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Archiv/2012-Jahresbericht

16 Bytes hinzugefügt, vor 7 Jahren
Wikimania-Stipendien: Zitat -> Kursiv; Beistrich; "zB." -> "z.B."; kursiv; Nomen; kein Beistrich; Binde- -> Gedankenstrich; "DC" -> "D.C."
'''To incorporate the sum of human knowledge you have to incorporate the sum of humans.'''
Mary Gardiner gibt die keynote speech zum Thema ''Fostering Diversity'': Viele Präsentationen in den nächsten Tagen drehen sich um Diversität und Outreach. Nicht nur ist der Frauenanteil auf Wikipedia mit 9% sehr gering, es werden auch 84% der Artikel im globalen Norden geschrieben. Im Laufe der Konferenz geht der viermillionste Artikel auf en.wikipedia online. 42% der Amerikaner wenden sich an Wikipedia, wenn sie Informationen suchen. Jimmy Wales stellt die Frage, ob Teilnehmer aus Nigeria da sind und erkennt die Schieflage und den Handlungsbedarf aus der Tatsache, dass sich niemand meldet, sofort. Da hinkt der gute Vorsatz von „nothing about us without us“ gewaltig. Schon wieder sitzen hier großteils Weiße, noch immer überwiegend Männer und wollen über „die Anderen“ sprechen. Aber natürlich ist bei Wikimania trotzdem alles ganz anders.
'''Wikipedia is invincible.'''
Isla Haddow-Flood, eine weiße Afrikanerin, stellt Wikipedia & Afrika als eine sich gegenseitig befruchtende Partnerschaft vor. Weniger als 22% von Afrika sind dokumentiert, mit Kenia wurde im März (nach Südafrika) erst das zweite Chapter am Kontinent gegründet und die Zukunft ist mobil: 70% des Internetverkehrs findet auf tragbaren Geräten statt (was die Möglichkeiten zu editieren stark einschränkt und gleichzeit nach neuen Lösungen schreit). Zu den Problemen in Afrika gehören eine hohe Analphabetismus-Rate, viele kleine Sprachen , sowie die Tatsache, dass es aufgrund der mündlichen Tradition wenig Quellen gibt, die auf Wikipedia verlinkt werden könnten. Hier gibt es besonders spannende Ansätze, in Zukunft zBz.B. verstärkt mit Videoaufzeichnungen zu arbeiten (vgl. dazu auch das WikiTV-Projekt, das vom österreichischen Chapter vorgestellt wurde).
'''For those of you who are new: gosh! God bless you.'''
Unter den Wikimedia Community Fellows, die ihre aktuellen Projekte vorstellen, sticht besonders das Teahouse hervor. Hier werden Neulinge mit weniger als 100 Edits aufgefangen und Willkommen geheißen, denn durch die gesamte Konferenz hindurch haben fast alle dieselbe Erfahrung gemacht: dass Wikipedia am Anfang kein besonders einladendes Ding ist. Anstatt Rügen für Fehler zu verteilen, wurde im Teahouse nun der Versuch gestartet, die Kraft der Einladung zu nutzen und Peer Support anzubieten – und der Erfolg gibt Sarah Stierch und Jonathan Morgan Recht. In der dreimonatigen Testphase konnte nicht nur die Neubeteiligung erhöht werden, vor allem der Frauenanteil nahm mit 28% stark zu! In einer späteren Vorstellung von wikiHow wurde festgehalten, dass dort seit der Gründung 2005 keine auffälligen ''gender issues '' und sehr nutzerfreundliche Tools bestehen. Weitere Projekte von Fellows waren ua. ein Redesign der Help Pages (zu verwirrend) von Peter Coombe oder Dispute Resolution (zu komplex) von Steven Zhang zur Gewährleistung von Neutralität, Qualität und Stabilität der Artikel.
'''What you say vs. how you say it.'''
Obwohl es viele Bestrebungen gibt, wikis Wikis offener zu gestalten, bestehen nach wie vor „barriers of participation“ (Sue Gardner), die überwunden werden müssen. Dazu gehört auf sprachlicher Ebene, Ambiguität, die Verwendung von Jargon und vagen oder komplexen Bezeichnungen möglichst zu vermeiden. Tom Morris („a proud and out wiki slut“) schlägt vor, vermehrt auf Templates zurückzugreifen und eine einfache Sprache mit den 2000 gebräuchlichsten Wörtern , sowie nicht mehr als 25 Worte in einem Satz zu verwenden.
In der Diskussion über freien Zugang zu Wissen(schaft) - vgl. zB. JStor - und zukünftige Orte der Kooperation mit Archiven ist vor allem das WikiProject GLAM (Galleries, Libraries, Archives & Museums) oder auch das Google Art Project hervorzuheben. Darüber hinaus wurde nach einem Vortrag über Jimbo die Friendly Space Policy heftig diskutiert und musste neu verankert werden.
In Summe habe ich sehr spannende Tage in DC D.C. verbracht und ich möchte mich für diese wunderbare Möglichkeit bedanken! Und für 2014 will übrigens Kapstadt eine Bewerbung einreichen :o)
''Susanne Peter, 24. Juli 2012''
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