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Archiv/2011-Jahresbericht

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Inhaltsverzeichnis

Autorenförderung

Fotoausrüstung

SK Sturm mit der Meisterschale 2011, Foto: Kurt Kulac, cc-by-sa-3.0
Pelatea klugiana aus Podgorje, Foto: Kurt Kulac, cc-by-sa-3.0

Angeschafft wurden neben einer Kamera (Nikon D300S), ein Weitwinkelobjektiv (Sigma 12-24 EX DG HSM), ein lichtstarkes Teleobjektiv für den Nahbereich (Nikon AF-S 70-200mm F/2.8G ED VR II) und ein Stativ (Manfrotto 190XPROB). Bislang wurden mit der Ausrüstung bei zwei Fußballbundesliga-Spielen - dabei das Bundesliga-Meisterschaftsfinale Graz 2011 - und einer Exkursion in Podgorje (Slowenien) mehrere Tausend Fotos gemacht, von denen zumindest einige einzigartige und damit besonders wertvolle Aufnahmen für Wikimedia Commons bereitgestellt werden konnten. Geplant sind für die Zukunft bereits Fotoaktionen bei den Landtagen in Österreich und weiteren Bundesliga-Spielen. Dem Anwendungsbereich sind aber keine Grenzen gesetzt, Ideen sind herzlich willkommen und ausdrücklich erwünscht. Die Ausrüstung wurde auch versichert. Verwenden können sie alle Interessierten, wobei alle die bisher noch kein Interesse angemeldet haben, sich jedoch rechtzeitig melden sollten, damit der Versicherungsschutz auf sie ausgedehnt werden kann. Geplant ist eine Ergänzung der Ausrüstung um ein lichtstarkes Teleobjektiv für größere Distanzen und eine professionelle Blitzanlage.

Weitere Fotografieprojekte

Beamter der österreichischen Bundespolizei mit Warnweste und Anhaltestab in klassischer Anhalteposition für eine Fahrzeugkontrolle. Foto: Friedrich Böhringer, cc-by-sa-3.0

Im Juli dieses Jahres fand im Hinblick auf eine bessere Bebilderung der Artikel rund um den Themenkomplex „Österreichische Bundespolizei“ bzw. Polizei allgemein in Kooperation mit dem Landespolizeikommando Vorarlberg einen Foto-Termin statt, anlässlich dem zwei junge Polizeibeamte (ein Mann und eine Frau) sich dazu bereit erklärt haben, sich in Dienstadjustierung fotografieren zu lassen. Ebenfalls haben sich diese Beamten einverstanden erklärt, dass die entstandenen Fotos, die natürlich in verschiedenen Settings (also z.B. mit Anhaltekelle, mit Verkehrsdienstausrüstung, vor Streifenwagen, etc.) vorgenommen wurden, unter eine freie Lizenz auf Wikimedia Commons veröffentlicht wurden.

Ein Fotografieprojekt im Rahmen von Wikilovesmonuments (Niederösterreichs Marterl im Bezirk Hollabrunn und angrenzenden Bezirken) wurde wegen der hohen Treibstoffkosten mit einem Zuschuss bedacht (siehe Bericht der NÖN). Ähnliche Projekte waren auch in anderen Landesteilen budgetiert, wurden aber nicht nachgefragt. Für 2012 sind Zuschüsse bei der Miete eines Transportbusses und Übernachtungskosten in abgelegenen Regionen geplant.

Stift Admont mit Aussicht auf Scannen des Bibliothekskatalogs

Wir stehen seit einem gemeinsamen Vortrag an der FH in Eisenstadt im Jahr 2009 von Kurt Kulac und Dr. Johann Tomaschek, dem Leiter der Stiftsbiblothek in Admont, in Kontakt mit dem Benediktinerstift in der Obersteiermark. Mehrmals fanden Treffen statt, bei denen ausgelotet wurde, wie man voneinander profitieren könnte, da man sich schließlich einem gemeinsamen Ziel, dem Erhalt und der Sammlung von Wissen verschrieben hat. Gemeinsam mit Autoren von Wikisource wurde besprochen, was Wikimedia zu bieten hat, und was man im Gegenzug von Admont erwartet. Die vor einiger Zeit erdachte Idee, den einzigartigen Biblothekskatalog mit hunderte Jahre alten, handschriftlichen Karteikarten zu digitalisieren und im Gegenzug bislang nicht digital zugängliche Werke aus der Stiftsbibliothek in Wikimedia Commons zu veröffentlichen scheiterte bislang an den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten der Bibliothek für einen professionellen Scan des Katalogs. Man verblieb jedoch dabei, das Projekt nur aufzuschieben und nicht aufzuheben, da für beide Seiten ungeahntes Potential erkannt wurde.

Literaturressourcen

Im Literaturstipendium wurden von Heinz Egger laut der Dokumentationsseite in der Wikipedia 2011 drei Stipendien bewilligt, einige weitere Anfragen aus dem September 2011 sind noch offen. Nähere Informationen dazu gibt es auf Anfrage bei Heinz Egger. Erstmals wurde von Wikimedia Österreich durch Beppo Stuhl eine Online-Ressource über das Literaturstipendium vermittelt, nämlich ein Online-Zugang für ein Jahr beim "Biographischen Lexikon 1815–1985". Damit konnte das Literaturstipendium eine neue Facette gewinnen. Ganz in diese Richtung schlug auch die Vergabe von Jahreskarten der Österreichischen Nationalbibliothek, durch die Autoren Zugriff auf 44 Online-Literaturdatenbanken erhalten können. Das ursprünglich breitflächig gewünschte Angebot über eine Vollmacht konnte aus rechtlichen Gründen nicht realisiert werden, aber im Rahmen der Mitgliederversammlung konnten drei solcher Karten vergeben werden. Das Angebot soll sich dauerhaft etablieren und steht grundsätzlich jedem Mitglied des Vereins offen, notwendig ist nur die Einreichung des Belegs.

GLAM und WP trifft Altertum

Frank Schulenburg von der Wikimedia Foundation bei der Fachtagung Wikipedia trifft Altertum, Foto: Raimond Spekking, cc-by-sa-3.0

Es gibt auch Kontakte zu anderen Stiften und Kulturinstitutionen auf unterschiedlichem Level. Im Rahmen der GLAM-Projekte (Galleries-Libraries-Archives-Museums), die von Wikimedia-Österreich unterstützt werden, können diese Aktivitäten in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen vorangebracht werden. Wikimedianer nahmen an verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen von GLAM teil, z.B. bei MUSIS (dem steirischen Museumsverbund) in Graz und bei einem Europaeana-Treffen in Wien.

Ein Highlight war die Fachtagung "Wikipedia trifft Altertum" in Göttingen, bei der mit Bernhard Wallisch (Portal:Ägyptologie) und Beppo Stuhl (Portal:Vor- und Frühgeschichte) zwei Wikipedia-Autoren teilnahmen. Auf Seite der Vortragenden war Österreich durch eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter des ÖAI (Österreichisches Archäologisches Institut) vertreten. Aus allen Bundesländern Deutschlands und auch aus der Schweiz und Großbritannien waren namhafte Archäologen, Altertumswissenschafter, Altphilologen, Archivare, Numismatiker, Bauforscher etc. angereist, um in zwei Hörsälen parallel ihre Fachgebiete vorzustellen. Gleichzeitig wurde auch die Wikipedia von den Wissenschaftern analysiert und konstruktiv kritisiert.

