QRpedia als positives Bespiel, das in der Vergangenheit die Verfügbarkeit vieler Artikel in mehreren Sprachen unterstützt hat)
  • Problematik von toolserver.org – Stabilität, Finanzierung – Möglichkeiten der Integration (zumindest einiger Funktionen) in MediaWiki sollte angedacht werden; von der Foundation ist ein eigener Server geplant, der aber andere Funktionen hat und auf dem nicht alle Tools des Toolservers laufen werden)
  • Upload von Daten (Spezielle Tools und Templates für GLAM-Institutionen)

Neben den angesprochenen Problemen und Anforderungen wurden in der Folge auch die Erfahrungen und Planungen zu mehreren konkreten Projekten in Kleingruppen diskutiert, ausgetauscht und geplant. Neben der GLAM WIKI 2013 conference in London waren dies insbesondere Wiki Loves Monuments (http://www.wikilovesmonuments.org/), QRpedia (http://qrpedia.org) sowie die Planung eines bootcamp für die Entwicklung von Tools für die erweiterten Bedürfnisse in Verbindung mit den GLAM-Institutionen. Neben persönlichem Austausch von Erfahrungen zu einem Projekt wie WLM, bei dem WMAT bereits bisher erfolgreich war, sollten insbesondere die Erfahrungen anderer Länder bei Kooperationen in Österreich mit GLAM-Institution (etwa http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:QRpedia/Projekte/Botanischer_Garten_Graz) sowohl technisch, als auch organisatorisch unsere Arbeit erleichtern.

Ruben Demus

Arbeitsgruppe

Im Rahmen eines Treffens von WLM-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern im Oktober 2012 in Wien wurde vereinbart, eine Steuerungsgruppe für GLAM-Aktivitäten zu bilden. Informationen über GLAM-Projekte sollen ausgetauscht, Prioritäten gesetzt und Interessenskonflikte rechtzeitig aufgezeigt werden. Um auch Mitarbeitern aus den Bundesländern die Teilnahme zu erleichtern, soll der Austausch eher virtuell, also über eine Mailingliste und Skype, erfolgen.

Wikimedia

Finance Meeting, Paris

Am Finance meeting in Paris nahmen seitens WMAT Manuel Schneider und Reiner Strubert teil. Das Meeting stand ganz im Zeichen der Diskussionen um die zukünftige Organisation und Kompetenzverteilung des Fundraising. Es wurde besonders auch von der deutschen Seite die Variante der eigenständigen Durchführung des Fundraisings favorisiert. Die Foundation stellte sich aber eindeutig auf den Standpunkt, dass eine zentrale Verantwortung und Durchführung die bessere Methode sei, möglichst effektiv und finanziell erfolgreich die Spendengelder zu lukrieren.

Daher wurden auch Modelle diskutiert, die zentral eingenommenen Fundraising-Gelder an die Landesorganisationen zu verteilen. Unser Standpunkt, dass es besser sei, wenn das Fundraising von regional erfahrenen Personen und Chapters mit dem Wissen um die regionalen Besonderheiten organisiert und durchgeführt werde, wurde zwar höflich zur Kenntnis genommen, letztendlich wurde aber klar, dass die Zentralisierung und damit erhöhte Einflussnahme der Foundation nicht zu verhindern sein würde.

Einzig WMDE wurde ‒ auf Grund der bestehenden Besonderheiten – zugestanden, die eigenständige Abwicklung beizubehalten. Klar wurde dabei auch, dass damit die Forderung nach detaillierten und transparenten Budgets der Landesorganisationen erhoben und durchgesetzt werden sollte, um damit eine projektbezogene Zuerkennung der Gelder aus dem zentral organisierten Fundraising steuern zu können. In diesem Zusammenhang wurde auch die Idee vertreten, ein Gremium aus Mitgliedern der Landesorganisationen zu schaffen, das die Bedeutung und das Gewicht der Vertreter der einzelnen Chapters gegenüber der Foundation stärken sollte.

