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Nachrichten/2014-09-22

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Klagenfurt goes international Hauptautor: Hubertl. Veröffentlicht 2014-09-22.
Workshop an der Uni Klagenfurt. Bildnachweis: Hubertl, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
The International Association for the Advancement of Innovative Approaches to Global Challenges IAAI, welche in Klagenfurt am Wörthersee angesiedelt ist, organisierte vom 4.-6. Juni 2014 eine Konferenz zum Thema Sustainable Development, Innovation and Youth. Diese Konferenz, welche durchgehend auf englisch gehalten wurde, hatte namhafte Partner, so zum Beispiel das Academic Council on the United Nations System (ACUNS), die Alpen Adria Universiät von Klagenfurt - deren Räumlichkeiten für den gemeinsamen Vorbereitungsworkshop zur Verfügung standen -, dazu noch Wikimedia Österreich und die Central European Initiative.

Was stand inhaltlich für diese Konferenz und IAAI, welche sich folgendes zur Aufgabe stellte: Building the Knowledge Base and Information and Communication Technology Infrastructure for Youth Led Civic Engagement in Local and Global Sustainable Development Action?

Am besten lässt sich das über den Teilnehmerkreis erklären, der sich vorrangig aus Initiativen südost- und osteuropäischer Gruppen zusammensetzte: teilweise als lokale Gruppen, teilweise als NGOs, welche sich im Umfeld der Conference of Non Governmental Organizations in Consultative Status with United Nations befinden; Kleinstgruppen mit gerade einmal drei aktiken Mitgliedern wie auch vollaktive Gruppen, welche bereits seit mehreren Jahren aktiv - z. B. im Karpatenraum - Projekte durchführen und davon berichtet haben. Ein besonderer Gast und Teilnehmer der Konferenz war Dullas Allahapperuma, Minister of Youth affairs and Skills Development aus Sri Lanka.

Eine der Aufgaben, welche sich dieses Treffen gestellt hat, war Gruppen mit unterschiedlichsten Zielen zusammenzubringen um sich gegenseitig über ihre Arbeiten auszutauschen. Dieser Austausch erfolgte inhaltlich über Vorträge, darüber hinaus auch durch Workshops, Arbeitstreffen und den folgenden Berichten.

Wikipedia war durch Karl Gruber und Hubertl vertreten, sie brachten einen Aspekt in die Gesamtdiskussion ein, der - überraschend für viele Teilnehmer - die Frage der Präsentation der eigenen Arbeit ansprach. Überraschend deswegen, weil wohl jede dieser Gruppen und Initiativen ihre Arbeit auf eigenen Webseiten darstellen, alle ihre Präsentationen vorzubringen imstande sind, aber es kaum eine Plattform gibt, welche diese Arbeiten auch enzyklopädisch verfügbar aufbereiten. Somit wird Vieles in Nischen gebildet und geführt, die kaum jemand - schon oft wegen höchst komplizierter Namensgebungen - ohne direkten Hinweis über gemeinsame Plattformen findet. Eine weitere Überraschung war auch, dass der Anteil von Frauen an dieser Konferenz, aber auch an der unmittelbaren Leistung für die jeweiligen Initiativen, enorm hoch ist. Ich schätze, dass dieser Anteil an die 70% ist.

Insgesamt haben über die drei Tage hinweg an die 100 Personen an diesem Treffen teilgenommen, eine Führung durch das Technologiezentrum Seepark sowie ein Empfang im Prunksaal der Kärntner Landesregierung rundeten die Konferenz ab.

Abschließend ist zu sagen, dass Wikimedia mit seinen Projekten natürlich hoch anerkannt wird, sogar mit etwas Scheu wurde diesem großen Projekt begegnet, aber es hat sich, wie auch drei Wochen später bei den Tagen der Zukunft in Ossiach, gezeigt, dass es jeder zwar gerne hätte, seine Arbeit dokumentiert zu sehen, aber der Weg zu einer Dokumentation im enzyklopädischen Sinne ist schlichtweg mit zuviel Arbeit, aber auch Scheu vor der Offenheit in der Darstellung verbunden. Die eigene Website ist geduldig, die öffentliche, wikipediaspezifische Aufbereitung ist deutlich kritischer und aus diesem Grund möglicherweise auch mit Kritik verbunden, wenn die Substanz der Initiativen auch kritisch hinterfragt wird. Dazu kommt noch, dass die Existenz vieler Initiativen auch eine Frage der Verteilung der vorhandenen Mittel ist, jeder sucht sich alleine seinen Weg zu den unterschiedlichen Geldgebern, und hier steht man natürlich dann in Konkurrenz zu anderen Initiativen. Es ist oftmals auch die einzige Möglichkeit für Menschen sich nach ihrem oder während des Studiums eine Erwerbsmöglichkeit zu eröffnen.