Wiki Loves Monuments

Das WLM-Logo wurde im Frühjahr von den Wikipedianern aus einer Reihe von Entwürfen ausgewählt
Die Denkmallisten entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt
Die Denkmallisten entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt. Foto:Udo Somma cc-by-sa-3.0

Vom 1. bis zum 30. September wurden im Rahmen von Wiki Loves Monuments 2011 11.999 Fotos von denkmalgeschützten Bauwerken, Statuen und Kulturdenkmälern aus Österreich in der Kategorie Commons-Category "Images from Wiki Loves Monuments 2011 in Austria" hochgeladen. Die 50 Preisträger sind in der Wikipedia der Seite Wikipedia:Wiki Loves Monuments Österreich/Preisträger zu finden.

Ausgangspunkt waren die 36.000 denkmalgeschützte Objekte, die es in Österreich gibt, vom Palais bis zum Marterl oder Wegkreuz, vom Jugendstilwohnhaus bis zum Industriebau. Mehr als ein Jahr lang, wurden von österreichischen Wikipedianern alle denkmalgeschützten Objekte in rund 2.400 Gemeindelisten zusammengestellt. Mitmachen konnte man über diese Listen, in denen man nur das Icon eines Fotoapparats anklicken musste, um bei Commons zu einem Formular zu kommen, das alle Informationen, darunter die Denkmals-ID bereits enthielt. Auf der Seite http://wikilovesmonuments.at, die eigens für diesen Wettbewerb installiert wurde, fand man auch Karten der Bundesländer und Bezirke sowie Links zu Google Maps mit Hinweisen, zu welchen Kulturdenkmälern es schon Fotos gab und zu welchen noch nicht. Die Botschaft wurde von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Fotowettbewerb gut verstanden: Bebildert die Wikipedia! Macht Bilder von den Monumenten, zu denen es noch keine gibt! Oft wurde Ruben Demus, der Koordinator von WLM bei Wikimedia gefragt, warum die neuen Bilder nicht gleich in der Wikipedia in den Listen erscheinen. So weit war aber der Automatismus noch nicht gediehen, dass ein Bot gleich das beste Bild aussuchen und die entsprechende Liste einfügen konnte. Das musste von einer Reihe von insgesamt 220 Helfern händisch erledigt werden.

Es wurden von den Wikipedianern des Projekts Denkmalpflege Koordinaten beigestellt, Grundbücher durchsucht, Beschreibungen zu den Monumenten erstellt. Das Bundesdenkmalamt stellte seine Daten zur Verfügung. Zum Tag des Denkmals am 25. September 2011 wurden spezielle Objekte "aus Holz" zugänglich gemacht. Sie wurden in der Wikipedia ebenfalls verzeichnet. Über diese Listen konnte man die Fotos für den Sonderpreis des BDA hochladen.

Nach anstrengenden Juryarbeiten der Bundesländerjury, die aus 20 Wikipedianern bestand. um die 12.000 Fotos zu sichten wurden rund 500 Fotos über ein eigenes Jury-Wiki der Hauptjury zur Verfügung gestellt. Diese wählte 50 Preisträger aus, die am 17. November in der Hofburg in Wien die Preise entgegen nehmen konnten. Zur Preisverleihung war auch Sue gardner, Executive Director der Wikimedia Foundation in San Francisco angereist, die gemeinsam mit der Präsidentin des Bundesdenkmalamtes, Dr. Barbara Neubauer, die Urkunden un die Preise überreichte. Den Hauptpreis, eine Canon-Fotoausrüstung, erhielt eine Fotografin, die bis dahin mit einer eher schlechten Ausrüstung zu kämpfen hatte.

2 Bilder aus der österreichischen Jury-Auswahl schafften es im europäischen Wettbewerb unter fast 167.000 Einsendungen unter die besten 10 Fotos.

Honorarkraft für Wiki Loves Monuments

Zur Abwicklung der Organisationstätigkeiten rund um das Wiki Loves Monuments-Projekts und der Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt (BDA) wurde im Juni eine Stelle für eine/n Projektkoordinator/in ausgeschrieben:

"Wikimedia Österreich, Verein zur Förderung freien Wissens sucht eine/n Projektkoordinator/in auf Werkvertragsbasis für die Betreuung eines internationalen Projekts für die Dauer von etwa 4 Monaten. Englischkenntnisse und Erfahrung im Bereich Projektmanagement sind erforderlich."

Wir erhielten mehrere Anfragen von Interessenten und eine Bewerbung von Ruben Demus, der als Kunst-Student bereits Erfahrung bei ähnlichen Projekten und der Organisation von Wettbewerben gesammelt hatte. Ihn wählten wir für diese Aufgabe aus. Der Zeitrahmen betrug Juli bis September 2011. In dieser Zeit akquirierte Ruben Preise für die Preisverleihung, setzte die Webseite www.wikilovesmonuments.at, schrieb Pressemeldungen, saß Sitzungen mit dem BDA bei und half bei der Organisation der Jury und Bildauswahl.

Mit seiner Arbeit sind wir sehr zufrieden, Ruben hat über die vereinbarten Aufgaben hinaus eigenständig viele Arbeiten übernommen und den Vorstand in seiner Arbeit an einigen Stellen unterstützt.

Toolserver

Wikimedia Österreich hat für den Betrieb des Toolservers im Jahr 2011 2.000 EUR beigesteuert. Der Betrag wurde an Wikimedia Deutschland überwiesen, da diese die Rechnungen und das Personal für den Toolserver bezahlen.

Fraglich ist die Zukunft dieses Projekts. Wikimedia Deutschland plant für 2012 ein Budget von 55.000 EUR, wovon 20.000 EUR von Wikimedia Deutschland übernommen werden und 35.000 EUR von anderen Vereinen beigesteuert werden sollen.

Da die meisten Vereine kein eigenes Budget mehr haben sondern wie Wikimedia Österreich ihren Program Plan von der Wikimedia Foundation genehmigen lassen und ihr Geld von dort erhalten ergibt es keinen Sinn mehr, wenn mehrere Chapter gemeinsam für ein solches Projekt Geld einplanen. Stattdessen könnte ein Chapter den Gesamtbetrag als Grant bei der Wikimedia Foundation beantragen. Ein solcher Grant würde aber nicht genehmigt, da die Wikimedia Foundation mit "WikiLabs" ein Konkurrenzangebot zum Toolserver aufbaut. Wikimedia Deutschland hat angekündigt den Toolserver mindestens so lange zu betreiben bis WikiLabs voll funktionsfähig ist.

Wir würden dieses Projekt gerne ebenfalls so lange unterstützen, müssten das Geld allerdings aus einem anderen Ressort nehmen - bspw. Infrastruktur, wofür 6.500 EUR für Webseiten, CiviCRM etc. eingeplant sind.

Reisestipendien

Fotoworkshop Nürnberg

Foto: Ralf Roletschek, CC-BY-NC-ND

Uns erreichte eine Anfrage, ob wir ein Reisekostenstipendium für den Fotoworkshop in Nürnberg übernehmen könnten.

Der Vorstand hat daraufhin beschlossen, offiziell Reisekostenstipendien für den Fotoworkshop anzubieten und hat dies auf der Vereinsmailingliste und im Mitgliederwiki angekündigt. Schlussendlich hat sich niemand dafür gemeldet, der Antragsteller auf dessen Initiative hin wir das Programm aufgelegt hatten ist kurzfristig erkrankt und konnte leider nicht teilnehmen.

Im kommenden Jahr werden Stipendien für den Fotoworkshop allgemein über das Foto-Projekt abgewickelt. Wikimedia Österreich besitzt mittlerweile eine Fotoausrüstung die kostenlos entliehen werden kann. Für die Teilnahme an besonderen Fotoprojekten refundieren wir Fahrtkosten oder im Fall vom Fotoworkshop auch die Teilnahmegebühr mit Übernachtung. Für dieses Projekt wurde für 2012 13.000 EUR eingeplant.