Abseits dieser zentralen organisatorischen Fragen ergab sich natürlich ein reger Gedankenaustausch mit den anderen Teilnehmern und die Möglichkeit, überregionale Aktionen und Projekte zu diskutieren, besonders auch, um mit den jüngeren und kleineren Chapters Ideen und Aktionen zur Unterstützung der Verwendung und Verbreitung von Wikipedia-Inhalten auszutauschen und zu besprechen.

Reiner Strubert

Wikimedia Conference, Berlin

Teilnehmer waren Kurt Kulac, Obmann; Manuel Schneider, Beirat; Ruben Demus, Projektkoordination

State of the Chapters

Drei-Minuten-Präsentation aller Wikimedia Vereine.

Manuel präsentiert Wikimedia Österreich anhand der im Mitgliederwiki veröffentlichten Daten vom März 2012. Zu 2011 gibt es einen Überblick durch den Tätigkeitsbericht. Neue Projekte für 2012 werden anhand des veröffentlichten Budgets kurz angesprochen.

Gründung der Wikimedia Chapters Association

Die Wikimedia Chapters Association, kurz WCA, soll die Wikimedia-Vereine unter einem Dach vereinen. In einer Versammlung – dem Chapters Council – wird je ein Vertreter jedes Mitgliedvereins sitzen. Dieses Council erarbeitet gemeinsame Richtlinien, einigt sich auf gemeinsame Positionen, die die WCA nach außen im Namen der Wikimedia-Vereine vertritt. Es beschließt über die Verteilung von Mitteln, die die Mitglieder der WCA zur Verfügung stellen. Mit diesen Mitteln werden die Wikimedia-Vereine unterstützt, um sich zu entwickeln und die von der WCA festgelegten Richtlinien bzgl. Transparenz, Verantwortung und Zuverlässigkeit erfüllen zu können. Dafür wird die WCA ein Sekretariat mit einem Generalsekretär einrichten, weitere Mitarbeiter und Arbeitsgruppen werden dieses Sekretariat ggf. erweitern und unterstützen.

In Vorbereitung der Wikimedia Conference wurde eine Charta auf Meta-Wiki erarbeitet: http://meta.wikimedia.org/wiki/Chapters_Council/Draft_charter_of_the_Wikimedia_Chapters_Association

Auf der Konferenz wurde diese Charta in zwei langen und anfangs mühsamen Sitzungen überarbeitet und verabschiedet. Probleme verursachte die Ausschreibung des Generalsekretärs und seines Vertreters. Beide sollten bis zur Wikimania in Washington D.C. die Gründung der eigentlichen Organisation vorantreiben: Aufstellen eines Budgets für 2012 und 2013, Festlegung des Sitzes der Organisation, Registrierung der Organisation am Sitz, Vorbereitung der ersten Versammlung des Chapters Council am 11. Juli 2012 in Washington D.C. sowie die Vorbereitung der Besetzung der Posten des Generalsekretärs und seines Vertreters mit bezahlten Mitarbeitern.

Diese Positionen sollten künftig bezahlte Arbeitsstellen sein, bis zur Gründung jedoch ehrenamtlich geführt werden. Schließlich wurde eine vierköpfige Arbeitsgruppe unter Führung von Tomer Ashur von Wikimedia Israel eingerichtet. Als Mitglieder der Arbeitsgruppe gab es mehrere Kandidaten, Tomer hat die Aufgabe erhalten, sein Team selbst zusammenzustellen. Wir erwarten derzeit seine Ankündigung, wer die genannten Aufgaben übernehmen wird.

Knowledge sharing among chapters

Wikimedia Chapters Conference 056.JPG

In einer kleineren Diskussionsrunde wurden Möglichkeiten besprochen, wie der Wissensaustausch zwischen den Wikimedia-Vereinen verbessert werden könnte.

