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Notizen von der Wikimedia Conference 2015

1 Byte entfernt, vor 4 Jahren
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:Warum gibt es die Wikimedia Conference? Und was unterscheidet sie von anderen internationalen Konferenzen wie der Wikimania? In erster Linie ist die Konferenz wohl eine Antwort auf zunehmend komplexer werdende Strukturen in der Wikimedia Bewegung – es geht darum, das Miteinander von Community, Foundation und zahlreichen, in Größe und Struktur sehr unterschiedlichen Freiwilligenorganisationen auf der ganzen Welt zu gestalten; sprich um die Strukturen, die sich zusätzlich zu den und um die Communities in den diversen Wikimedia Projekten herausgebildet haben. Dabei es geht es natürlich um Geld und Ressourcen und wie diese verteilt werden, es geht aber vor allem auch darum voneinander zu lernen und dabei gemeinsam besser zu werden in dem was wir tun: unsere Communities unterstützen und die Rahmenbedingungen für Freies Wissen in unserem jeweiligen lokalen Kontext verbessern.
*Was habe ich mit nach Berlin gebracht?
:Dieser zweite Aspekt ist mir besonders wichtig, da er insbesondere kleinere Organisationen odere Gruppen überhaupt erst in die Lage versetzt, sich an den zum Teil sehr politischen und komplexen Diskussionen rund Grantmaking und Evaluation auf der internationalen Wikimedia Bühne zu beteiligen. Daher war ich in diesem Jahr Teil des Programmkomitees und habe mich dort insbesondere für die Vernetzung rund um die Themen Freiwilligenförderung sowie Governance und Effektivität in Organisationen engagiert. Darüber hinaus habe ich zusammen mit den anderen Geschäftsführern eine einführende Session gestaltet in der es um die Frage ging, welchen Mehrwert lokale Organisationen (Chapter, User Gruppen etc.) für die Wikimedia Bewegung haben.Als WMAT haben wir unsere Erfahrungen und Expertise im Bereich Freiwilligenförderung und Qualitätsmanagement (insbesondere unseren Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP), den wir mit Gustavf im letzten Jahr für die Geschäftsstelle entwickelt haben) in die Veranstaltung eingebracht und sind damit durchaus auf reges Interesse gestoßen.
*Was habe ich aus Berlin mitgenommen?
:Lila ist seit einem Jahr Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation und natürlich stellt sich wie bei jedem Führungswechsel die Frage, was dieser für die eigene Organisation bedeutet. Während Lilas erstes Jahr in Amt und Würden vor allem durch einen Fokus auf die technischen Herausforderungen geprägt war, beginnt sie nun auch sich in Bezug auf die sozialen und organisatorischen Aspekte in der Wikimedia Bewegung zu positionieren. Sehr positiv fand ich, dass man klar erkennen konnte, dass sich von Lila über die Führungskräfte bis hin zu den einzelnen WMF Mitarbeitern, alle damit beschäftigt haben welche Fragen seitens der Wikimedia Organisationen und Gruppen bestehen, um gezielt auf diese einzugehen. Geprägt durch Sue Gardners sehr kritische Haltung in dieser Hinsicht, war die wichtigste Frage sicherlich, ob die Foundation künftig die Rolle, die lokale Gruppen und Organisationen für die Bewegung spielen anerkennt und konstruktiv mit ihnen zusammenarbeiten möchte. Ein klares „Ja“ dazu gab es nicht nur in Lilas Ansprache, sondern auch in zahlreichen Gesprächen mit ihren Führungskräften. Die Bereitschaft, gemeinsam eine vertrauensvollere Zusammenarbeit zu gestalten ist denke ich ernst gemeint und auch wir sollten uns von unserer Seite entsprechend einbringen und diese Chance nutzen. Denn die Zukunft wir Wikimedia Organisationen insbesondere in Westeuropa wird trotz alledem sicher nicht einfacher: Jedes Jahr kommen neue Organisationen und Gruppen hinzu, die Ressourcen für ihre Arbeit benötigen. Vor allem auch in Regionen, die erhebliches Potenzial hinsichtlich neuer Autoren und Inhalte und somit Wachstum haben. Für WMAT und viele andere etablierte Chapter wird es also zunehmend wichtiger, den Mehrwert unserer Arbeit für die internationale Community nachvollziehbar darzustellen. Um dabei erfolgreich zu sein, sollten wir thematische und/oder geographische Allianzen bilden und gemeinsam Antworten auf diese Herausforderungen finden, z.B. wie wir es schaffen, gemeinsam neben den quantitativen auch die qualitativen Aspekte unserer Aktivitäten zu vermitteln.
Vorstand, WLM
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