Wikimania Haifa

Gruppenfoto der Wikimania 2011. Foto: Wikimedia Israel, cc-by-sa-3.0

Dieses Jahr fand die Wikimania in Haifa, Israel statt. Um mehr Österreichische Wikimedianer zu einer Teilnahme an dieser wertvollen Konferenz überzeugen zu können, hat Wikimedia Österreich die Chapters Scholarships ins Leben gerufen. Diese Idee wurde von mehreren Wikimedia-Vereinen kopiert.

Die Wikimedia Foundation bietet für die Teilnahme an der Wikimania Stipendien (Scholarships) an. Diese sind begrenzt und werden bevorzugt an Gemeinschaftsmitglieder vergeben, die schwach präsentiert sind. Daher hat Wikimedia Österreich beschlossen zehn eigene Stipendien mit einem Gesamtbudget von 10.000 EUR für österreichische Wikimedianer oder Mitglieder von Wikimedia Österreich anzubieten.

Dafür haben wir in Zusammenarbeit mit den Wikimania-Organisatoren in Israel die Bewerbungsplattform im Internet überarbeitet, eine deutsche Benutzeroberfläche entwickelt und einen einheitlichen Arbeitsprozess zur Evaluierung der Bewerbungen eingerichtet. Da alle Bewerbungen über eine zentrale Plattform liefen war sichergestellt, dass jedes Stipendienteam Übersicht über die Bewertungen der anderen Teams hatte. Einmal genehmigte Stipendien verschwanden aus dem Pool der Bewerbungen, Ablehnungen gingen zurück in den Pool.

Wikimedia CH hat sich sehr schnell unserer Idee angeschlossen und unser Verfahren übernommen, dabei entstanden weitere Übersetzungen in Französisch und Italienisch. Wikimedia Deutschland bot später weitere 16 Stipendien zum Pauschalbetrag.

Auf Initiative von Heinz Egger bot Wikimedia Österreich zwei der Stipendien für slowakische Teilnehmer an, wovon eines in Anspruch genommen wurde.

Da Wikimedia Deutschland viel mehr Bewerbungen bekommen hatte als es Plätze anbot, die Situation bei Wikimedia Österreich und CH aber umgekehrt war, übernahmen wir noch deutsche Bewerbungen auf unsere Mitgliederliste. Dadurch konnten insgesamt mehr Stipendien genutzt werden.

Sechs Wikimedianer haben schlussendlich Stipendien in Anspruch genommen, davon

  • fünf Mitglieder von Wikimedia Österreich, vier aus Österreich, eines aus Deutschland
  • ein Wikimedianer aus der Slowakei, wohnhaft in Deutschland

Zwei weitere Stipendien wurden angefragt und genehmigt, aber nicht genutzt. Ein Stipendium wurde abgelehnt.

Aufgrund des Erfolgs der Chapter Scholarships zur Wikimania werden diese im kommenden Jahr wieder angeboten, das Wikimania-Organisationsteam in Washington D.C. hat dieses Verfahren bereits als Standard in ihre Organisation übernommen. Für 2012 wurden 15.000 EUR für Wikimania-Stipendien eingeplant.

WikiConvention Nürnberg

Datei: C-M, cc-by-sa-3.0

Nachdem Wikimedia Österreich 2010 die Skillshare, eine deutschprachige Wikipedia-Konferenz organisiert von Freiwilligen mit Reisestipendien unterstützt hat, haben wir dies auch für die Nachfolgeveranstaltung WikiConvention in Nürnberg getan.

Die Organisation haben wir mit 3.000 EUR Sponsoring unterstützt. Damit wurden Raummiete und Catering bezahlt sowie ermöglicht, dass Teilnahme- und Übernachtungsgebühr bei je 30 EUR sehr niedrig blieben.

Weitere 2.000 EUR wurden für Reisestipendien bereitgestellt, es nahmen Bernhard Wallisch und eine Österreicherin aus Linz sowie zwei Vorstandsmitglieder - Beppo Stuhl und Manuel Schneider - teil. Beppo Stuhl warb für das Wiki Loves Monuments-Projekt und klärte einige Probleme zwischen der deutschen und Schweizer Community. Manuel Schneider sorgte für Videomitschnitte einiger Vorträge und der heißen Diskussion um Bildfilter mit Ting Chen und produzierte in Kooperation mit dem ORF eine WikiTV-Sendung.

Da diese Veranstaltung einhellig von allen Teilnehmern als Erfolg und sehr hilfreich für den Austausch innerhalb der Community gewertet wurde, wird Wikimedia Österreich auch im nächsten Jahr wieder 3.500 EUR dafür bereitstellen. Zwischenzeitlich reifen die Pläne, dass wir die Veranstaltung nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch in Österreich durchführen werden - mehr dazu weiter unten.

Wikimedia-Stand am LinuxDay Dornbirn

Seit 13 Jahren wird in Dornbirn von der Linux Usergroup Vorarlberg ein LinuxDay, eine kleine Konferenz mit Ausstellung organisiert. Auf deren Einladung hin haben wir beschlossen Wikimedia Österreich auf einem Stand zu präsentieren. Dafür stellten wir die Übernahme von Reisekosten für Helfer in Aussicht.

Vor Ort waren Thomas Planinger und Manuel Schneider und haben weitere Wikimedianer aus Österreich, aber auch aus der Schweiz kennengelernt. Viele Menschen kannten zwar Wikipedia, Wikimedia war ihnen aber kein Begriff. Wir haben daraus die Lehre gezogen, dass Wikimedia Österreich mehr auf solchen Veranstaltungen - außerhalb des Wikimedia-Universums - vertreten sein muss. Dies werden wir im neuen Jahr angehen.

Wikipedia Treffen der Redaktion Biologie

Gruppenfoto der Redaktion:Biologie, Foto: Achim Raschka, cc-by-sa-3.0

Unterstützt durch Fahrtkosten wurde auch das Treffen der Redaktion Biologie im benachbarten Ungarn, an dem vier österreichische Wikipedia-Autoren teilnahmen. Es konnte ein Auto gemietet werden, das es ermöglichte, auch Expeditionen in verschiedene Naturschutzgebiete am ungarischen "Donauknie" zu unternehmen. Zahlreiche Fotos der dort zum Teil einmaligen (endemischen) Lebewesen wurden gemacht, aber auch Artikel über die Kultur der ansässigen deutschsprachigen Bevölkerung geschrieben bzw. verbessert. Es gab Führungen durch einheimische Ranger und Naturschutzwächter. Mit dem von WM-Deutschland zur Verfügung gestellten Mikroskop gab es Möglichkeiten zur Einsicht in die Welt des sonst für unser Auge Unsichtbaren, sowie mikroskopische Fotos mit Hilfe der mitgelieferten digitalen Kamera.