Es wurde festgehalten, dass zwei Arten von Wissen unterschieden werden:

  • Material
  • Know-how, Methoden, Hands-on
  • Kontakte (extern zu Partnern, sowie intern zu Personen mit bestimmten Fähigkeiten oder Erfahrungen)
Materialsammlung
  • im Outreach-Wiki gibt es das Bookshelf Project
  • es gibt für neue Chapter auch eine FAQ und einen Creation Guide, irgendwo soll es auch noch ein Chapters-Handbuch geben (nicht gefunden)
  • Problem: die Informationen sind so verstreut und werden – vor allem von den weniger erfahrenen Personen – nicht gefunden
    • Einrichten einer Portalseite auf Meta-Wiki, auf der das chapterrelevante Material zentral verlinkt wird
  • Problem: Die Motivation, Material bereitzustellen schwindet, da nie eine Rückmeldung erfolgt, ob das Material überhaupt beachtet und genutzt wird
„Nachbarschaftshilfe“
  • Beispiel: Iberocoop
    • gemeinsame Sprache (spanisch / portugiesisch)
    • gemeinsame Plattformen (Wiki, Mailingliste, Konferenz)
  • weitere Kooperationen sinnvoll – zwischen „benachbarten“ Vereinen in verschiedenen Belangen:
    • geographische Nachbarschaft
    • kulturelle Nachbarschaft
Augen offen halten

CiviCRM

Am Sonntagmorgen gab es eine Barcamp-Session zu CiviCRM, geleitet von Holger Motzkau (Wikimedia Sverige) und Manuel Schneider (Wikimedia Österreich)

Holger zeigte die CiviCRM-Anwendungen von Wikimedia Sverige (Schweden), Manuel erklärte die Funktionen und erzählte aus der Entwicklung von Wikimedia Österreich. Es waren sehr viele Vertreter anderer Chapter anwesend, die sich durchwegs beeindruckt zeigten, trotz der Kinderkrankheiten und Unzulänglichkeiten, die CiviCRM nach wie vor hat.

Im nächsten Schritt wird Wikimedia CH zusammen mit Manuel ihre Webseite von Drupal 6 auf Drupal 7 aktualisieren, um dann dort ebenfalls CiviCRM zu installieren. Außerdem wird das "WMSE Base"-Modul, welches die Zahlungsmodule enthält, um mindestens eine Zahlungsmethode für PostFinance erweitert werden müssen.

Parallel dazu erhält die Webseite Wikimedia India, welche auf dem Server von Manuel gehostet wird, eine CiviCRM-Installation, um die Anwendbarkeit testen zu können. Allfällige Schulungen und Anpassungen werden durchgeführt, wenn das System in der Schweiz läuft.

Chapter-selected Board Seats

Am Sonntagnachmittag trafen sich einige Chapter-Vetreter zu einer Sitzung, um über die Kandidaten für die WMF-Vorstandssitze zu diskutieren, die von den Chapters besetzt werden. Dabei wurde eine informelle Umfrage gestartet und es zeigte sich, dass unter den Anwesenden zwei Kandidaten eine klare Mehrheit (~14 Stimmen) vor den anderen Kandidaten (max. 5 Stimmen) hatten. Die Auswahl sollte allerdings bis zum 5. Mai per Konsens erfolgen. Da nicht alle Chapter-Vertreter anwesend waren und manche kein Mandat für eine offizielle Aussage hatten, wird das Ergebnis nun im Chapters-Wiki diskutiert.

Wird bis zum 5. Mai 2012 kein Konsens gefunden, gibt es eine Abstimmung, bei der jedes Chapter seine Rangliste aller Kandidaten abgibt.

Österreichisch-Schweizerische Kooperation

Es gibt verschiedene Berührungspunkte für eine Kooperation zwischen Wikimedia Österreich und Wikimedia CH. Dabei geht es nicht nur um Informationsaustausch – dies findet seit einiger Zeit bereits sehr erfolgreich statt. So werden z.B. regelmäßig Dokumente, Vorlagen, Arbeitsprozesse und Werkzeuge wie CiviCRM ausgetauscht. Zukünftig könnte es auch gemeinsame Projekte geben. Das persönliche Treffen in Berlin war diesbezüglich sehr positiv. Neue Ansprechpartner bei Wikimedia CH aus dem französischen und italienischen Sprachraum wurden gefunden, die die bereits vorhandenen Kontakte innerhalb der deutschsprachigen Wikipedia-Gemeinschaft ergänzen.