Öffentlichkeitsarbeit

Pressearbeit zum zehnjährigen Jubiläum

ALPHA Österreich – mit Julius Kratky - Die freie Enzyklopädie – 10 Jahre Wikipedia, Julius Kratky (ORF), cc-by-sa-3.0

Das Medieninteresse am zehnjährigen Geburtstag der Wikipedia im Jänner war enorm. Der Andrang war so groß, dass wir gar nicht mit dem telefonieren fertig wurden, geschweige denn mit dem Finden von Interessierten für Interviews. Wir haben Wikim(p)edianern für eine deutlich zweistellige Anzahl von Interviews, eine Reihe von Radiointerviews (unter Anderem Ö1 und FM4) und ein Fernsehinterview (ServusTV) vermittelt. Das Ergebnis war überwältigend. So widmete beispielsweise die Kleine Zeitung der Wikipedia ihrer ersten (!) fünf Seiten; auf der Titelseite prangte groß der Wikipediaball. Feiern zum Geburtstag fanden in Graz, Linz und Wien statt. In Zusammenarbeit mit dem ORF, der uns dankenswerterweise Hardware zur Verfügung gestellt hat, konnten wir nicht nur diese drei österreichischen Party-Locations, sondern auch mehrere deutsche Partys miteinander live vernetzten. Das Ergebnis war ein knapp halbstündiger Zusammenschnitt samt Interview, der auf Bayern Alpha einige Tage danach ausgestrahlt wurde. Ein weiteres Video von der Grazer Feier wurde ebenso von der Kleinen Zeitung für ihre Onlineausgabe gedreht. Im März zum Jubiläum der deutschsprachigen Wikipedia war das mediale Interesse bedauerlicher, aber verständlicherweise nicht mehr so groß. Hinzu kam, dass zwar mehrere Interviews gegeben wurden, und Publikationen in Aussicht standen, die Erdbebenkatastrophe von Japan verdrängte uns jedoch leider aus vielen Medien. Immerhin interessierte sich der ORF für unsere Feier im Löwelzimmer des renommierten Cafe Landtmann und widmete der Wikipedia eine halbstündige Sendung in Wissenschaftsmagazin Newton am Samstag Abend, bei der auch der berühmt berüchtigte Donauturm eine wichtige Rolle spielte.

Vom ORF gespendete Sendungen die in Zusammenarbeit mit Wikimedia Österreich zustande gekommen und unter Freie Lizenz gestellt worden sind:

Pressemeldungen (Auswahl)

Messeauftritt am LinuxDay in Dornbirn

In Dornbirn findet seit vielen Jahren ein LinuxDay der Linux Usergroup Vorarlberg statt. Sie hat uns dieses Jahr eingeladen dabei zu sein. Der LinuxDay möchte mehr als nur Freie Software zeigen, so war beispielsweise auch das netculture Lab vertreten. Da uns die Veranstaltung als eine der besten bekannt war, wir gezielt in der Fläche Wikimedia bekannter machen möchten und die Kosten lediglich aus einem Zugticket bestanden haben wir uns entschlossen dort einen Stand einzurichten und Wikimedianer vor Ort zu Teilnahme einzuladen - ggf. gegen Refundierung von Reisekosten (s.u.).

Wir haben ein paar neue Mitglieder werben können (fünf Anträge gingen weg, einer kam vor Ort zurück) und einige Benutzer kennengelernt. Das Interesse am Stand war auch seitens Nicht-Wikimedianern sehr gross: Jedem fiel das Wikipedia-Banner auf, Wikimedia kannte aber kaum jemand. Viele Besucher kamen aus Deutschland und der Schweiz, in diesem Zusammenhang entstand der Plan gemeinsam mit Wikimedia CH und Wikimedia Deutschland einen Auftritt am LinuxTag in Berlin - der grössten Open Source-Veranstaltung in Europa - zu organisieren. Wikimedia Offline ist in den letzten Jahren vertreten gewesen und liesse sich gut in einen solchen Gemeinschaftsstand integrieren. Eine entsprechende Anfrage wurde an die offiziellen Adressen von Wikimedia Deutschland und Wikimedia CH gerichtet.

Internationale Zusammenarbeit

Teilnahme am Chapters Meeting in Berlin

Jedes Jahr findet ein Treffen aller Wikimedia-Vereine statt. Jeder Verein sendet ein bis zwei Vertreter aus dem Vorstand um an den Sitzungen teilzunehmen die eine Vielzahl von Themen abdecken: Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Professionalisierung, Aufbau einer Geschäftsstelle, internationale Aktivitäten, Zusammenarbeit zwischen den Chapters und der Foundation, etc...

2011 fand das Treffen wie in den letzten Jahren wieder in Berlin statt, organisiert von Wikimedia Deutschland. Termin war der 25. bis 27. März 2011.

Für Wikimedia Österreich waren die Obmänner Kurt Kulac und Christoph Breitler angemeldet, Beirat Manuel Schneider vertrat Wikimedia CH.

Wir haben in einer Kurzpräsentation den Status unseres Vereins vorgestellt, unterzeichneten das Chapters Agreement und bewarben uns erfolgreich um die Durchführung des Fundraising Summits. Ebenfalls am Chapters Meeting eingeleitet wurde die Förderung von Wikimedia Spanien durch uns.

Einen detaillierten Bericht zum Chapters Meeting findet man im Mitgliederwiki:

Gruppenphoto mit allen Teilnehmern am Wikimedia Chapters Meeting 2011 in der Heinrich Böll-Stiftung in Berlin. Foto: Mathias Schindler, cc-by-sa-3.0

Ausrichtung des Fundraising Summit im Juni

Zur Vorbereitung der jährlichen Spendenkampagne - bei der einige Wikimedia-Vereine selbst beim Einzug, Verbuchung und Transfer der Spenden beteiligt sind - findet seit 2010 ein Fundraising Summit statt. Dabei lädt ein Wikimedia-Verein Vertreter aller anderen Vereine ein, die am geplanten Fundraiser teilnehmen möchten.

Am Chapters Meeting wurde ein neuer Gastgeber gesucht. Nach Absprache mit Wikimedia Deutschland, die bereits viele derartige Veranstaltungen organisiert haben und Wikimedia UK, dem letztjährigen Gastgeber, haben wir uns dazu entschlossen diese Aufgabe zu übernehmen. Damit gehört Wikimedia Österreich nun zum kleinen Kreis der Wikimedia-Vereine die eine internationale Wikimedia-Veranstaltung organisiert haben.

Teilnehmer am Wikimedia Fundraising Summit in der Arbeiterkammer in Wien. Foto: Tobias Schumann, cc-by-sa-3.0

Der Fundraising Summit 2011 fand vom 16. bis 19. Juni 2011 in den Räumlichkeiten des Theater Akzent der Arbeiterkammer Wien statt. Teilnehmer waren 20 Personen aus elf Wikimedia-Vereinen sowie der Wikimedia Foundation.

Besprochen wurde das Fundraising Agreement, Nutzung von CiviCRM und anderen Systemen zur Erfassung von Spenden und vor allem Testing - mit welchen Aufrufen und Landungsseiten am meisten Spenden generiert werden können. Weiterer zentraler Punkt war natürlich auch der Austausch von Erfahrungen aus dem letzten Fundraiser.

Höhepunkt des Fundraising Summits war der Samstag Abend, an dem wir die Teilnehmer eingeladen haben, sich mit dem Wiener Wikipedia-Stammtisch im 9er-Bräu zu treffen. Die Wiener Wikipedianer hatten auf diesem Weg die Gelegenheit Wikipedianer aus aller Welt und vor allem auch Mitarbeiter der Wikimedia Foundation kennenzulernen. Für die Teilnehmer war es eine gute Gelegenheit die Österreichische Community kennenzulernen.

Im Mitgliederwiki gibt es sowohl eine Projektseite auf der wir die Veranstaltung geplant haben, samt einer detaillierten Auflistung der Ausgaben, sowie einen abschließenden Bericht für uns als Teilnehmer.

Teilnehmer des Fundraising Summits unter Wiener Wikipedianern im 9er-Bräu. Foto: Tobias Schumann, cc-by-sa-3.0

Teilnahme an der Wikimania mit vielen Stipendiaten

Jährlich findet an wechselnden Orten die internationale Wikimedia-Konferenz "Wikimania" statt. Die Wikimania ist eine Konferenz der Community, sie wird daher jedes Jahr in einem anderen Land abgehalten, organisiert von Freiwilligen die sich in einem Bieterwettbewerb durchsetzen konnten. Sie dauert vier Tage, bietet fünf Vortragsprogramme und zieht rund 800 Teilnehmer aus aller Welt an.