Die WikiCon 2012 ist der erste Versuch einer projektbezogenen Zusammenarbeit, wobei es noch wenige und unkomplizierte Schnittstellen gibt. Die Koordination gestaltet sich bislang sehr kooperativ.

Zu Wiki Loves Monuments 2012 wird gerade über einen personellen Austausch zwecks Aufbau der schweizerischen Webseite und Kartengenerierung verhandelt. Hier sind Ruben Demus und Alexander Wagner aktiv. Alex ist bereits in allen landessprachlichen Wikipedias aktiv geworden und baut derzeit die schweizerischen Denkmallisten um, so dass sie automatisch ausgewertet werden können. Es ist angedacht, dass Ruben in Zusammenarbeit mit Wikimedia CH die Programmierung der Schweizer WLM-Webseite überarbeitet. Weitere organisatorische Tätigkeiten im Rahmen von WLM können aber aus Zeitmangel und wegen der geographischen Distanzen nicht angestrebt werden.

Eine weitere Idee für eine noch tiefer gehende Kooperation: Derzeit baut Wikimedia CH eine mehrsprachige Geschäftsstelle auf, die den interkulturellen Verein und Vorstand bei der Kommunikation und bei der Zusammenarbeit in den vier Landesteilen unterstützen soll. Dafür wurde von Wikimedia CH im März 2012 der erste Arbeitsvertrag abgeschlossen. Offen ist noch, wie die Leitung künftig geregelt werden soll, sobald weitere Mitarbeiter hinzukommen. Auch Wikimedia Österreich macht sich derzeit Gedanken über seine zukünftige Entwicklung zu der evtl. auch weitere Mitarbeiter gehören. Denkbar wäre, dass die beiden Vereine dabei personelle Ressourcen miteinander teilen. Wie dies konkret aussehen könnte, ist allerdings noch nicht festgelegt.

Gruppenphoto

Manuel Schneider

Wikimania, Washington D.C.

Die Wikimania ist das größte Treffen der Wikimedia-Community weltweit und findet jedes Jahr an einem anderen Ort statt, organisiert durch Freiwillige, deren Team sich im Bieterverfahren durchsetzen konnten.

In diesem Jahr fand die Wikimania in Washington D.C. statt, organisiert von der Community rund um das US-amerikanische Sub-Chapter Wikimedia District of Columbia. Wie letztes Jahr hat Wikimedia Österreich wieder Reisestipendien für österreichische Teilnehmer angeboten. Von zehn Plätzen wurden neun in Anspruch genommen. Bewerbung und Vorauswahl erfolgte wieder über das ehrenamtliche Scholarship Committee der Wikimania 2012. Überraschend war dieses Jahr, dass viele Nicht-Mitglieder und dem Verein bislang nicht bekannte Personen angesucht hatten. Alle Bewerbungen wurden angenommen.

Einige Mitglieder von Wikimedia Österreich hielten an der Wikimania Vorträge:

Während der Wikimania besuchten das WikiTV-Team und einige Interessierte das ORF-Studio Washington D.C. - siehe Bericht zu WikiTV.

Ein wichtiges Treffen während der Wikimania war die Gründungsversammlung der Wikimedia Chapters Association, an der Manuel Schneider für Wikimedia Österreich teilgenommen hat. Dabei wurde die Wikimedia Chapters Association durch die 18 anwesenden Deligierten gegründet und Vorsitzende (Benutzer ) und sein Stellvertreter (Ziko van Dijk) gewählt. Im Anschluss an die Wikimania fanden Ausschusssitzungen zu Budget, Personalrekrutierung und Chapter-Audits statt.

Manuel Schneider

Wikimedia Chapters Association

Eines der Ergebnisse des Finance Meetings in Paris war, dass die Gründung einer Dachorganisation der Wikimedia-Vereine vorangetrieben wurde. Schon 2008 auf der Wikimedia Conference (Chapters Meeting) wurde in einer Sitzung zur zukünftigen Entwicklung der Wikimedia-Bewegung eine „UN-ähnliche Organisation“ vorausgesehen.

Gerade der Streit und die Diskussionen mit der Wikimedia Foundation, deren zunehmende Macht und Einflussnahme in immer mehr Bereiche rund um die Wikimedia-Bewegung und der Vereine, hat immer wieder die Forderung nach einer starken Vertretung der Wikimedia-Vereine hervorgebracht. Interessant war, dass die Wikimedia Foundation die Gründung der Wikimedia Chapters Association begrüßt und unterstützt. Die Logik dahinter ist, dass es ihr recht wäre, wenn die Kontroll- und Prüffunktion, die sie – aus eigener Sicht – notwendigerweise übernimmt und erzwingt, von den Wikimedia-Vereinen selbst übernommen werden würde. Allen wäre es lieber, wenn sich die Vereine gegenseitig kontrollierten und Regeln für professionelles Arbeiten und seriösen Umgang mit Marken und Spendengeldern selbst aufstellten.

So wie es in der Vergangenheit schwer war, eine gemeinsame Meinung der Vereine zu entwickeln, so gestaltete sich die Gründung der Wikimedia Chapters Association sehr schwer. Viele Details mussten geklärt werden, über die kaum eine Einigung zu finden war. Wikimedia Österreich war der erste Verein, der öffentlich die Unterstützung einer solchen Organisation ankündigte, einen Deligierten und ein vorläufiges Budget (5.000 EUR) bereitsstellte. Diesem Beispiel – veröffentlicht auf Meta-Wiki – folgten dann viele weitere Vereine.

Bis zur Wikimedia Conference im März wurden Vorschläge für Charter (Statuten) erarbeitet, dort überarbeitet und schlussendlich zumindest von einigen Vereinen unterzeichnet. Statt eines Generalsekretärs – den Wikimedia Deutschland vorübergehend für die Gründungsphase finanziert hätte – wurde ein Team gebildet, welches die weiteren Schritte bis zur Gründung organisieren sollte, welche zur Wikimania 2012 geplant war.

Das Team erarbeitete Entwürfe für ein Budget, eine Vorgehensweise zur Rekrutierung eines Generalsekretärs und holte Rat ein, wo eine solche Organisation zu gründen wäre. Die Entwürfe fanden jedoch bei den Vereinen und deren Deligierten nur wenig Anklang.

An der Wikimania wurde die WCA schliesslich von 18 Vereinen, die einen Deligierten geschickt hatten, gegründet. Die Vorsitzenden Fæ aus UK und Ziko aus den Niederlanden übernahmen vom Interim-Team die Führung der neuen Organisation.

Seit der Wikimania ging es nur sehr langsam voran. In vielen bilateralen Gesprächen mit Fæ und Ziko, sowie in Koordination mit Wikimedia Deutschland und Wikimedia CH konnten kleine Schritte gemacht werden. Auf den Vorstoß der drei deutschsprachigen Vereine hin konnte eine Abstimmung zum Registrierungsort umgesetzt werden: Wikimedia CH hat nun die Aufgabe, die Organisation in Genf zu registrieren. Wir erhoffen uns dadurch, dass wir nun endlich den Rekrutierungsprozess für den Generalsekretär in Gang setzen können.

Manuel Schneider

Funds Dissemination Committee

Nach dem Streit um die Spenden an die Wikimedia-Gemeinschaft in den letzten Jahren wurde nun ein neuer Ausschuss gegründet: Das Funds Dissemination Committee, ein Geld-Verteilungs-Ausschuss. Bis auf wenige Ausnahmen (Deutschland, Frankreich, Schweiz) werden die Spenden über die Projekt-Webseiten nur noch von der Wikimedia Foundation abgewickelt und eingehoben.