Wie oben beschrieben übernahm Wikimedia Österreich sechs Stipendien für Wikimedianer aus Österreich und der Slowakei bzw. Mitglieder von Wikimedia Österreich. Darüber hinaus waren die Obmänner Kurt Kulac und Christoph Breitler vor Ort, sowie für Wikimedia Deutschland Beirat Denis Barthel und für das Wikimedia Offline-Projekt und Wikimedia CH Beirat Manuel Schneider.

Vorträge von Wikimedia Österreich

Kollaborative Beobachtungsliste

Die MediaWiki-Erweiterung "Kollaborative Beobachtungsliste" wurde vor längerem fertiggestellt, kann aber noch nicht in den Wikimedia-Projekten genutzt werden. Dazu ist ein Code-Review durch Wikimedia-Mitarbeiter notwendig, außerdem benötigt man ein Votum der Community, welche mit einer Mehrheit die Aktivierung des Features wünscht.

Um in diesem Prozess vorwärts zu kommen und das Code-Review in Gang zu bringen, haben wir Florian Hackenberger, Entwickler der Erweiterung, nach Haifa geschickt. Er nahm am MediaWiki-Entwicklertreffen vor der Wikimania teil und sprach mit den Schlüsselpersonen vor Ort. Es flossen daraus ein paar Verbesserungen in die Software zurück.

Während der Wikimania-Konferenz hielten Kurt Kulac und Christoph Breitler einen Vortrag über die kollaborative Beobachtungsliste um Nutzer für dieses Projekt zu gewinnen.

Noch sammeln wir in einer Petition Stimmen, die sich die Aufschaltung der Software auf den Wikimedia-Servern wünschen:

openZIM / Wikimedia Offline

Beirat Manuel Schneider veranstaltete in Haifa, vor der Wikimania, ein Treffen der openZIM-Entwickler, dem Wikimedia Offline-Projekt. Durch Zusammenlegung dieses Treffens mit der Wikimania konnten mehr internationale Entwickler und Mitarbeiter der Wikimedia Foundation teilnehmen.

Das zweitägige Treffen vor der Wikimania - parallel zum MediaWiki-Entwicklertreffen - brachte neue Interessenten und Ideen für das kommende Jahr. Die Wikimedia Foundation unterstützt das Projekt verstärkt personell, als auch finanziell - zwei Personen arbeiten an der Weiterentwicklung des Kiwix-Readers. Dieser wurde mittlerweile auf MacOS X und den XO (One Laptop per Child-Projekt) portiert. openZIM soll Unterstützung in Form eines Entwicklers bekommen um die letzten fehlenden Funktionen der Bibliothek zu implementieren.

Das ebenfalls vor der Wikimania in Haifa stattgefundene "Global South Meeting" hatte noch eine gemeinsame Sitzung zum gegenseitigen Informationsaustausch.

Während der Wikimania gab es noch einen Vortrag bei dem das Projekt der Allgemeinheit vorgestellt wurde bzw. den Interessenten ein Update gegeben wurde wie der aktuelle Stand des Projekts derzeit aussieht.

Gründungsmitglied der CEE (Central and Eastern Europe) - Gruppe

Bei der Wikimania gab es eine spontane Zusammenkunft der Wikimedia-Vereine aus "Central and Eastern Europe" - kurz CEE. Wir wurden dazu ebenfalls eingeladen.

Ergebnis nach der netten Diskussion beim gemeinsamen Mittagessen war die Absicht, eine regionale "Wikimedia CEE Conference" zu veranstalten und eine neue Mailingliste in der Beirat Manuel Schneider für uns mit liest. Die CEE-Konferenz sollte zuerst von Wikimedia Česká Republika veranstaltet werden, mittlerweile liegt die Planung bei Wikimedia Serbia. Die Veranstaltung wird schätzungsweise im Mai in Belgrad stattfinden. Sobald es konkretere Informationen gibt, werden wir unsere Mitglieder über die Vereinsmailingliste zur Teilnahme einladen.

Unterstützung der WikiCon 2011

Wie oben bei den Reisestipendien beschrieben beschänkte sich unserer Unterstützung der WikiConvention in Nürnberg nicht nur darauf Teilnehmer aus Österreich zur Teilnahme zu ermutigen, wir haben auch ein Sponsoring von 3.000 EUR bereitgestellt.

Die WikiConvention 2011 wurde von Freiwilligen aus dem Raum Nürnberg organisiert. Unterstützt wurden sie dabei von allen drei deutschsprachigen Vereinen. Wikimedia Deutschland stellte auch Arbeitskräfte zur Verfügung und übernahm die Abrechnung mit allen Lieferanten und Sponsoren. So haben wir durch unsere gemeinsame Unterstützung mit Wikimedia CH diese Veranstaltung zu einem internationalen Projekt gemacht.

Entwicklungshilfe

Wikimedia Spanien (Grant)

Meeting von Wikimedia Spanien, Foto: Montgomery, cc-by-sa-3.0

Das erst seit Februar 2011 existierende Chapter Wikimedia España wurde von uns durch einen Startup-Grant iHv EUR 1.000,-- unterstützt. Anlässlich den Chaptersmeetings in Berlin kamen wir mit den spanischen Vertretern ins Gespräch und bemerkten starke Parallelen zu unseren anfänglichen finanziellen Schwierigkeiten in Österreich, wo wir doch schließlich erst fast ein Jahr nach unserer Gründung durch den Erhalt der ersten Spendengelder aktiv werden konnten. Wikimedia España konnte mit dem zur Verfügung gestellten Geld ihre ersten Büroutensilien, Werbematerial und Wikipedia-Broschüren anschaffen, auch wurde ein erster Wettbewerb über Freie Software unterstützt. Wikimedia Espana hat uns bereits über ihre zukünftigen Pläne informiert und es ist angedacht, ihnen eine weitere Unterstützung in der selben Höhe zukommen zu lassen.

Die finanzielle Unterstützung wurde als Kredit deklariert, bislang haben wir jedoch auf eine Rückforderung verzichtet und würden nach dem erfolgten Bericht durch Wikimedia España gerne dabei bleiben. Momentan überlegen wir nach alternativen Möglichkeiten mit denen wir Wikimedia España im Gegenzug dazu verpflichten könnten statt einer Rückzahlung einem anderen jungen Chapter zu helfen.

Wikimedia Slowakei (Beratung)

Wir haben uns gemeinsam mit Wikimedia Deutschland dazu bereiterklärt die Gründung von Wikimedia Slowakei nach dem Vorbild Spanien zu unterstützen. Bislang fanden zwei Besprechungen, eine davon mit juristischem Beistand zur Erstellung der Statuten statt. Wir werden das Honorar der Rechtsanwältin und die Reisekosten der Teilnehmer zu 50% finanzieren.

Wikimedia Portugal (Reisekosten Fundraising Summit)

Für Wikimedie Portugal übernahmen wir die Reisekosten eines Teilnehmer am von uns in Wien abgehaltenen Fundraising Summit.

Infrastruktur

Relaunch Webseite und Einführung CiviCRM

Die bestehende Webseite wurde aktualisiert um sie mit Softwareerweiterungen zu ergänzen. Dabei bot sich die Gelegenheit die Inhalte und Gestaltung von Experten neu erstellen zu lassen.