Organisationen können auf verschiedene Arten Gelder aus der Spendenkampagne beantragen:

  • Über Grants (Projektzuschüsse) können bis zu einigen zehntausend Euro für Projekte beantragt werden. Die Grants werden vom Grants Advisory Committee, einem Ausschuss aus Freiwilligen, online geprüft, diskutiert und entschieden. Die Abwicklung erfolgt über Mitarbeiter der Wikimedia Foundation.
    Wikimedia Österreich hat auf diesem Weg sein Jahresbudget 2012, sowie 10.000 EUR für die WikiCon 2012 erhalten. Die Genehmigung des Jahresbudgets über das Grant-Programm war eine Ausnahme: Da Wikimedia Österreich bereits ein gültiges Fundraising Agreement unterzeichnet hatte, genehmigten die Wikimedia-Mitarbeiter das Budget in Form eines Grants.
  • Das neue Funds Dissemination Committee besteht aus WMF-Mitarbeitern, WMF-Vorstandsmitglieder und Community-Mitgliedern. Es kann nur um Jahresbudgets angesucht werden. Die Antragsfrist ist – um unterschiedlichen Vereinsjahren gerecht zu werden – halbjährlich, eine Organisation kann nur einmal im Jahr ansuchen.
    Um überhaupt beim FDC ansuchen zu können, müssen zwei Grants erfolgreich abgeschlossen worden sein, alternativ gilt für ältere Vereine auch die Teilnahme an einem Fundraiser als erfolgreiche Grant-Teilnahme. Des Weiteren müssen die beiden letzten Geschäftsberichte und Finanzberichte in englischer Sprache vorliegen.
    Der Antrag ist ein komplexes Formular, welches auf dem Meta-Wiki ausgefüllt werden muss. Anschließend wird jeder Antrag diskutiert und geprüft. Die Vorprüfung erfolgt durch die Mitarbeiter der Wikimedia Foundation, anschließend stellt das FDC seine Fragen – die Community kann den Prozess beobachten und eingreifen.

Dank der exzellenten Mitarbeit unserer Mitglieder konnten die vorliegenden Berichte übersetzt und eingereicht werden. Die erfolgreiche Teilnahme am Fundraiser 2010 / 2011, sowie den Grant 2012 sollten uns für die Teilnahme qualifizieren. Allerdings wurde uns mitgeteilt, dass der Grant 2012 erst nach dessen Abschluss – nach 2012 – und Genehmigung des zugehörigen Berichts berücksichtigt werden kann. Darum entschieden wir uns den WikiCon-Grant, der im Namen der Community gestellt worden war, auf Wikimedia Österreich umzuschreiben und den Report nach der WikiCon eiligst fertigzustellen. Er wurde zwei Tage vor Einreichung unseres Antrags genehmigt.

In der Folge erreichten uns drei Wochen lang Anfragen von WMF-Mitarbeitern und FDC zu unserem Antrag. Details zu unseren Berichten, Rücklagen, dem Aufbau der Geschäftsstelle und unserem internationalen Engagement wurden abgefragt.

Der Antrag wurde in der Höhe von 220.000 USD genehmigt, 241.088 USD waren beantragt worden. Die Reduktion wurde damit begründet, dass man das Wachstum unserer Projektarbeit und dem gleichzeitigen Aufbau einer Geschäftsstelle mit dem ersten, noch Wikimedia-unerfahrenen Personal skeptisch einschätzt. Denn die genehmigte Summe ist eine Steigerung um 67% gegenüber dem Budget 2012 und damit sowohl höher als die frühere Grenze von 50%, als auch der vom FDC selbst gesetzten Richtschnur von 20%. Die Entscheidungen des FDC werden dem Vorstand der Wikimedia Foundation vorgelegt, der schlussendlich über die tatsächliche Mittelvergabe entscheidet.

Sowohl an den Zulassungsbedingungen, die offensichtlich auf ältere Vereine und ein langsameres Wachstum abzielen, als auch an dem Kommentar zur Entscheidung zu unserem Antrag erkennt man, dass Wikimedia Österreich in den letzten Jahren besonders schnell gewachsen ist und die Strukturen für solche Vereine nicht gemacht sind. Von 41 Wikimedia Vereinen haben sich nur 12 Vereine beteiligen können, auch große Nachbarvereine, wie Wikimedia Italien fehlen. Ein Antrag (Wikimedia Australien – ebenfalls älter und größer als Wikimedia Österreich) wurde abgelehnt, Wikimedia Frankreich und Wikimedia UK wurden deutlich beschnitten.

Siehe auch:

Manuel Schneider

Öffentlichkeitsarbeit (Auswahl)

Gleich zu Beginn des Jahres sorgte der Protest gegen US-Zensurgesetz SOPA (Stop Online Piracy Act) für großes Medienecho. Die von Wikimedia Österreich veröffentlichte Pressemeldung über die Protest-Beteiligung von Wikipedia (APA – OTS – Wikipedia beteiligt sich am Protest gegen US Internet Zensurgesetz (SOPA)) wurde u.a. im Standard, Kurier und ORF zitiert:

Dank des intensiven Engagements einzelner Mitglieder war Wikimedia Österreich auch in der regionalen Medien gut vertreten. In Oberösterreich sorgte Franz Pfeiffer mit guten Ideen – zum Beispiel der Beteiligung an der Ortsbildmesse in Perg – für Berichterstattung in der lokalen Presse:

Einen weiteren Höhepunkt bildete die in diesem Jahr in Österreich stattfindende Konferenz WikiCon 2012, die nicht nur Besucher, sondern auch zahlreiche Pressevertreter aus dem Ländereck Deutschland, Österreich und Schweiz anzog:

Pressespiegel WikiCon: http://mitglieder.wikimedia.at/Projekte/WikiCon_2012/Pressespiegel

Auch gab es diesmal etliche Reaktionen auf die WLM-Preisverleihung am 16. November 2012 in der Hofburg in den Medien, die Online-Ausgaben einiger Tageszeitungen zeigten die Siegerfotos als Fotostrecke.

Die Presse online beginnt spannender Weise mit dem 10. Platz: http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1315204/Fotowettbewerb_Wiki-Loves-Monument-Oesterreich

Beim KURIER online steht das Bild des Donauturms als Aufmacher ganz oben (Platz 13 von WLM), und wer nicht weiterliest, wird wohl nicht auf den Gedanken kommen, dass es hier um Österreichs Denkmalschutz geht. Aber vielleicht wird Wikipedia in Österreich hauptsächlich mit dem Donauturm-Artikel in Verbindung gebracht: http://kurier.at/kultur/fotografie/die-gewinner-von-wiki-loves-monuments/1.397.009

Die Tiroler Tageszeitung zeigt die ersten 15 Fotos (auf dem Bild rechts auf die Pfeilchen drücken um das nächste zu sehen): http://www.tt.com/Freizeit/FreizeitBildergalerien/5741765-40/das-kulturelle-erbe-%C3%B6sterreichs-in-bildern.csp

Auch bei den Salzburger Nachrichten gibt es etwas zu klicken, allerdings hat man der Einfachheit halber alle Bilder auf das gleiche Format gebracht, was beim 3. Platz mit einem geköpften Storch endet (kleiner Kollateralschaden, andernfalls hätte man wohl nicht gemerkt, dass das Foto ein Hochformat war): http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/chronik/sn/artikel/wiki-loves-monuments-fotos-heimischer-denkmale-37038/

In den Printmedien erschienen mehrseitige Berichte im Format („Wikipedia: Nichts als die Wahrheit“) und in e-media („Wiki wird immer schlauer“), die beide auf der Titelseite entsprechende Aufmacher präsentierten.

Interessant war auch der ZiB-Beitrag über die Wikimania in Washington, bei dem die Aktivitäten der Österreicher im Vordergrund standen (siehe auch WikiTV).

Diese und weitere Presseberichte und von Wikimedia Österreich veröffentlichte Presseinformationen finden sich unter http://mitglieder.wikimedia.at/Presse

Ausblick

Budget 2013

Projekte zur Förderung Freien Wissens sind auch 2013 von zentraler Bedeutung für den Budgetplan. Zielgruppen sind – wie bisher – hauptsächlich die Freiwilligen der Communitys der Wikimedia-Projekte, Mitglieder und Benutzer. Neben den Beträgen, die direkt für Projekte aufgewendet werden, sind eine Reihe von indirekten und administrativen Aufwendungen notwendig, ebenso Maßnahmen zum Aufbau und Erhalt der internen und öffentlichkeitswirksamen Kommunikationsstrukturen, die keinem konkreten Projekt zugeordnet werden. Zentrum all dieser Tätigkeiten ist seit Herbst 2012 unsere neue Geschäftsstelle in Wien.