Nach einem Angebot über 3.000 EUR für die Neuerstellung einer modernen Webseite inkl. eines Corporate Designs hat der Vorstand dieses in Auftrag gegeben. Die grafischen Entwürfe und das Konzept wurden auf der Vereinsmailingliste vorgestellt und im Mitglieder-Wiki diskutiert.

Die neue Webseite ging im Oktober online. Parallel wurde CiviCRM, eine Ergänzung zu Drupal, installiert um damit Kontakte, Mitglieder, Spenden und Mitgliedsbeiträge und vieles mehr zentral verwalten zu können. CiviCRM ist eine freie Software und wird speziell für die Bedürfnisse von gemeinnützigen Organisationen entwickelt. Unter anderem die Wikimedia Foundation und Wikimedia Sverige setzen CiviCRM ein. Am Fundraising Summit zeigte uns Holger von Wikimedia Sverige seine Erweiterungen zu CiviCRM, um Spenden und Mitgliedsanträge einfacher verarbeiten zu können, darüber hinaus wickelt er die komplette Buchhaltung in CiviCRM ab.

CiviCRM Weiterentwicklung

Beeindruckt von diesen Möglichkeiten hat der Vorstand beschlossen Holger bei der Weiterentwicklung seiner Module zu unterstützen, damit er sie dahingehend überarbeitet, dass sie generell von jedem Wikimedia-Verein genutzt werden kann und mit der neuen Generation von Drupal und CiviCRM funktioniert. Dafür konnten wir einen Zugang zum Wikimedia-Software-Repository für Holger bekommen, seitdem sind seine Module im Wikimedia SVN für jedermann nutzbar:

Mit Vereinsjahrwechsel August/September 2011 ist CiviCRM bei uns offiziell im Einsatz. Noch sind nicht alle gewünschten Funktionen fertig und es fehlt noch an Schulung um alle Möglichkeiten von CiviCRM ausnutzen zu können, Verbesserungen und Vereinfachungen in der Verwaltung sind allerdings bereits bemerkbar.

Zur Entwicklung fanden zwei Arbeitstreffen bei Manuel statt:

Wikimedia CH hat sich im Oktober dem Projekt angeschlossen und die Hälfte der Kosten für das zweite Arbeitstreffen bei Manuel übernommen.

Wikipedia.at-Domain übernommen

Wikipedia-logo-de.png

Die Internetadresse "wikipedia.at" gehörte seit vielen Jahren einem Mitglied von Wikimedia Deutschland. Über den deutschen Verein konnten wir die Domain zu Wikimedia Österreich transferieren lassen. Dieser Vorgang nahm fast zwei Monate in Anspruch.

Anschließend ließen wir ein Suchportal für die Wikipedia programmieren (Kosten: 170 EUR). Auf wikipedia.at kann seither in allen in Österreich gesprochenen Sprachen gesucht werden. Außerdem ermöglicht uns diese Webseite nun - da sie in Österreich als Ausgangspunkt zur Wikipedia-Recherche genutzt wird - mit den österreichischen Nutzern in Kontakt zu kommen und auf unseren Verein und unseren eigenen Spendenaufruf aufmerksam zu machen.

Das Suchportal ging parallel zum Beginn der Spendenkampagne online und wird wie die restlichen Webplattformen kostenlos von der Firma masterssystems in Deutschland gehostet.

Mitgliederkampagne statt Fundraiser

Nach der für alle sehr erfolgreichen Spendenkampagne vom November 2011 bis Januar 2012 würden von der Wikimedia Foundation neue Verträge ausgehandelt für die kommende Spendenkampagne. Verhandlungen begannen, auch wir haben den Vertragsentwurf den Mitgliedern vorgelegt und diskutiert:

Zur Vorbereitung der Spendenkampagne wurde der Fundraising Summit in Wien organisiert. Wikimedia Österreich unterzeichnete das Fundraising Agreement.

Während der Wikimania in Haifa kam es dann zur großen Überraschung: Der Vorstand der Wikimedia Foundation befand, dass die Foundation zu wenig Einfluss auf die Chapter hätte was den Umgang mit Spenden anginge (Verbuchung, Berichte, Abrechnung und Verwendung), man als Inhaber der Marke aber die Verpflichtung gegenüber den Spendern habe. Darum stoppte der Vorstand die Spendenkampagne durch die Wikimedia-Vereine per sofort. Die bereits geschlossenen Verträge sollten damit ungültig sein. Stattdessen solle die Wikimedia Foundation künftig alle Spenden einsammeln und seine Chapter über Grants finanziell versorgen.

Der Vorstand hat noch in Haifa direkt mit Barry Newstead, Angestellter der Wikimedia Foundation und zuständig für die Fundraising-Verträge verhandelt. Unser Kompromiss lautete: Wir erhalten ohne Schwierigkeiten einen Grant zu unseren Bedingungen, dafür verzichten wir auf die Ausübung des bereits geschlossenen Fundraising Agreements.

Das Grant Agreement war keine einfache Sache, die Wikimedia Foundation versuchte auch hier starken Einfluss auf die Vereine zu nehmen und ihnen amerikanische Regeln aufzudrücken. Auf internal-l kochten die Gemüter wochenlang über. Wir haben uns dazu entschlossen einen eigenen Anwalt zu beauftragen einen Gegenentwurf zum Grant Agreement zu verfassen - inhaltlich möglichst nah, rechtlich aber für uns akzeptabel. Dies gelang und unser Entwurf wurde mit wenigen Änderungen als endgültige Fassung akzeptiert. Nach der Preisverleihung von Wiki Loves Monuments unterzeichneten Obmann und Kassier im Beisein von Geschäftsführerin Sue Gardner und Justiziar Geoff Brigham das Vertragswerk und gaben es den beiden mit zur Unterzeichnung durch Barry Newstead.

Da wir nun nicht mehr an der Spendenkampagne beteiligt sind, sammeln wir trotzdem weiterhin Spenden von Nutzern ein, die direkt wikimedia.at oder wikipedia.at aufsuchen. Außerdem haben wir begonnen mehr Mitglieder zu werben. CiviCRM wird uns wie oben beschrieben dabei unterstützen, der Auftritt in Dornbirn war eine weitere Aktivität in diese Richtung. Sobald das Online-Formular freigegeben wurde, werden wir die Spender von 2010 anschreiben und sie einladen, Mitglied zu werden. Viele Mitglieder - auch von außerhalb des Wikimedia-Universums - werden für uns künftig wichtig für unsere politische Arbeit sein, außerdem können wir noch viele Helfer und Unterstützer gebrauchen.

Werbematerialien

Im vergangenen Jahr wurde ein Grundstock an Werbematerialien rund um Wikimedia und seine Projekte angeschafft, der im kommenden Jahr um Brochschüren und Flyer ergänzt wird. Von Wikimedia Österreich produziert und vorhanden sind:

  • Aufkleber Wikipedia-Logo
  • Aufkleber Wiki Loves Monuments
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Darüber hinaus haben wir von anderen Wikimedia-Vereinen ebenfalls Werbematerial, beispielsweise T-Shirt, Kerzen und Pins erhalten die bereits zum Grossteil verteilt wurden.

Alles Werbematerial kann jederzeit von Mitgliedern angefordert und zu Werbezwecken genutzt werden.

Intern: Vorstandsarbeit

Die Vorstandsarbeit ist im letzten Vereinsjahr parallel mit den finanziellen Möglichkeiten und Aktivitäten des Vereins gewachsen. Dabei musste einiges an Infrastruktur aufgebaut und Arbeitsabläufe gefunden werden. Aus diesem Grund widmen wir diesem Thema einen Teil unseres Berichts.

Dokumentation von Beschlüssen und Vorgängen

Beschlüsse werden in der Regel in Vorstandssitzungen gefasst und dann im Vorstandswiki dokumentiert.