Die Details zum Budgetplan finden sich unter: http://mitglieder.wikimedia.at/Archiv/2013_Budget

Das Budget für 2012 wurde schließlich nach einer langen und aufwändigen Antrags- und Befragungsphase vom Funds Dissemination Committee (FDC) positiv bewertet. Das Ergebnis stimmt uns sehr zuversichtlich und unsere wichtigste Errungenschaft – die Professionalisierung mit Unterstützung von Personal – können wir uneingeschränkt fortführen, auch unsere programmatische Arbeit können wir damit deutlich ausbauen.

Geschäftsstelle Wien

Die neue Geschäftsstelle in der Siebensterngasse 25 in Wien Neubau (7. Bezirk), befindet sich seit November 2012 im Aufbau. Sie dient künftig als Büro für Geschäftsführung und Mitarbeiter, sowie als Open-Space-Büro und Meetingraum für Wikimedianer und Wikipedianer aus Österreich und für internationale Besucher. Die Räumlichkeiten beherbergen zunächst zwei feste Arbeitsplätze und einen Besprechungsbereich mit Ausstattung für ca. zehn Personen. Eine kleine Kochnische ermöglicht die Bewirtung von Kleingruppen mit Kaffee, Tee und kleinen Snacks. Auch unsere Bibliothek und die Fotoausrüstung sollen in nächster Zeit ihre Heimat in der Siebensterngasse finden.

Die Geschäftsführung und die Mitarbeiter von Wikimedia Österreich unterstützen die im Rahmen der Zukunftsstrategie festgelegten und eingangs dargestellten Kernaufgaben des Vereins durch die Erarbeitung und Durchführung gezielter Maßnahmen zur Information, Aufklärung und Imagebildung, zur Steigerung der Spendeneinnahmen, zur Unterstützung von Aktivitäten und Projekten der Wikipedia-Community, sowie zur Gewinnung neuer Autoren für die Wikimedia-Projekte. Darüber hinaus tragen sie zur Sicherung der Infrastruktur und dem Ausbau von nationalen und internationalen Partnerschaften und Kooperationen bei. Um diese Aufgaben wahrnehmen zu können, sind als Mitarbeiter der Geschäftsstelle neben einer vollen Stelle für die Geschäftsführung eine weitere Teilzeitstelle, sowie eine bezahlte Praktikumsstelle o.Ä. vorgesehen.

http://mitglieder.wikimedia.at/Gesch%C3%A4ftsstelle

Wiki Loves Public Art

Tausende Skulpturen, Mosaike, Wandmalereien, Gedenkstätten und Installationen im öffentlichen Raum, sowie zahlreiche andere Kunstwerke können nicht von Wiki Loves Monuments abgedeckt werden. Die Tatsache, dass diese nicht unter Denkmalschutz stehen, bedeutet aber noch lange nicht, dass sie nicht relevant sind. Meist stellt es kein Problem dar, Fotos von diesen zu machen und diese auf Wikimedia Commons zu veröffentlichen. Wikimedia Österreich wird im März 2013 einen Fotowettbewerb starten, um die Ablichtung der Kunstwerke und den Upload der Fotos auf Commons zu unterstützen.

http://wikilovespublicart.at/

Wiki Loves Plants

Von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Stabsstelle Lexikographie am Institut für österreichische Dialekt- und Namenlexika (I DINAMLEX) wurde zusammen mit der Geschäftsstelle und dem Vorstand eine umfangreiche Kooperation vereinbart. Diese Kooperation enthält die Konzeption eines Projekts, bei dem österreichische Pflanzennamen gesammelt und zusammengestellt werden sollen. Workshops mit österreichischen Botanikern sollen Fotos verschiedener einheimischer Pflanzen zusammen mit deren umgangssprachlichen Bezeichnnungen in verschiedenen Gegenden Österreichs erbringen. "Wiki Loves Plants" ist dabei der vorläufige Arbeitstitel.