Das Vorstandswiki dient als interne Plattform zur Arbeit, aber auch zur Dokumentation. Ständig werden dort Themen für Vorstandssitzungen und notwendige Beschlüsse gesammelt, die dann an der Sitzung abgearbeitet werden. Für jede Vorstandssitzung gibt es eine entsprechende Unterseite mit einem kurzen Protokoll.

Ursprünglich war vorgesehen, dass dort auch Beschlüsse direkt als Unterseite angelegt und dann mittels Abstimmung im Wiki getroffen werden. So wird es seit vielen Jahren bei Wikimedia CH gemacht. Allerdings hat es sich gezeigt, dass wir eine Vielzahl kleinerer Beschlüsse haben, so dass diese Vorgehensweise zu aufwendig wäre. Es ist einfacher, in einer Telefonkonferenz kurz abzustimmen und das Ergebnis im Protokoll zu vermerken. Bei Wikimedia CH dagegen werden nur wenige Beschlüsse pro Jahr über größere Projekte gefasst während Vorstandssitzungen praktisch nie stattfinden, darum hat sich dort die andere Vorgehensweise bewährt.

Zur Beschlussfassung im Vorstand ist anzumerken, dass dieser meist eine Ankündigung und Diskussion auf der Vorstandsmailingliste vorangeht. Anschließend wird in der Vorstandssitzung kurz diskutiert und die Entscheidung im Konsens gefunden. Es gab im letzten Jahr keine Abstimmung bei der ein Entscheid per Mehrheit gefällt worden wäre.

Im Fall, dass eine Vorstandssitzung nicht beschlussfähig ist (dh. weniger als vier Teilnehmer anwesend sind) werden Beschlüsse vorläufig gefällt und die restlichen Vorstandsmitgliedern gebeten im Protokoll ihre Zustimmung zu geben. Dies war bislang selten notwendig und hat dann funktioniert.

Mitgliederverwaltung

Ende 2010 und mit Einführung des Vorstandswikis wurde die Mitgliederverwaltung vorübergehend in einer Wiki-Tabelle erledigt. Damit hatte jedes Vorstandsmitglied Überblick über die vorhandenen Mitglieder, allfällige Änderungen konnten unkompliziert von jedem vorgenommen werden (Arbeitsteilung) und es gab keine Probleme beim Abgleich und Verteilung von Daten.

In der Zwischenzeit haben wir uns nach Programmen umgesehen, mit der die Mitgliederverwaltung sinnvoll gelöst werden könnte. Da wir keine Geschäftsstelle besitzen und der Vorstand dezentral arbeitet sind herkömmliche Kontaktverwaltungsprogramme nicht einsetzbar, da wir dann wieder ein Datensynchronisationsproblem hätten.

Durch die Einführung von CiviCRM haben wir eine webbasierte, zentrale Lösung die weit mehr kann, als Mitglieder verwalten. Es ist ein komplettes Kontaktmanagement, bietet Funktionen zum Versand von Rundmails an Mitglieder oder der Verbuchung von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Seit September nutzen wir diese Lösung, benötigen aber noch einige Übung damit. Je leistungsfähiger eine Software ist, desto komplizierter ist sie zugleich.

Holger von Wikimedia Sverige hat uns einige Zusatzmodule programmiert damit man sich auf unserer Homepage online als Mitglied anmelden kann oder damit wir zukünftig Mitgliedsbeiträge online einziehen können. Derzeit wird noch getestet und werden Fehler beseitigt.

Buchhaltung

Die Buchhaltung erfolgt bislang manuell und dezentral. Die Spendenkampagne zum Jahreswechsel 2010/2011 verursachte hier große Probleme: Tausende von Buchungen mussten manuell erfasst werden. Bankeinzüge, die hunderte von Spenden beinhalteten, werden von der Bank als einzelne Buchung erfasst und gutgeschrieben. Fehlgelaufene Einzüge werden später wieder rückgebucht. Große Arbeit verursachte dann die Suche nach der fehlerhaften Einzelbuchung um diese korrekt ausbuchen zu können. Das Verbuchen aller Spenden und Erstellen eines Spendenberichts hat daher bis mehrere Monate nach der Spendenkampagne gedauert.

Bei Wikimedia Sverige haben wir eine freie Softwarelösung gesehen die dies relativ einfach abdeckt: Durch einige Erweiterungen ergänzt wird dort CiviCRM für die gesamte Buchhaltung genutzt. Spenden werden online erfasst, einem Buchhaltungskonto und einer Quelle (Bankkonto) zugeordnet. Später kann - teils automatisch, teils manuell - der Status der Spende eingestellt werden. Bei Spenden über Paypal kommt die Rückmeldung ob die Spende erfolgreich war automatisch. Bankeinzüge können über eine Liste von offenen Geldeingängen relativ schnell abgehakt werden. Aus den so erfassten Daten kann ein Spendenbericht monatlich per Mausklick automatisch erstellt werden. Florian Hackenberger hat sein für uns programmiertes Tool zum Einziehen von Spenden per ELBA in die Drupal-Module von Wikimedia Sverige integriert, so dass wir diese Funktionalität im neuen System weiternutzen können.

Die Abwicklung der gesamten Buchhaltung im CiviCRM ist derzeit eine wichtige Aufgabe, die wir noch meistern müssen. Die technischen Grundlagen wurden geschaffen, es fehlt aber noch an Schulung und Übung. Da mit der Mitgliederversammlung nun die Aufarbeitung und Prüfung der Buchhaltung aus dem letzten Vereinsjahr abgeschlossen ist, kann dies nun kurzfristig in Angriff genommen werden.

Kassiere

Personell ergaben sich ebenfalls Änderungen, nach drei Jahren legte Tilmann Keskinöz im Juni sein Amt als Kassier nieder. Wir möchten ihm an dieser Stelle vielmals für seinen Einsatz danken.

Zum 1. Juli konnten wir Reiner Strubert als Kassier kooptieren. Er war bislang nicht Vereinsmitglied, bringt dafür aber umfassende Erfahrungen als IT-Leiter und aus dem Controlling in einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen mit.

Zur Mitgliedeversammlung am 10. Dezember 2011 legt auch das langjährige Vorstandsmitglied Dr. Hubert Isopp seine Vorstandsfunktionen zurück. Er war bisher stellvertretender Kassier. Wir möchten uns bei ihm ebenfalls vielmals für seinen Einsatz schon seit der Gründung von Wikimedia Österreich bedanken.

Als Kandidat für das Amt des stellvertretenden Kassiers steht Michael Kranewitter, der vor der Mitgliederversammlung 2010 von seinem damaligen Vorstandsamt als Schriftführer zurückgetreten war, wieder für ein Vorstandsamt zur Verfügung.

Verträge, Berichte und Protokolle

Alle offiziellen Dokumente von Wikimedia Österreich werden im Mitgliederwiki unter Archiv abgelegt:

Dort finden sich Verträge mit der Wikimedia Foundation (Chapter, Fundraising und Grant Agreement) oder Versicherungen (Fotoausrüstung). Für Veranstaltungen und Projekte legen wir dort auch Berichte ab oder Präsentationen, die wir gehalten haben.

Sollte jemand dort etwas vermissen, dann war dies keine böse Absicht sondern ist vergessen worden. Bitte einfach auf der Vereinsmailingliste oder beim Vorstand (vorstand@wikimedia.at) nachfragen.

Darüber hinaus erstellen wir monatlich einen kurzen Bericht auf Englisch im Meta-Wiki:

In der Vergangenheit war es mangels geeigneter Technik oft schwierig Dokumente zeitnah bereitzustellen oder auch nur innerhalb des Vorstands zu verteilen. Darum wurden drei Multifunktionsgeräte - Scanner, Kopierer, Farbdrucker und Faxgerät in einem - angeschafft. Damit sind wir nun jederzeit in der Lage an verschiedenen Stellen in Österreich und Deutschland Dokumente, Werbematerialien und Formulare zu drucken oder Vertragswerke etc. einzuscannen und digital bereitzustellen.

Arbeitsabläufe

Aufgrund der Verteilung der Vorstandsmitglieder auf ganz Österreich bis nach Deutschland erfolgt die Zusammenarbeit fast ausschließlich digital. Es war im März 2011 ein Vorstandstreffen in Österreich geplant, allerdings sind die Terminpläne aufgrund der vielen Wikimedia-Veranstaltungen und -Verpflichtungen äußerst eng, außerdem ergab sich während der Planung im Mitgliederwiki und auf der Vereinsmailingliste Ablehnung gegen eine solche Idee, so dass wir wieder davon abgesehen haben.

Vorstandsmitglieder haben sich darum - nie vollzählig - zu folgenden Gelegenheiten persönlich getroffen:

  • Chapters Meeting
  • Wikimania
  • Fundraising Summit
  • Preisverleihung Wiki Loves Monuments, Gespräch mit Sue Gardner
  • Mitgliederversammlung

Die Arbeitsbläufe über das Internet haben sich mittlerweile eingespielt. Unterstützende Maßnahmen wie die Anschaffung eines Notebooks mit UMTS-Karte und Multifunktionsdrucker / -Scanner waren dabei sehr hilfreich.

Die tägliche Kommunikation erfolgt auf der Vorstandsmailingliste. Im Durchschnitt werden dort jeden Tag fünf Nachrichten ausgetauscht. E-Mails die an verein@wikimedia.at gesandt werden landen nun ebenfalls dort und werden von beliebigen Vorstandsmitgliedern beantwortet.

Dokumentation von Beschlüssen oder anderen Unterlagen erfolgt entweder allgemein im Vorstandswiki oder bei personenbezogenen Informationen in CiviCRM.

Zur Abarbeitung von Anträgen, Anfragen und Ideen findet wöchentlich eine Telefonkonferenz via Skype statt. Jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr werden die im Vorstandwiki gesammelten Themen abgearbeitet.

Zukunft: Ausblick, Ideen

Budget 2012

Basierend auf den Aktivitäten, Erfahrungen und offenen Ideen aus dem letzten Vereinsjahr hat der Vorstand einen Voranschlag für das kommende Kalenderjahr erarbeitet. Dieser Voranschlag wurde am 31. August als "Program Plan" fristgerecht an die Wikimedia Foundation eingereicht. Am 11. Oktober erreichte uns per E-Mail die Information, dass Barry Newstead (Wikimedia Foundation) ihn akzeptieren würde. Rechtzeitig vor der Mitgliederversammlung, am 9.12.2011 erhielten wir das unterfertigte Grant Agreement samt der Bestätigung des Voranschlags per Post.

Wir haben versucht die einzelnen Budgetbereiche offen genug zu gestalten, damit auch spontane Ideen verwirklicht werden können, aber konkret genug um uns einen Plan für das kommende Jahr zu geben.

Für das kommende Jahr würden wir uns wünschen diesen Plan gemeinsam aufstellen zu können, allerdings benötigen wir dann einen Prozess der zielführend ist und nicht die Verhandlungen ausarten lässt. Wir laden ausdrücklich dazu ein, Ideen und Vorschläge abzugeben.

Wikimania 2012 in Washington D.C.

Die Wikimania 2012 wird vom 12. bis 14. Juli vom neu gegründeten Wikimedia Chapter Washington D.C. ebenda veranstaltet. Beirat Manuel Schneider steht in engem Kontakt mit dem Organisationsteam.

Wikimedia Österreich hat bereits angekündigt wieder die Idee der Chapter Scholarships umsetzen zu wollen. Gerne möchten wir auch in den USA im kommenden Jahr möglichst viel Beteiligung aus Österreich sehen und planen daher wieder zehn Stipendien zu vergeben. Wir werden diese Möglichkeit wieder auf unserer Mitgliedermailingliste, im Mitgliederwiki und auf unserer Homepage bewerben.

WikiCon 2012 im Vierländereck

Nachdem Wikimedia Österreich zwei Veranstaltungen der deutschsprachigen Wikimedia-Community gefördert hat - die Skillshare in Lüneburg und die WikiConvention in Nürnberg - und bereits öfter der Wunsch nach einer Österreichischen Veranstaltung geäussert wurde hat der Vorstand beschlossen eine solche Veranstaltung in Österreich zu initiieren. Die Organisation und Ausgestaltung bleibt weiterhin Angelegenheit der Wikimedia-Community.

Freiwillige aus Österreich, der Schweiz und Deutschland haben sich gemeldet und die Idee enstand die "WikiCon 2012" im Vierländereck der Deutschsprachigen Gesellschaft zu veranstalten: Wo sich Österreich, Deutschland, die Schweiz und Liechtenstein treffen. Als möglicher Ort wird derzeit Dornbirn evaluiert. Aufgrund bestehender Kontakte von Wikimedia Österreich zur örtlichen Linux Usergroup und Professoren an der Fachhochschule Vorarlberg sind die Bedingungen für eine solche Veranstaltung sehr gut. Am 21. Dezember wird das Rektorat darüber beraten ob die FHV offiziell Gastgeber der WikiCon 2012 wird und uns damit unterstützen wird.

Wiki Loves Monuments 2012

Leider ohne österreichische Teilnahme: Evaluierung von WLM 2011 und Planung von WLM 2012 in Amsterdam. Wir brauchen mehr Leute für die internationalen Kontakte.

Bei der von 1.-5.-Dezember 2011 in Amsterdam stattfindenden GLAM-Konferenz und der DISH-Konferenz (Digital Strategies for Heritage) von 6.-9. Dezember 2011 in Rotterdam wurden die Weichen für einen weltweiten Fotowettbewerb Wiki Loves Monuments 2012 gestellt. Das europäische Parlament soll eingebunden werden, um europaweit Fragen der Panoramafreiheit zu lösen (so dürfen Fotos von Bauwerken in Italien nicht ohne Zustimmung des Eigentümers veröffentlicht werden).

Wikimedia Österreich hat das Budget von WLM 2012 erhöht, um Fotoaktionen in österreichischen Regionen zu fördern, von denen es noch nicht viele Bilder unter einer freien Lizenz gibt (ähnlich der Fotoaktion in Mittelhessen, die im September 2011 durch das deutsche Community-Budget gefördert wurde). Auch die Gemeinden sollen verstärkt angesprochen werden.

Aufruf

Der Erfolg vom Verein hängt an denen, die sich in dessen Projekten engagieren. Dabei ist es unerheblich ob man Mitglied ist oder nicht - wichtig sind die Ergebnisse. Unsere Vision "Stellen Sie sich eine Welt vor, in der das gesamte Wissen der Menschheit jedem frei zugänglich ist. Das ist unser Ziel." steht im Vordergrund. Dafür ist Wikimedia Österreich unterstützendes Organ, Sprachrohr, Financier und Bereitsteller von Ressourcen. Eure Ideen und Projekte stehen im Vordergrund.

Um über Wikimedia auf dem Laufenden zu bleiben und an Projekten mitwirken zu können, laden wir Sie ein sich in unsere öffentliche Mailingliste und im Mitgliederwiki (offen für Jedermann - Sie müssen nur Ihre Mailadresse bestätigen) eintragen: